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Plagiarius 2020

Gegen Ideenklau: Die Preisträger des Negativ-Preis
Plagiarius 2020

Der Preis Plagiarius will auf besonders dreiste Kopien aufmerksam machen, denn Plagiate und Fälschungen sind weder ein Kompliment, noch harmlose Kavaliersdelikte. Am Freitag, den 7. Februar 2020 gab man die Plagiarius-Preisträger 2020 auf der Frankfurter Messe Ambiente offiziell bekannt.

Auf der Ambiente wurde der Negativ-Preis Plagiarius 2020 vergeben. Diesen gibt es bereits seit 1977. Ziel der Aktion Plagiarius ist es, die skrupellosen Geschäftspraktiken von Produkt- und Markenpiraten ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und Industrie, Politik und Verbraucher für die Problematik zu sensibilisieren.

Plagiarius: gegen dreisten Ideenklau

Die diesjährige Laudatorin, Christiane Nicolaus, Direktorin des Design Center Baden-Württemberg, betonte in ihrer Rede: „Design ist Innovationstreiber, Differenzierungsmerkmal und wirtschaftlicher Erfolgsfaktor – über alle Branchen hinweg. Es ist die Schnittstelle zwischen Produkt und Mensch. Design- und Ingenieurleistung erfordern nicht nur sehr komplexes Fachwissen, sondern auch ein Gespür für Märkte, Trends und wirtschaftliche Machbarkeit. Produktentwicklung kostet Zeit, Geld und Know-how. Innovativen Firmen steht der Lohn für ihre Arbeit zu. Sich inspirieren lassen ist das eine – plumpes Nachahmen zum eigenen Profit, auf Kosten anderer, ist respektlos und unfair.“

Wertschätzung für Originalprodukte fördern

Damit fasst Sie den Kern der Problematik zusammen: die Aktion Plagiarius möchte dazu beitragen, dass Konsumenten technischen und kreativen Leistungen mehr Wertschätzung entgegen bringen, indem sie ihnen vor Augen führt, dass die Entwicklung eines Produktes von der ersten Idee über Design, Konstruktion, Zertifizierungen und Prototypenbau bis zur Marktreife viel Zeit, Geld, Know-how, Mut und Innovationskraft kostet.

Dafür steht auch die Trophäe des Negativ-Preises: Ein schwarzer Zwerg mit goldener Nase – Symbol für die immensen Profite, die ideenlose Nachahmer sprichwörtlich auf Kosten von Kreativen und der Industrie erwirtschaften.

Diebstahl geistigen Eigentums

Bevor die jährlich wechselnde Jury die Preisträger wählt, werden die vermeintlichen Plagiatoren über ihre Nominierung informiert und erhalten die Möglichkeit zur Stellungnahme. Plagiate und Fälschungen sind weder ein Kompliment, noch harmlose Kavaliersdelikte. Sie sind rücksichtslos, vernichten Arbeitsplätze und bedeuten Stillstand statt Fortschritt.

Oftmals billig und unter menschenverachtenden Arbeitsbedingungen hergestellt, verursachen sie teils existenzgefährdende Schäden bei innovativen Herstellern.

Begünstigt wird die explosionsartige Ausbreitung von Produkt- und Markenpiraterie durch Globalisierung, Internet, digitale Kommunikation – und durch die gezielte Nachfrage von leichtgläubigen (Online-) Schnäppchenjägern. Dabei sind Fakes dem Original meist nur auf den ersten Blick täuschend ähnlich und bergen gerade für Verbraucher enorme Sicherheitsrisiken.

Ab 14. Februar 2020 im Museum Plagiarius in Solingen

Das Museum Plagiarius zeigt in seiner einzigartigen Ausstellung mehr als 350 Plagiarius-Preisträger der unterschiedlichsten Branchen – jeweils Original und Plagiat im direkten Vergleich. Außerdem dabei: Typische vom Zoll beschlagnahmte Markenfälschungen. In Führungen werden spannende Fakten und Details vermittelt.

Webseite des Museums

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