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Smart Materials

Materialien im Hotel

In der deutschen Hotel-Klassifikation tauchen für die Vergabe der Sterne unter dem Kriterium “Material” lediglich die Minibar oder die Beschaffenheit von Seife und Waschlotion auf. Dabei bestimmt doch die Materialität der Werkstoffe maßgeblich die Atmosphäre und spiegelt die angestrebte Qualität wieder.

Autorin Hannes Bäuerle

Die Anforderungen an Materialien für den Einsatz im Hotel sind hart. Häufige  Reinigungsintervalle und Benutzerwechsel müssen verkraftet werden. Betrachtet man die verschiedenen Strategien, wie damit umgegangen wird, zeigen sich grob zwei Richtungen:

Der Verschleiß wird bewusst in Kauf genommen und mit entsprechend kürzeren Sanierungsintervallen reagiert, oder es werden sehr robuste und langlebige Materialien gewählt und diese dann dementsprechend auch lange eingesetzt. Oft vermischen sich die beiden Ansätze.

Neue Generation der Budgethotels

Beispielsweise sind die Oberflächen im Bad robust gehalten, hingegen werden Wand- oder Bodenbeläge sowie Decken und Vorhänge öfter ausgewechselt. So kann leichter auf aktuelle Trends reagiert werden, ohne gleich eine Komplettsanierung starten zu müssen. Das macht die neue Generation der Budgethotels perfekt vor. So perfekt, dass nicht wenige Hotels mit höheren Übernachtungspreisen und mehreren Sternen gegenüber diesen jungen Bettenburgen wahrhaft alt aussehen.

Es gibt viele Materialien, die heute imstande sind, beides zu leisten. Nahezu unzerstörbare Vorhänge oder Hussen lassen sich mit Ringgeflecht aus Metall realisieren. Die aus unzähligen einzelnen Metallringen hergestellten Stoffe sind flexibel und können wie ein klassisches Textil sogar gerafft werden. Aufgrund der Eigenschaft, selbst gegenüber Vandalismus beständig zu sein, wurden damit auch im Hotel-Außenbereich großformatige, textil anmutende Vorhänge umgesetzt.

Große Platten, weniger Fugen, bessere Hygiene

Anderes Beispiel: Großformatige Keramikplatten werden in hauchdünnen Wandstärken angeboten, wodurch eine Sanierung auf bestehendem Untergrund ohne großartigen zusätzlichen Auftrag möglich wird.

Zusätzlich reduziert sich damit auch die Anzahl der Fugen, die in vielen Hotels leider immer noch ein optisches und hygienisches Problem darstellen. Mit individuell zu bedruckenden Tapeten, Bodenbelägen oder Plattenwerkstoffen kann schnell auf wechselnde Trends reagiert werden.

Während sich eine ganz eigene Note mit Wandbemalungen oder anderen Techniken im Hotel erzielen lässt. Klar, die Geschmäcker sind verschieden. Es gibt klare Materialvorlieben für die Auswahl des richtigen Hotels.

Testen Sie doch selbst Ihr nächstes Hotel

Allein beim Bodenbelag kann ein Hotel-Favorit schon durchfallen, wenn anstatt Teppichboden ein Parkett favorisiert wird oder andersherum. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass nicht nur der erste Eindruck zählt, sondern Qualität und Detaillierung maßgeblich das Erscheinungsbild bestimmen. Boden, Sockelleiste und Wandvertäfelungen wie aus einem Guss wirken edel und bieten Vorzüge hinsichtlich Reinigung und Belastung, beispielsweise von Gepäck.

Testen Sie doch selbst Ihr nächstes Hotelzimmer! Der aktuelle Siegeszug der Boxspringbetten begann ebendort. Vielleicht gelingt das auch der mit vielen Vorurteilen behafteten Gruppe der WPC-Verbundwerkstoffe. Beim gemütlichen Drink auf der Sonnenterrasse hat schon so mancher Hotelgast die neuartigen Terrassendielen für sich entdeckt.

www.raumprobe.de

Weitere Materialentwicklungen und -anwendungen finden Sie hier

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