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Stefan Diez

Stefan Diez, Salone
Stefan Diez. Foto: Christian Geisselmann

Der Designer und Professor über den Salone
Stefan Diez

Zum zweiten Mal wurde der Salone verschoben. Der Designer Stefan Diez kann sich vorstellen im Herbst nach Mailand zu reisen, unabhängig vom Salone – denn die Stadt hat immer etwas zu bieten.

Wirkt sich die zweite Verschiebung des Salone für Sie als Designer auf Ihre Arbeit bzw. Auftragslage aus?

Stefan Diez: Natürlich verschieben sich durch die Absage einige Dinge und an manchen Stellen merkt man, dass das Tempo nicht so hoch ist wie gewohnt, aber es ist glücklicherweise kaum spürbar für uns im Studio.

Was macht den Salone aus? Was fehlt Ihnen?

Stefan Diez: Die Woche in Mailand ist immer eine der schönsten Wochen im Jahr. Es gibt viele sehr nette Abendessen, zum Teil zwei an einem Abend. Es gibt viel zu erzählen mit interessanten Menschen, die man das ganzen Jahr sonst nicht sieht. Die Stimmung ist eigentlich immer großartig. Es ist der Beginn des Frühjahrs in Mailand und allein dadurch herrscht eine sehr schöne Stimmung. Dann steht man bei der Bar Basso und versucht mit gefühlt 2000 Leuten, einen Drink zu bekommen. Am Ende dieser Woche ist man urlaubsreif, weil kaum Zeit für Schlaf bleibt. Der Salone ist längst weit mehr als Möbeldesign – ein interdisziplinäres Treffen der sogenannten Kreativen aus der ganzen Welt.

Ich bin gespannt auf den Herbst. Es wird hoffentlich ein einmaliger Salone werden, anders als alle andere. Ich freue mich darauf. Dieses Jahr belastet sicherlich alle auf der ganzen Welt und fügt vielen persönliche Schäden zu. Uns geht’s mit dem Studio glücklicherweise gut. Gerade in diesen Zeiten profitieren wir von unsere Hinterhofgemeinschaft und den zahlreichen angeschlossenen Studios. Ich darf mich nicht beschweren.

Unabhängig von den Umständen: Ich bin ein Fan der schönen Dinge, und das trifft für mich auch auf den Salone zu.

Hat er an Strahlkraft verloren?

Stefan Diez: Die Salone hat sich immer verändert und ist immer auch ein Lackmustest für die Branche. Nicht immer ändern sich Dinge zum Positiven. Trotzdem sollte man es sich anschauen. Und dann kann jeder für sich konkrete Rückschlüsse ziehen. Ich würde bei den Veränderungen jedenfalls gerne aktiv mit dazu beitragen.

Planen Sie, im Herbst nach Mailand zu reisen?

Stefan Diez: Klar fahren wir im Herbst dahin! Wenn es also zweimal hintereinander geht, hat man vielleicht etwas mehr Zeit für die ein oder andere Sache. Man könnte sich andererseits generell fragen, ob es nicht ausreicht, in Zukunft Messen alle zwei Jahre stattfinden zu lassen. Aber das ist ein anderes Thema.

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