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2016/ collections

Rijksmuseum Amsterdam
2016/ collections

Sechzehn Designer, zehn Porzellanmanufakturen, vier Jahrhunderte alte Handwerkstradition ergeben poetisches Design. Eine Ausstellung in Mailand gefolgt von Amsterdam.

Autorin: Katharina Feuer

Ohne Anmeldung ist es schwierig in Mailand, an den strengen Augen der vermeintlich undurchlässigen Front an Türhütern vorbei zu kommen. Man diskutiert, trollt sich oder hat Glück und trifft auf eine Designerin, in diesem Falle, die Münchner Schmuckdesignerin Saskia Diez, deren Objekte Teil der Ausstellung ‚2016/ collections‘ sind und wird plötzlich freundlichst durchgewunken. So passiert in Mailand während des Salone im Stadtteil Brera, am Abend der Vernissage. Saskia Diez rollt mit den Augen und bestätigt, dass sie diese ganze Aufregung um einen Namen auf der Liste sehr bemüht findet. Die Designer freuen sich über möglichst viele interessierte Besucher. Und so erhalten wir von ihr eine persönliche Einführung zum Anlass der Ausstellung ‚2016/ collections‘, die ab April auch im Rijksmuseum in Amsterdam zu sehen ist:
Die Präfektur Saga im Südwesten Japans weist eine 400 Jahre alte Tradition in der Porzellanherstellung vor. Um das Profil des dort ansässigen Herstellers Arita zu modernisieren und um die Handwerks- und Handelstradition zwischen den Niederlanden und Japan in Erinnerung zu bringen, bat man das niederländische Designerpaar Scholten & Baijings sowie den japanischen Designer Teruhiro Yanagihara gemeinsam ein Projekt auf die Beine zu stellen. Designer aus Europa, Amerika und Japan werden mitder traditionellen japanischen Porzellanhandwerkskunst zusammen gebracht. Sechzehn Designer nahmen die Einladung an, reisten nach Japan in zehn ausgewählte Manufakturen und erarbeiteten mit den Handwerkern vor Ort ihre Designideen und -objekte.
Saskia Diez entwarf Armreifen und Ringe aus Porzellan mit Schuppen der japanischen Tierwelt wie Drachen, Schlangen oder Fische. “Es bestand die Gefahr bei der Arbeit mit Porzellan ins Kitschige abzudriften”, gibt Diez zu bedenken und ist überzeugt eine gute Balance zwischen Tradition und Moderne gefunden zu haben. Spannend ist auch die Herstellungsweise, bei der die Farbe durch das Porzellan diffundiert. Nur Ratio hält davon ab, direkt ein Exemplar mitzunehmen.
Der Präsentation in Mailand folgt die Ausstellung ‚Arita Porcelain Today‘ im Amsterdamer Rijksmuseum mit den Entwürfen aus der ‚2016/ collections‘ von Ingegerd Räman (SE), Studio Wieki Somers (NL), BIG-GAME (CH), Christien Meindertsma (NL), Teruhiro Yanagihara (JP), Kirstie van Noort (NL), Tomás Alonso (GB), Christian Haas (DE), Shigeki Fujishiro (JP), Kueng Caputo (CH), Pauline Deltour (FR), Stefan Diez (DE), Scholten & Baijings (NL), Saskia Diez (DE), Leon Ransmeier (US), TAF (SE).
22. April bis 9. Oktober 2016

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