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SEHW Architekten realisieren Grundschule in Potsdam

Flexible Raumkonzepte für Grundschule in Potsdam
SEHW macht Schule

Welch Glück für Architekten, wenn sich die Chance bietet, Schule neu zu denken. Beim Neubau der Grundschule am Jungfernsee in Potsdam realisierten SEHW Architekten flexible Räume für neue pädagogische Lernkonzepte.

Endlich gehört man zu den Großen! Wie aufregend das war, mit seiner Schultüte zum ersten Mal in sein Klassenzimmer zu gehen, angeführt von der Lehrerin in Begleitung der neuen Mitschüler. Daran kann sich wohl jeder noch gut erinnern.

Flexible Räume für neue Lernkonzepte

Wenn dann die Räumlichkeiten noch hell und freundlich sind und das Lernen unterstützen, kann doch fast nichts mehr schiefgehen. Das war wohl das Ziel von SEHW Architekten, die einen Neubau in Postdam realisierten.

SEHW Architekten, Grundschule
Garderoben- und Schrankeinbauten wurden eigens für die Grundschule entwickelt. Foto: Philipp Obkircher

Großzügige Aufteilung – alles im Überblick

Potsdam wächst. Schulen werden benötigt. Und so entstand 2019 die neue Grundschule am Jungfernsee. Im Proktoll des von SEHW Architekten gewonnenen Wettbewerbs stand:

Die Blickbeziehungen lassen eine einfache Orientierung im Inneren zu. Man sieht alles auf den ersten Blick. Die zentrale Halle mit dem großzügigen Foyer- und Treppenbereich besticht mit Klarheit und Offenheit. Die Anordnung der Klassenräume um die offenen Innenhöfe und die jeweils zu den Abschlüssen der Flügel hin angeordneten, offenen Gruppenräume lassen ein hohes Maß an Flexibilität und Kommunikation erwarten.

SEHW Architekten, Grundschule
Die große Treppe im Foyer erhielt integrierte Sitzstufen, ein informeller Bereich, der auch als Klassenraum funktionieren kann. Foto: Philipp Obkircher

Kleine Lerngruppen statt Frontalunterricht

Neben klassischen, herkömmlichen Klassenräumen gibt es für Schüler und Lehrer teilautonome Räume, die alternative Unterrichtsmethoden zulassen. Dazu gehört die große Treppe mit Sitzmöglichkeiten im Foyer der Eingangshalle.

Diese Halle beherbergt die Haupterschließung und ist zugleich Ort für Kommunikation und Treffpunkt der Schüler*innen und ergänzt bei schlechter Witterung die Pausenflächen.

SEHW Architekten, Grundschule
Für die Fußböden wählten SEHW Architekten Gussasphalt und Linoleum als Materialien aus. Foto: Philipp Obkircher

Grüne Klassenzimmer

Die „große Schule“ haben SEHW Architekten in mehrere kleine Organisationseinheiten, die „kleinen Schulen“ oder „Cluster“, unterteilt. Grüne Klassenzimmer nennen sie die gestalteten Innenhöfe. Auch die öffenbaren Freiräume am Abschluss eines jeden Clusterbereiches dienen als informelle Bereiche.

Aus der tiefergelegten Turnhalle blickt man durch lange Fensterbänder ins Freie. Foto: Philipp Obkircher

SEHW Architekten geben Orientierung

Die Wegeführung und die Konzeption der Cluster sorgen dafür, dass alle Gebäudeteile schnell auffindbar und auf kurzem Weg erreichbar sind. Überall gibt es Sichtachsen. Durch die Mensa kann man zum Schulhof blicken und auch aus der tiefergelegten Turnhalle blickt man durch lange Fensterbänder ins Freie.

SEHW Architekten, Grundschule
Foto: Philipp Obkircher

Flexibel nutzbare Raumkonzepte

Herrschten bei Lehrer Lämpel bei Wilhelm Busch noch Frontalunterricht, Konformität und Enge, so setzen wir heute ganz im Sinne einer modernen, auf individuelle Förderung ausgerichteten Pädagogik auf flexibel nutzbare Raumkonzepte.

Schule für alle

Eine stufenlose Erreichbarkeit aller Ebenen war wichtiger Teil des Gebäudeentwurfs. Außer für Menschen mit körperlichen Einschränkungen wurde für sensorisch oder sinneseingeschränkte Schüler*innen nach dem Mehr-Sinne-Prinzip über eine elektroakustische Anlage und kontrastreiche Gestaltung der Verkehrswege eine Nutzung des Gebäudes ermöglicht.

SEHW Architekten, Grundschule
Die gut belichteten Flure sichern eine einfache Orientierbarkeit und Aufenthaltsqualität. Foto: Philipp Obkircher

Dabei wurde die Nutzungsqualität für alle Schüler*innen, behindert wie nicht behindert, bedacht und Inklusion auch im Sinne der Aufmerksamkeit, Rücksichtnahme und Hilfestellung in der Gemeinschaft als Lernziel betrachtet.

SEHW Architekten, Grundschule
Die drei Flügel der Gebäudefigur sorgen für klare Zuordnungen im Außenbereich. Foto: Philipp Obkircher

Durchlässigkeit des Außenraums

Es besteht eine hohe Durchlässigkeit des Außenraums mit fließenden Übergängen zwischen den Bewegungs- und Regenerationsbereichen, flexiblen und multifunktionalen Außenräumen, deren Nutzungen sich auch überlagern können, sowie eine enge Verzahnung von Innen- und Außenraum.

Weitere Projekte finden Sie hier

Fakten

Projekt: Neubau Grundschule Jungfernsee

Standort: Potsdam

Bauherr: Kommunaler Immobilien Service Potsdam (KIS)

Architektur: SEHW Architekten

Fertigstellung: 2020

Materialien: Sichtbeton, Deckensegel aus zementgebundener Holzwolle, weiße Trennwände, Fußböden aus Gussasphalt und Linoleum, Garderoben- und Schrankeinbauten von SEHW Architekten

Fotos: Philipp Obkircher

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