Home » News » Ausstellungen »

Designgeschichte: Deutsches Design

Designgeschichte: Deutsches Design 1949–1989 – Ausstellung im Vitra Design Museum
Zwei Länder, eine Geschichte

DDR-Design aus billig-buntem Plastik, kühler Funktionalismus in der BRD: Solchen Klischees will die Ausstellung ‚Deutsches Design 1949–1989. Zwei Länder, eine Geschichte‘ 30 Jahre nach dem Fall der Mauer einen differenzierten Blick entgegen setzen. Sie zeigt Parallelen, Querbezüge, Unterschiede und vergleicht.

Das ist Designgeschichte: Legendäre Alltagsobjekte wie das DDR-Volksauto ‚Trabant‘ (1958) oder die ‚Schneewittchensarg‘-Stereoanlage (1956) sind in der Ausstellung im Vitra Design Museum ebenso zu sehen wie Neuentdeckungen und Raritäten, etwa Luigi Colanis skulpturaler Schlaufensessel ‚Poly-COR‘ (1968).

Der Blick fällt auf Protagonisten wie Dieter Rams, Egon Eiermann, Rudolf Horn oder Margarete Jahny, aber auch auf prägende Hochschulen oder das Erbe des Bauhauses. Zum ersten Mal entfaltet die Ausstellung damit ein großes Panorama der deutsch-deutschen Designgeschichte der Nachkriegszeit und macht deutlich, wie eng Design und Zeitgeschichte, Alltagskultur und weltpolitischer Kontext im Deutschland des Kalten Krieges verflochten waren.

Konkurrierende Systeme

Nach einer Einleitung erzählt die Ausstellung ‚Deutsches Design 1949–1989. Zwei Länder, eine Geschichte‘ die deutsch-deutsche Designgeschichte in chronologischer Abfolge. Sie beginnt im Jahr 1949.

Mit dem Bau der Berliner Mauer ab dem 13. August 1961 wurde eine strikte Trennung zwischen DDR und BRD etabliert. Während einige deutsche Unternehmen und Designer zuvor noch grenzüberschreitend gearbeitet hatten, wurde Design nun endgültig zum Schauplatz zweier politisch konkurrierender Systeme.

Annäherung und Doppelausstellung

Mit Willy Brandts Ostpolitik begann in den 1970er Jahren eine Annäherung zwischen den beiden deutschen Staaten, die 1989 im Fall der Mauer gipfelte. Das Design in Ost und West spiegelte in dieser Phase ein zunehmend kritisches Bewusstsein wider. Es kam sogar zu einer grenzüberschreitenden Doppelausstellung, bei der die BRD 1984/85 ihre Entwürfe in Ost-Berlin präsentierte, während Design aus der DDR 1988 in Stuttgart zu sehen war.

Designgeschichte auf Augenhöhe

Nach dem Fall der Mauer 1989 wurden große Teile der DDR-Industrieproduktion »abgewickelt« und es verschwanden viele der Produkte, die den Alltag in der DDR geprägt hatten. Die Ausstellung ‚Deutsches Design 1949–1989. Zwei Länder, eine Geschichte‘ stellt das Design von DDR und BRD bewusst auf Augenhöhe gegenüber und ruft damit auch weniger bekannte Kapitel deutscher Designgeschichte in Erinnerung.

Deutsches Design 1949–1989. Zwei Länder, eine Geschichte

Vitra Design Museum, Charles-Eames-Straße 2, 79576 Weil am Rhein, Germany

Bis 5. September 2021

Webseite des Museums

Die Publikation zur Ausstellung ist im Online-Shop erhältlich.

Nach der Präsentation im Vitra Design Museum in Weil am Rhein (20.03.2021 – 05.09.2021) wird die Ausstellung im Kunstgewerbemuseum, Staatliche Kunstsammlungen Dresden (15.10.2021 – 20.02.2022) gezeigt.

Weitere Ausstellungen finden Sie hier

Anzeige
Top-Thema
Küchenplanung
Küchenplanung für alle Sinne: Wie die Umgebung den Gaumen beeinflusst
Das Ohr isst mit
Anzeige

Neueste Beiträge
Titelbild md 8
Ausgabe
8.2021 kaufen
EINZELHEFT
ABO

Architektur Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Architektur-Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Medien GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum arcguide Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des arcguide Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de