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Danish Wadden Sea Centre

Landmark mit Reetdach

Sommerzeit. Zeit ans Meer zu fahren. Die Westküste Dänemarks hat mit der modernen Erweiterung des Wadden Sea Centre eine Attraktion erhalten, die Architekturfans wie auch Wattliebhaber gleichermaßen locken dürfte.
Im Februar fand die feierliche Eröffnung des Um- und des Erweiterungsbaus des Danish Wadden Sea Centre in Ribe statt. An der Westküste Dänemarks hat das Architekturbüro Dorte Mandrup das vorhandene dreiflügelige Gebäude um einen Neubau erweitert und so ein vierteiliges Ensemble als eine Art Schutzzone vor Wind und Wetter – im Zentrum der Häuser – entstehen lassen. Die Anordnung lehnt sich an die ländliche Bauweise der Bauerngehöfte der Gegend an. Auch bei der Materialwahl blieb man regionalen Vorbildern verbunden.

Man entschied sich bewusst für das Material, welches typisch für die Gegend ist und auch im Umfeld geerntet werden kann: Stroh. Die Kunst des Reetdachdeckens ist alt. Es ist ein traditionelles Handwerk, nachhaltig zudem. Das riesige Reetdach dominiert das Erscheinungsbild des Baus, der eins zu sein wird mit seiner Umgebung. Läuft man auf den Komplex zu, scheint die harte Kante des Dachs, den Horizont des Watts aufzunehmen und weiterführen zu wollen.
„Das Konzept für die Architektur war es, eine neue skulpturale Interpretation für den vorherrschenden Baustil der Region zu finden. Das Projekt sollte einerseits in lokalen Traditionen und der regionalen Geschichte stark verwurzelt bleiben und anderseits war es unser Ziel, die Zukunft der Wattarchitektur in das 21. Jahrhundert zu überführen“, erklärt Architektin und Inhaberin des gleichnamigen Büros Dorte Mandrup.
Weitere Architekturprojekte finden Sie hier

Fakten
Projekt: Danish Wadden Sea Centre, Vadehavscentret
Standort: Okholmvej 5, Vester Vedsted, 6760 Ribe, Westküste Dänemark
Bauherr: Gemeinde Esbjerg
Bauaufgabe: Transformation und Neubau des Zentrums mit Ausstellung, Café, Ausbildungs- und Kommunikationsräumen
Fertigstellung: Februar 2017
Architektur: Dorte Mandrup A/S, www.dortemandrup.dk
Ausstellungskonzept: JAC studios, Jason Bruges, No Parking
Landschaftsarchitektur: Marianne Levinsen Landskab APS
Ingenieurbüro: Steensen & Varming and Anders Christensen ApS
Fläche: 2 800 m2
Fotos: Adam Moerk


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