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Letter from Los Angeles

Pip Tompkin – Süße Träume

Für Pip Tompkin heißt Design träumen. Wer die besten Träume hat, macht den Stich.

Vor 47 Jahren kamen die Beatles nach Amerika – und damit kamen die Briten. Seitdem tummeln sich hier immer wieder gerne “Mad Dogs and Englishmen”, von Kate Winslet bis David Hockney. Der neueste Import aus dem Vereinigten Königreich heißt Pip Tompkin; er hat sich in Los Angeles niedergelassen. Pip Tompkin hätte zwar mit diesem Namen auch beim Film Karriere machen können, aber tatsächlich er ist der Kopf eines Designer-Startups, das den Ehrgeiz hat, größer, besser und frecher zu sein.

Pip ist geprägt vom Industriedesign der Universität Northumbria in Newcastle Upon Tyne und des Royal College of Art in London. Nach einem kurzen Schlenker über Norwegen kam er in die Vereinigten Staaten. Inzwischen umfasst das eindrucksvolle Portfolio der Pip Tompkins Design Consultancy Namen wie Dell, Nokia, Motorola und Polycom. Tompkins hat ein kleines Team sehr kreativer Köpfe um sich versammelt. Ein Think Tank, der innovative Produkte, aber auch Markensprachen und strategische Visionen entwickelt, und dabei einer stark verinnerlichten Maxime folgt: Gestalten bedeutet träumen. Und wer am besten träumt, gewinnt.

Aber zurück zu den Beatles: “When I wake up early in the morning, lift my head, I’m still yawning. When I’m in the middle of a dream, stay in bed, float upstream.”

Pip Tompkin und seine Design-Eleven träumen ihre süßen Träume für Leute wie du und ich. Das Smartphone Nokia ‚7705 Twist‘ ist so ein Traum. Ein Traum, der bereits Wirklichkeit geworden ist: ein Handy mit Loch. Auf den ersten Blick mag man es zwar für einen schlechten Traum halten. Aber bei näherer Betrachtung müssen sogar die Kritiker zugeben, dass das Design hochintelligent ist: Ein durch das Loch gesteckter Bleistift bringt das Mobiltelefon in eine senkrechte Position.

Einfacher geht’s kaum und ergonomischer auch nicht. Angepeilt war eine junge Zielgruppe; Youngsters, die SMS-mäßig immer auf dem Laufenden sein müssen. Steht das Smartphone auf dem Schreibtisch, lässt sich die Message nunmehr blendfrei ablesen. Und zum Schreiben wird das Ding gedreht. Die jungen Leute sind verrückt danach. Beim Nokia ‚2228 CDMA‘ entwickelte Pip Tompkin die “Handy mit Loch”-Idee weiter.

Er verpackte sie in einen länglichen, schmalen Monoblock mit Öse, an der sich komfortabel ein Tragband befestigen lässt; Mit diesem Feature stellte er auf eine andere Zielgruppe ab. Denn für viele Verbraucher entwickeln sich Handys immer mehr zu Schmuckstücken. Das Handy in Variationen zeigt, in welch breitem Kontext Designer heute arbeiten müssen. Wenn sie ihren Träumen Zucker geben, entstehen Nebenprodukte für Ausstellungen und andere Events.

Zum Beispiel die Weihnachtsbaumlampe – ein gasbetriebener Kandelaber für die Festtage. Auf den Gemütszustand eines Designers wirkt es sich schon positiv aus, wenn er einmal ein nicht-kommerzielles Produkt aus reinem Spaß an der Freude kreieren darf. Der Fun-Faktor spielt in Pips Persönlichkeit eine große Rolle. Und sein Designstudio wird damit auch in Zukunft bei vielen Produkten die Nase vorn haben. Die Designertruppe um Pip Tompkin arbeitet professionell, verfügt über riesiges Talent, enormen Gestaltungswillen und kolossales Potenzial für Spitzenleistungen. Ihre kreativen Träume speisen sich aus einem inspirierenden Umfeld und einer allen Mitstreitern zu eigenen Weltoffenheit.

Das Frappierende an Beatles-Songs ist, dass sie jedes Mal frisch und neu klingen. Wie die Arbeiten von Pip Tompkin. Auch sie sind so unglaublich frisch. Das muss an den Träumen liegen.

md-Korrespondent Ingo Werk berichtet aus Los Angeles

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