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Messerückblick Light + Building 2022

Messerückblick Light + Building 2022
Leuchtendes Comeback

Nach längerer Zwangspause aufgrund der Pandemie kehrte die Light + Building, internationale Leitmesse für Beleuchtung und Gebäudetechnik, in Frankfurt auf die Bühne zurück.

Autor Martin Krautter

Dass die mehrfach coronabedingt verschobene Light + Building als herbstliche „Sonderedition 2022“ ein gelungenes Comeback feiern würde, zeichnete sich bereits im Verlauf der Messe ab: Nach einem verhaltenen Start über Sonn- und Feiertag belebten sich die Hallen und Stände in Frankfurt bei strahlendem Herbstwetter spürbar. Mit knapp unter 93000 Besuchern ist das Ergebnis zwar nicht auf dem Niveau von 2018, aber ausgesprochen ermutigend.

Marke Light + Building lebt

„Wir hatten zuvor alle ein wenig die Luft angehalten,“ sagt auch Iris Jeglitza-Moshage, in der Geschäftsleitung der Messe Frankfurt verantwortlich für Kommunikation und Technologiemessen, mit der wir während der Messe sprachen: „Doch die Marke Light + Building erweist sich weiterhin als zugkräftig und attraktiv.“ Während die Aussteller im Bereich Gebäudetechnologie praktisch in gewohnter Zahl und Größe auftraten, boten die Beleuchtungshallen doch ein merklich verändertes Bild.

Auf geschrumpfter Fläche fehlten viele der großen Namen und Marken, insbesondere bei der technischen Beleuchtung. „Wir suchen natürlich den Dialog, um diese Aussteller für 2024 wieder zu gewinnen,“ unterstreicht Jeglitza-Moshage: „Aber ein Zurück zu 2018 wird es nicht geben. Mit der Fertigstellung der Halle 5 werden wir allerdings attraktive neue Standflächen anbieten können.“

Nächster Termin im Frühjahr 2024

So soll die Messe Light + Building weiterhin für kreative Zielgruppen auch aus dem Interior Design interessant bleiben, angereichert durch ein entsprechendes Rahmenprogramm aus Events und Führungen sowie digitalen Begleitformaten. Bei zwei Dingen ist sich Iris Jeglitza-Moshage allerdings gewiss: „Wir haben alle die Zoom-Kacheln satt und genießen die persönliche Begegnung“, stellt sie fest, und: „Bis zum nächsten Termin im Frühjahr 2024 sind es nur noch 1,5  Jahre, das heißt, wir müssen uns sputen.“ Was die Light + Building dieses Jahr an interessanten Neuheiten bot, zeigen wir hier.

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Foto: Artemide

Artemide: ‚Funivia‘ Seilsystem

Mit ‚Funivia‘ zeigt Artemide auf der Light + Building ein Beleuchtungssystem, das technisch-modernen Look mit einem kräftigen Schuss Anarchie verknüpft, wie es wohl nur italienischem Design gelingt. Seine Basis sind stromführende Spannseile in schwarz, weiß oder knallrot, in die sich verschiedene, minimalistisch gestaltete Leuchten einhängen lassen: Pendel-Downlights, lineare Leuchten, Spots, sogar wetterfeste Außenleuchten.

Eine Idee, die Artemide-Chefin Carlotta de Bevilacqua, die Erfinderin von ‚Funivia‘, erst dank der wenig stromhungrigen LED-Technik mit gefahrloser Niederspannung realisieren konnte. Man darf gespannt sein, welche kreativen Konzepte Innenarchitektinnen und Innenarchitekten mit diesem fantastischen Baukasten demnächst realisieren.

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Foto: Bega

Bega: ‚Studio Line‘ Spiegelleuchten

Bega aus Menden ist eine weitere der bekannteren Marken aus der Beleuchtungsbranche, die nicht auf eine Messeteilnahme verzichtet hatten – und profitierte mit einem ausgesprochen gut besuchten Stand. Traditionell sind Außenleuchten die Domäne der Sauerländer, doch auch Innenraumleuchten, insbesondere solche mit Glasschirmen, gehören schon länger zum Programm.

Als Neuheiten präsentierte Bega in Frankfurt unter anderem die Kollektion ‚Studio Line‘, deren Leuchten sowohl durch die Lichtwirkung als auch durch Materialität und Farbkontraste zwischen Innen- und Außenflächen überzeugen sollen: Zum Beispiel als kreisförmige, blendfreie Spiegelleuchten in warmen, metallischen Farbtönen.

