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Einsatz des Tools von Wilkhahn als Planungskompass

Das Tool 'Human Centered' unterstützt die Konzeption von Begegnungsräumen
Kompass für Büroplaner

Durch mobile Arbeitsformen rückt die Zusammenarbeit der Beschäftigten in den Fokus der Bürogebäude. Das Konzept ‚Human Centered Workplace‘ setzt auf Begegnungsräume und Kooperation. Als Tool hilft es beim Planungsprozess mit den Auftraggebern.

Autor: Burkhard Remmers

Die mobile Büroarbeit ist seit der Corona-Pandemie zu einer etablierten Option geworden. Doch auch das beste Homeoffice kann eine gemeinschaftliche Stimmung und Atmosphäre, spontanen Austausch und zufällige Begegnungen nicht ersetzen. Also genau das, was in den anstehenden Veränderungsprozessen dringend gebraucht wird.

Deshalb sind gerade jetzt Innenarchitekten und Architekten besonders gefragt, damit die Büroräume ihre Vorteile gegenüber anderen Arbeitsplatzoptionen entfalten können. Um vom Beginn der Planung an die wesentlichen Fragestellungen im Blick zu haben, hat der Büromöbelhersteller Wilkhahn das Konzept ‚Human Centered Workplace‘ entwickelt.

Raumkonzepte mit Zukunft

Im Vorfeld hatte das Unternehmen aus vielen internationalen Fallbeispielen, Studien und Artikeln zum Wandel der Arbeitswelten die Fragen herausgefiltert, die von Auftraggebern weltweit und quer durch die Branchen gestellt werden: Wie trägt die Arbeitsweltgestaltung dazu bei, die gesuchten Talente und Fachkräfte zu finden und zu binden?

Wie können Räume die Innovationskraft und Veränderungsfähigkeit stärken? Wie erhalten sie Gesundheit und Arbeitsfähigkeit? Und wie sehen wirtschaftliche Raumkonzepte aus, die darüber hinaus auch Zukunftsverantwortung vermitteln?

Als Antwort darauf basiert das Konzept von Wilkhahn auf vier Dimensionen, die vom Erstgespräch über die Entwurfsphasen bis zur Umsetzung berücksichtigt werden müssen: Gesundheit und Wohlbefinden, Kollaboration, Identität sowie Sinnstiftung. Weil alle Parameter miteinander verbunden sind, ist es wichtig, von Anfang an ein gemeinsames Verständnis darüber zu entwickeln, welche Ziele in den vier Dimensionen erreicht werden sollen.

Größere Planungssicherheit

So können Innenarchitekten und Architekten im Planungsverlauf immer wieder darauf zurückgreifen. Das sorgt für deutlich mehr Planungssicherheit und reduziert zeitintensive Iterationsschleifen und nervenaufreibende Geschmacksdiskussionen.

Vor allem versteht der Auftraggeber durch dieses Vorgehen, warum der Arbeitsraum nach den Faktoren Mensch und Technologie die „dritte Intelligenz“ der Wertschöpfung ist. Wenn die Performance der Räume in den Mittelpunkt rückt, relativieren sich auch die leidigen Budgetdiskussionen. Denn eine Raumgestaltung, die dabei unterstützt, effizienter und produktiver zu arbeiten, bietet den größten Hebel für eine verbesserte Wirtschaftlichkeit.

Des Weiteren kann ein Unternehmen heute nur dann die Fähigkeiten und das volle Engagement der Mitarbeiter gewinnen, wenn die Räume Gesundheit und Wohlbefinden steigern, die Zusammenarbeit verbessern, Klarheit und Orientierung bieten. Zudem sollen die Räume nicht nur hocheffizient sein, sondern auch Sinnstiftung transportieren.

Werden diese Grundlagen konsequent verfolgt und die Planungsschritte an ihnen überprüft, entstehen die heute erforderlichen kooperationsfördernden Räume.

Virtuelles Gebäude

Damit man sich im Erstgespräch eine solche Arbeitswelt konkret vorstellen kann, hatte Wilkhahn das Münchener Studio 1zu33 beauftragt, auf Basis der vier genannten Perspektiven ein virtuelles Gebäude zu entwickeln.

