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Wohlfühlzone

md-Cult-Serie – die 2010er
Wohlfühlzone: Der Drang ins Freie

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md-Cover von 07/2011. ‚Eu/Phoria‘, der Stuhl, den Paola Navone für die italienische Firma Eumenes entworfen hat, passt drinnen so gut wie draußen. Schale und Bezug werden in einem Durchgang thermoplastisch miteinander verschweißt. Eine Reise durch die Designgeschichte.
Die Wohlfühlzone wächst: Drinnen oder draußen wohnen sind nicht länger Gegensätze. Neue Sitzmöbel verändern gewohnte Typologien.

Plötzlich sind wir der Gegenwart ganz nah: Juli 2011 – das liegt kaum mehr als sieben Jahre zurück. In unseren beschleunigten Zeiten ist das fast nichts, nur ein kurzer „Time Warp“ zurück durch die Raumzeit.

Tatsache aber bleibt: Auch 2011 will das möblierte Zeitgestöber beim Salone del Mobile in Mailand durchdrungen und gedeutet werden. Wo dem Flaneur seine Einsichten dereinst noch absichtslos geschenkt wurden, machen sich nun die Trendscouts auf und finden geschwind heraus: Es wird nicht länger nur drinnen, sondern auch draußen gewohnt.

Wohlfühlzone: Wohnzimmer wandert ins Freie

Das Wohnzimmer – am Abend oder am Wochenende immer häufiger auf Terrasse oder Balkon, gern auch in den Garten verlagert. Ob der Drang ins Freie eine Folge des Klimawandels ist, sich ökonomischer Prosperität oder schlicht wachsender Lebensfreude in den urbanen Wohlfühlzonen verdankt, wer weiß das schon.

„Lounging“ ist angesagt, und neue wetterfeste Fasern und Bezüge verändern die Typologie der Sitzmöbel von Grund auf. Ob sie für’s Chillen „indoor“ oder „outdoor“ taugen, oder für beides gleichermaßen, sieht man vielen Möbeln auf den ersten Blick oft nicht mehr an.

Multifunktionale Kollektionen

Überhaupt wird das Wohnen nomadischer. Aber auch die Kollektionen präsentieren sich multifunktionaler denn je. Ein Stuhl ist nicht länger nur ein Stuhl. Immer öfter tritt er en famille auf: Es gibt ihn als Vierfüßer mit Holz- oder Metallbeinen, mit Kufen und als Freischwinger, dazu in unterschiedlichen Farben. Und auf dem Gestell ruhen diverse Sitzschalen, wunschgemäß entweder mit oder ohne Polster und Bezüge.

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md-Cover von 07/2011. ‚Eu/Phoria‘, der Stuhl, den Paola Navone für die italienische Firma Eumenes entworfen hat, passt drinnen so gut wie draußen. Schale und Bezug werden in einem Durchgang thermoplastisch miteinander verschweißt. Eine Reise durch die Designgeschichte.

Neuartiges Herstellungsverfahren

Als hätten sie sich bei einem Stelldichein ineinander verkeilt und bildeten einen Knoten aus farbigen Linien, setzt Susanne Lagally Metallgestelle des multioptionalen Schalenstuhls ‚Eu/Phoria‘ in den Farben Lindgrün, Orange, Hellblau, Schwarz und Weiß auf das Cover der md 07/2011.

Der Clou: Der Stuhl, den Paola Navone für die italienische Firma Eumenes entworfen hat, erfrischt nicht nur die Sinne und lässt nebenbei den kleinen Schalensessel der Fünfziger beschwingt wieder aufleben, er verdankt es auch einem neuartigen Produktionsverfahren, bei dem Schale und Bezug in einem Durchgang thermoplastisch miteinander verschweißt werden.

Lust am Kombinieren

Finden technische Innovation und Design derart gelungen zueinander, kennt die Lust am Kombinieren kaum Grenzen. Und plötzlich sind wir den Wohncollagen der unmittelbaren Gegenwart ganz nah. Bis zum nächsten Zeitsprung – cheerio!

Zur md-Cult-Serie


Autor Thomas Wagner

war Feuilletonredakteur der FAZ, hat für Stylepark ein Onlinemagazin aufgebaut, lehrt als Honorarprofessor und ist Autor zahlreicher Texte über Kunst, Design und Architektur.

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