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Foto: Serien.lighting

Serien.lighting : ‚Reflex² Wall‘ Wandleuchten

Von der Decken- und Stehleuchte ‚Reflex²‘, die ihrerseits an das erste Leuchtendesign von Serien.lighting überhaupt anknüpfte, leitet die Manufaktur im hessischen Rodgau jetzt das Modell ‚Reflex² Wall‘ ab: Wie der Name suggeriert, eine wahlweise nach unten oder oben abstrahlende Wandleuchte zur indirekten Beleuchtung über Wand und Decke.

Wie ihre Geschwister zeichnet auch die Wandleuchte nur einen schmalen, minimalistischen Rahmen in den Raum. Die LED-Lichtquellen selbst bleiben absolut blendfrei verborgen. Das Gehäuse aus Aluminium bietet Serien.lighting in schwarz oder weiß an.

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Foto: Molto Luce

Molto Luce: ‚Eeden‘ Akkuleuchten-Programm

Molto Luce aus Österreich gehört zu den designorientierten Herstellern, die in ihrem Angebot den Bogen von der technischen Beleuchtung mit Büro- und Stromschienenleuchten mühelos bis zu ausgesprochen dekorativen Leuchten schlagen, die sich hervorragend sowohl für Wohnräume als auch für den Objektbereich, zum Beispiel in Hotel und Gastronomie, eignen.

Das gilt auch für die neue Leuchtenfamilie ‚Eeden‘, die sich in ihrer reduzierten Gestalt auf den Archetyp der Schirmleuchte bezieht. Der Witz liegt im modularen Aufbau des Designs des Belgiers Serge Cornelissen: Der Leuchtenkopf lässt sich von der tragenden Struktur trennen – und benötigt dank Akku keinen Netzanschluss. Er wird nach Bedarf mit einem Standfuß, einer Tischklemme, einem Pendelseil oder auch mit einem Erdspieß kombiniert, denn ‚Eeden‘ ist zudem wetterfest und damit outdoor-tauglich.

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Foto: Novus Dahle

Novus Dahle: ‚Attenzia neo‘ Office-Standleuchten

Keep it simple: Gutes Arbeitslicht für alle, könnte das Motto der neuen Büro-Stehleuchte ‚Attenzia neo‘ von Novus Dahle lauten. Der Hersteller positioniert die Leuchten innerhalb des Novus Mehrplatzsystems als Einstiegsmodelle mit hervorragendem Blendschutz, minimalistischer Formensprache und Qualität „made in Germany“.

Die ‚Attenzia neo‘ ist über einen Tastschalter stufenlos dimmbar, das Schwestermodell neo+ verfügt außerdem über einen Multisensor, der Anwesenheit erkennt und das Licht umgebungsabhängig steuern kann – für ein Plus an Energieeffizienz. Durchdachtes Detail: Der U-förmige, extra flache Standfuß, der bei zwei Schreibtischen in Blockstellung die Tischbeine umschließt.

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Foto: Flexxica

Flexxica: ‚Verti Ceiling‘ Akustikleuchten

Die Kombination von Akustik und Licht bleibt besonders im Office aktuell: Denn in kernsanierten Bestandsbauten wie auch in Neubauten mit aktivierten Bauteilen geht der Trend zur offenen und dadurch schallharten Deckengestaltung. Das Material der Wahl ist Polyesterfilz, bevorzugt aus recycelten PET-Flaschen produziert.

Anschlussfertige Licht-Akustik-Module waren auf der Light + Building unter anderem bei Molto Luce, Artemide und auch bei Flexxica, einem polnischen Unternehmen, zu sehen. Neben dem Element ‚Verti Ceiling‘ in gradlinigem Design mit ökonomischen Langfeldleuchten-Einsätzen bietet Flexxica auch viele weitere Leuchtenformen aus Filz an, um unterschiedlichste Ambiente akustisch zu bändigen.

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Foto: Secto Design

Secto Design: ‚Eckleuchte‘

Der finnische Hersteller Secto Design fertigt Leuchten ganz landestypisch in klassisch skandinavischen Formen – und aus dem nachhaltigen Werkstoff Birkensperrholz, mit dem der Designer der Kollektion Seppo Koho auf den Spuren von Koryphäen wie Alvar Aalto wandelt. Das Konzept: Viele schmale, präzise auf Kontur gesägte Lamellen bilden den Lampenschirm als Rotationskörper, filtern und entblenden so die LED-Lichtquelle.

Neu für 2022 ist die ‚Eckleuchte‘, deren Lamellen sich auf einem Viertelkreis entfalten: So haben düstere Ecken keine Chance – ideal für kleine Räume, schmale Korridore oder Treppenhäuser. Die Leuchten sind in zwei Höhen (45 und 60 cm) sowie vier Finishs erhältlich.

