1 Monat GRATIS testen, danach für nur 6,90€/Monat!
Home » News »

bdia Hochschultag Innenarchitektur 2022: Digitale Lehrformate

bdia Hochschultag Innenarchitektur 2022
Digitale Lehrformate: die Zukunft?

Digitale Lehrformate: die Zukunft?
Foto: bdia

Am 26. Oktober 2022 veranstaltete der bdia bund deutscher innenarchitekten den bdia Hochschultag Innenarchitektur 2022 zum Thema ‚Analog vs. Digital. Sind digitale Lehrformate die Zukunft?‘ in Köln.

Die jährlich stattfindende Veranstaltung dient als Plattform für den Austausch zwischen Dozenten des Studiengangs Innenarchitektur an deutschen Hochschulen. Der bdia beobachtet eine Zunahme digitaler und hybrider Lehrangebote und -formate in der Ausbildung von Innenarchitekten. Weiterhin werden rein digitale Fernstudiengänge unter dem Titel Innenarchitektur angeboten.

Drei Impulse führten in die Diskussion ein. Dr. Florian Hartmann (Architektenkammer NordrheinWestfalen) legte dar, dass nach den Empfehlungen der Bundesarchitektenkammer ein reines Fernstudium der Innenarchitektur und äquivalent der Architektur nicht zur Eintragung in die Innenarchitekten-/Architektenliste einer Kammer befähige. In Nordrhein-Westfalen seien die Regelungen der Berufszulassungsvoraussetzungen so gefasst, dass ein überwiegender Teil des Studiums in Präsenz vermittelt werden müsse. Jedoch würden sich die Kammern nicht der voranschreitenden Digitalisierung in der Lehre verschließen.

Architekturästhetik

Prof. Wibke Schaeffer (TH OWL) sah nicht die Möglichkeit, ein Studium der Innenarchitektur als reines Fernstudium erfolgreich zu
absolvieren, fügte jedoch hinzu, dass bestimmte Lehrinhalte auch digital vermittelt werden können.

Prof. Dr. Michael Simon (IU Internationale Hochschule) berichtete über die Ausbildung an der IU und wies daraufhin, dass Entwicklungen in der Hochschullehre in Bezug auf die Digitalisierung nicht mehr rückgängig gemacht werden könnten und die Perspektiven auf die digitale Lehre nachhaltig verändern würden.

Digitale Lehrformate

Der bdia begrüßt die Digitalisierung grundsätzlich und sieht auch, dass die Wissensvermittlung dadurch ergänzt werden kann. Jedoch kann ein reines Online-Studium aufgrund der gesetzlichen Richtlinien, der fachlichen Kriterien des Akkreditierungsverbundes für Studiengänge der Architektur und Innenarchitektur (ASAP) und der Europäischen Charta zur Innenarchitektur Ausbildung nicht zur Befähigung der Ausübung des freien Berufes Innenarchitekt führen. Deshalb fordert der bdia von den Fernhochschulen Transparenz in der Aufklärung gegenüber Studierenden und Interessierten, dass mit ihrem Studienangebot die Fähigkeit zur Eintragung als Innenarchitekten in die Liste einer Kammer nicht möglich ist.

Autarkes Minihaus

Geschützter Titel: Innenarchitekt

Die Entwicklung virtueller Welten schreitet voran. Der bdia verfolgt diese gesellschaftlichen Entwicklungen mit Interesse. Insofern sollte eine Offenheit gegenüber der Entstehung neuer Berufsfelder, denen rein digitale Lehrformate zugrunde liegen können, bestehen. Davon klar abzugrenzen ist jedoch das Berufsbild der Innenarchitektinnen und Innenarchitekten, dem ein hoher Ausbildungsstandard zugrunde liegt. Nur ein anerkannter Studiengang der Innenarchitektur berechtigt zur Eintragung in die Innenarchitektenliste einer Kammer und zum Führen des geschützten Berufstitels Innenarchitekt. Dies dient zum einen dem Verbraucherschutz und zum anderen sichert es die hohe Qualität in Ausbildung und Lehre des Berufs des Innenarchitekten.


Zum bdia

Der bdia_bund deutscher innenarchitekten ist der einzige Berufsverband der Innenarchitekten in Deutschland und der größte in Europa. Seit 70 Jahren fördert und festigt er den Berufsstand, setzt sich für die Belange seiner Mitglieder in Öffentlichkeit, Wirtschaft und Politik ein und unterstreicht die Bedeutung der Innenräume für den Menschen.

Webseite des Verbands

Weiterführende Informationen

»Empfehlungen zu den ausbildungsbezogenen Eintragungsvoraussetzungen für Architekten, Landschaftsarchitekten, Innenarchitekten und Stadtplaner für Bewerber aus dualen und Fernstudiengängen« (Bundesarchitektenkammer, Stand: 25.01.2021)

Zum Download

Weitere News finden Sie hier

Anzeige
Top-Thema
Kooperativ planen
Homeoffices und Third Places als Impulsgeber für Arbeitsplatzkonzepte
Kooperativ planen
Anzeige

Neueste Beiträge
Titelbild md 12
Ausgabe
12.2022 kaufen
EINZELHEFT
ABO
[class^="wpforms-"]
[class^="wpforms-"]
[class^="wpforms-"]
[class^="wpforms-"]

Architektur Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Architektur-Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Medien GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum arcguide Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des arcguide Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de