Die für einen fiktiven Verlag als Auftraggeber gestaltete Arbeitswelt befindet sich im Kopenhagener Stadtteil Nordhavn, der als Labor für eine städtebauliche Transformation gilt, in der Leben und Arbeiten zusammenrücken.

Damit lässt sich das Modell der Initiatoren als räumliche Antwort auf die wesentlichen Treiber der Veränderungen in der Arbeitswelt verstehen – Digitalisierung, Klimawandel, globaler Wettbewerb, Urbanisierung und das Megathema Gesundheit.

Zehn Schlüsselszenarien

In zehn Schlüsselszenarien werden im von Wilkhahn initierten virtuellen Gebäude ‚Human Centered Workplace‘ das Zusammenspiel und die wechselseitige Beeinflussung der Dimensionen verdeutlicht. Dabei geht die Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden über die Themen Infektionsschutz, Hygiene und die Reduktion von Störfaktoren hinaus.

Die Gestaltung der Räume umfasst Bewegungsförderung, bietet Freiräume für die selbstbestimmte Veränderung der Settings, geht auf die individuellen Bedürfnisse nach Offenheit und Abschirmung ein, zeugt von hoher Wertschätzung des Einzelnen und thematisiert die Ernährung in der Gemeinschaft.

Gleichzeitig rücken diese Raumqualitäten die unterschiedlichen Formen der Zusammenarbeit in den Mittelpunkt. Arbeitsplatzbereiche lassen sich flexibel auch für die Projektarbeit nutzen und die Mittelzone wird zur selbstorganisierten Bühne für Workshops und Pop-up-Konferenzen.

Räume für formelle Besprechungen wechseln mit offenen Nischen für spontane Stand-up-Meetings. Verglaste Kabinen dienen als Rückzugsräume und für Videokonferenzen.

Räume auch für Externe

Die auch extern buchbaren Seminar- und Innovationsräume docken an Terrassen als Lernzonen an und die Cafeteria mit ihrer Tribüne für Autorenlesungen sucht den informellen „Reality-Check“ mit der Leserschaft.

Dabei sind die Identität des Unternehmens und die des Ortes eng verbunden: Für das virtuelle Gebäude wurde der Bestand einer ehemaligen Lagerhalle genutzt, in die eine Altarstruktur eingestellt wurde.

Das öffentlich und halböffentlich nutzbare Erdgeschoss ist farblich auf den Außenraum abgestimmt. Die internen Räume auf dem Galeriegeschoss vermitteln das Corporate Design des Verlags. Das zeigt, wie es gelingen kann, auch in der atmosphärischen und funktionalen Vielfalt der neuen Arbeitswelten Klarheit und Orientierung zu vermitteln.

Flexibel und verdichtet

Der Dialog mit der Öffentlichkeit, der nachhaltige Umgang mit dem Bestand, der Einsatz regenerativer Materialien, die funktionale, langlebige Ausstattung und ein Raumkonzept, das sich hochflexibel und verdichtet bespielen lässt – all das ist nicht nur kosteneffizient, sondern vermittelt nach innen und außen eine verantwortungsvolle, zukunftsorientierte Haltung.

Mit der methodisch ganzheitlichen Vorgehensweise und der Visualisierung eines beispielhaften, virtuell erstellten Projekts bietet Wilkhahn handfeste Anregungen für die Umsetzung einer zukunftsfähigen Bürowelt. Dabei geht die digitale Projektion über eine bloße Visualisierung schöner Bilder hinaus: Sie bietet die Möglichkeit, solche Räume später mit Virtual-Reality-Technologien zu erleben und dann für die Auftraggeber und mit ihnen gemeinsam zu modifizieren.

Zum Video-Fachvortrag von Burkhard Remmers, Leiter Internationale Kommunikation der  Wilkhahn Wilkening+Hahne GmbH+Co.KG, über das Tool  auf md-mag.com
Zur Website von Wilkhahn

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