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Space Ship

Installation von Markus Heinsdorf
Space Ship

Der Künstler Markus Heinsdorf entwickelte in Zusammenarbeit mit dem low cost lab des Lehrstuhls für Baukonstruktion der Technischen Universität München ein ‚Low Cost House‘, das er Space Ship nennt. Das Leichtbauobjekt ankert auf dem Starnberger See beim Buchheim-Museum.

Vor einigen Tagen ‚landete‘ ein Schiff auf dem Starnberger See. Der Künstler Markus Heinsdorf entwickelte das ‚Low Cost House‘, das er Space Ship nennt in Zusammenarbeit mit dem low cost lab des Lehrstuhls für Baukonstruktion der Technischen Universität München. In der Nähe des Buchheim-Museums, das Heinsdorf zur Unterstützung seiner Aktion bewegen konnte, liegt das Schiff vor dem Museum vor Anker und kann per Ruderboot erreicht und besichtigt werden.

Weder handelt es sich bei der Installation um ein Raumschiff, noch um eine Arche Noah, wobei Letzteres der Sache schon näher kommt: Das Space Ship ist ein Leichtbauhaus auf dem Wasser, das in Überschwemmungsgebieten zum Einsatz kommen kann. Mit steigendem Wasserstand hebt sich das Bauwerk und ermöglicht so das (Über-)Leben auf dem Wasser.

Es ist autark und mit allem ausgestattet, was man zum Leben braucht: ein Gaskocher, eine Solardusche, ein Wohnbereich im Erdgeschoss sowie ein Schlaf- und Arbeitsraum mit Aussichtsplattform im ersten Stock.

Das schwimmende Gebilde lagert auf 16 leeren Stahlfässern. Alle anderen Baumaterialien erhält man in jedem Baumarkt. Der Gemüse- und Kräutergarten befindet sich auf einem Beiboot.

In der vermeintlichen Spaß-Aktion auf dem See steckt Zukunftspotenzial, das angesichts zunehmender Naturkatastrophen von Nutzen sein kann: ein Leichtbau aus Low-Cost-Materialien, der selbst in armen Regionen herstellbar ist.

Im August wohnt der 63-Jährige Installations-Künstler an den Wochenenden auf seinem Space Ship und empfängt Besucher, die Interesse an seinem Leichtbauobjekt haben. Es soll ein Denkanstoß in Zeiten des Klimawandels sein – Prototyp, Skulptur und Space Ship mit praktischem Nutzen.

Der Künstler Markus Heinsdorf schafft Kunst, die sich nützlich macht – freilich ein Widerspruch in sich. Heinsdorf`s Kunstverständnis richtet sich seit Jahren immer mehr darauf aus, nützliche Objekte zu erschaffen. Dazu gehört ein Turm aus Plastikflaschen, die das Meer in Kapstadt angeschwemmt hat oder auch das autarke Kraftwerk‚Rotor’, das überall eingesetzt werden kann, wo Wasser vorhanden ist. Natur und Raum sind zentrale Themen in der Kunst von Markus Heinsdorf.

Das Space Ship ist noch bis zum 6. Oktober zu sehen.

www.heinsdorff.de

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