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Foto: Løftlight

Løftlight: ‚Bosfor‘ Pendelleuchten

Immer wieder suchen Innenarchitekten nach Leuchten, die nicht nur als diskrete Lichtquellen dienen, sondern auch einen attraktiven Blickfang im Raum darstellen und mit innovativen Ideen Designakzente setzen. Solche Leuchten bietet zum Beispiel Løftlight. Zu den Light + Building Messeneuheiten des Herstellers aus Wrocław in Polen gehört die Pendelleuchtenserie ‚Bosfor‘.

Ihr schlichter halbkugeliger Schirm pendelt an einem Kabel mit Textilmantel, auf das wie auf einer Perlenschnur weitere Kugeln aufgefädelt sind. Die Überraschung ist das Material dieser Kugeln: Sie bestehen aus Beton, der abgestimmt auf die Lackierung des Metallschirms getönt ist. Wer es noch ausgefallener mag, bekommt den Schirm auch mit einer weichen, samtartigen Beschichtung.

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Foto: Basalte

Basalte: ‚Adelante‘ Türkommunikationssystem

Basalte aus Belgien, bisher bekannt für Schalter und Smart-Home-Komponenten mit exklusivem Design sowie ungewöhnlich vielfältiger Auswahl bei Materialien und Oberflächen, wagt sich erstmals vor die Tür: Mit ‚Adelante‘ hat der Hersteller ein Türkommunikationssystem entwickelt, das sich beim hochwertigen Finish bewusst an den Produkten für den Innenraum orientiert.

Die modularen Komponenten wie Display, Sprechanlage, Kamera, Sensortaster, Hausnummerfelder und Leuchten werden vertikal in einem Installationskanal wandbündig installiert und fügen sich technisch nahtlos in das Ökosystem der Belgier fürs Smart Home.

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Foto: Gira

Gira: ‚System 106‘ Türkommunikationssystem

Mit dem ‚System 106‘ hat Gira einen modernen Klassiker im Bereich Türsprechanlagen geschaffen, der 2022 mit neuen Funktionen, Oberflächen und Montagevarianten technisch wie auch ästhetisch weiter aufgewertet wird. Auf der Messe zeigte das Unternehmen aus Radevormwald die modularen Außenstationen zum Beispiel bündig eingebaut im aktuellen Bronzeton und ausgestattet mit neuester Technik wie Fingerabdruckleser zur Zugangskontrolle. „Unter der Haube“ sorgt ein neues TKS-IP-Gateway dafür, dass sich die Türkommunikation auch nahtlos und bequem übers Smartphone bedienen lässt – ob von zu Hause oder von unterwegs aus.

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Foto: Jung

Jung: ‚LS Touch KNX Raumcontroller‘

KNX-Touchdisplays im Schalterformat sind nicht neu, aber keines ist so konsequent vom Design her gedacht wie der neue ‚LS Touch KNX Raumcontroller‘ von Jung. Seine Abmessungen und der schmalen Rahmen fügen sich exakt in das Flächenschalter-Programm ‚LS 990‘, seit Jahrzehnten ein Favorit bei Architekten und Interior Designern.

Fast die gesamte Oberfläche nimmt das Touchdisplay ein. Mit einem betont monochrom-grafisch gestalteten Interface stellt es die diversen Raumfunktionen wie Szenenwahl oder Einstellung von Licht, Temperatur, Verschattung etc. bereit. Dass es sich tatsächlich um ein Farbdisplay handelt, zeigt sich lediglich bei Funktionen wie der Steuerung farbiger Leuchten – und daran, dass der Hintergrund auf jede Farbe der „Les Coleurs® Le Corbusier“ Palette abgestimmt werden kann, die es im Schalterbereich exklusiv bei Jung gibt.

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Foto: Schneider Electric

Merten: ‚M-Pure Ocean Plastic‘ Schalterserie

Mit einem CO2-neutralen Messestand auf der Light + Building demonstriert die Schneider Electric Gruppe, wie ernst ihr das Thema Nachhaltigkeit ist. Ein Highlight: Die Schalter und Steckdosen der Schneider-Marke Merten aus Ocean Plastic. In der Schalterserie ‚M-Pure Ocean Plastic‘ nutzt Merten als erstes Unternehmen der Branche den Kunststoff Akulon® RePurpose. Dieses besteht zu 50 % aus recycelten Fischernetzen.

Neben den nachhaltigen Materialien zeichnen sich die neuen Merten M-Pure Schalter und Steckdosen durch ein stilvolles schwarz mattes Design aus, das sich mit einer Vielzahl von Einrichtungsstilen kombinieren lässt. Außerdem werden alle Produkte plastikfrei verpackt – ein Beispiel, das gerne Schule machen darf.

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