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Treff Marktplatz

Interview mit Carlo André, Interiordesigner
Treff Marktplatz

Für den wachsenden Mittelständler Bachmann stehen die Mitarbeiter im Mittelpunkt. Um ihnen eine produktive und angenehme Arbeitsumgebung zur Verfügung zu stellen, bat man den Gestalter Carlo André, den Erweiterungsbau zu begleiten und bis hin zu kleinen Details zu betreuen.

 Vor sechs Jahren hatten Sie das Erdgeschoss der Firma Bachmann gestaltet. Was war der Grund für den jetzigen Umbau?
André: Der Bauherr wünschte sich ausdrücklich, die damalige Konzeption fortzuführen und in den Neubau zu transferieren. Die Idee, einen Marktplatz zu schaffen, stand dabei im Vordergrund. Es waren Zonen für Gespräche gefragt, die man auch nach Feierabend nutzen kann. Zudem benötigte die Firma weiteren Platz für Besprechungen und interne wie externe Schulungen. Das Gleichstrom-Rechenzentrum, auf das man besonders stolz ist, sollte inszeniert werden und last but not least sollte man die Produkte Bachmanns im Einsatz erleben können.
Wie haben Sie die vielseitigen Anforderungen umgesetzt?
Das bereits vorhandene Thema der Deckengestaltung mit einem übergroßen kreisförmigen Ausschnitt und offenen Schattenfugen griff man im Anbau wieder auf, ebenso wie die gekrümmten Wandflächen. Blickachsen sind ein zentrales Thema: Der Besucher soll die Tiefe des Raumes erfassen können – und das in alle Richtungen. Ein Bus-System steuert das Licht und sorgt für die passende Beleuchtung, je nach Raumnutzung und Tageszeit. Softe Materialien, perforierte Decken, Vorhänge und Bezüge sorgen für die notwendige Schallabsorption und eine angenehme Raumakustik. Sie stellen einen spannenden Kontrast zu den teils roh belassenen Betonflächen dar.
Wurden Wünsche der Mitarbeiter berücksichtigt?
Ja, unbedingt. Die Mitarbeiter werden im Unternehmen von jeher stark einbezogen. Es gab vor und während der Planungsphasen immer wieder Besprechungen und Einflussmöglichkeiten durch die Mitarbeiter.
Funktioniert der Marktplatz?
Fragen Sie nach! Ich bin mir sicher, dass die Räume ihre Aufgabe sehr gut erfüllen. Mittags sieht man Mitarbeiter an den Tischen sitzen, die gemeinsam Pause machen. Jubiläen und andere Feste finden hier regelmäßig statt.
Welche Details sind für ein funktionierendes Open Space wichtig?
Es muss offene Flächen, aber auch Rückzugsmöglichkeiten geben. Wohnlich gestaltete Flächen und Lounge-Bereiche helfen die Atmosphäre aufzulockern und die Räume zu zonieren. Auch die Akustik spielt eine wichtige Rolle. Es darf sich keiner durch die Lautstärke im Raum gestört fühlen. Die Disziplin der Mitarbeiter setzt der Open Space voraus.
Das Interview führte Katharina Feuer

Zur Person
Nach einer Handwerkslehre und seiner Ausbildung zum staatlich geprüften Möbel- und Innenraumgestalter sammelte Carlo André Erfahrungen in verschiedenen Innenarchitekturbüros, bevor er sich 1998 als Interiordesigner selbstständig machte. Der handwerkliche Background erlaubt ihm, das frei Gestaltete auch stets auf Machbarkeit und Finanzierbarkeit zu überprüfen. Im Laufe seiner Tätigkeit konnte er unzählige Projekte für private und gewerbliche Bauherren realisieren. Davon zählen unter anderem: An- und Umbauten, Arbeitsplatzgestaltung, Showrooms, Ladengeschäfte, Foyers und Messestände.
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