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w:architekten, Bürobau in Freudenstadt, Mehrkomponentenbeleuchtung.

Bürogebäude von w:architekten in Freudenstadt
Wenn Architekten für sich selbst entwerfen

Das Projekt von w:architekten zeigt: Büroraum schaffen – das bedeutet heute Arbeitsprozesse und Hierarchien analysieren, Orientierungspunkte, Rückzugsmöglichkeiten und Kommunikationszentren gestalten, Unternehmensidentitäten ausdrücken.

Autor Martin Krautter

Diese Vision, Arbeitswelten anstelle von Arbeitsplätzen zu entwerfen, haben Mathias Walter und Jörg Wörner, zusammen w:architekten, mit ihrem Neubau umgesetzt. In Freudenstadt im Schwarzwald, dem Sitz des Büros mit inzwischen 16 Mitarbeitern, fand sich dafür ein passendes Areal – verkehrsgünstig direkt am Stadtbahnhof gelegen.

Mit Projekten für Unternehmen wie Hansgrohe oder Häfele sammelten Walter und Wörner von w:architekten bereits Erfahrungen im Industrie- und Bürobau. Die Office-Flächen fürs eigene Team überzeugen nicht nur als modernes Raumkonzept, sondern auch mit durchdachter Organisation und Beleuchtung.

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Foto: © Steffen Schrægle Photography, Hallwangen

Offen zur Stadt

Mit einer traditionellen Giebelkontur nach Westen erweist der Neubau von w:architekten seinem Standort Reverenz: der quadratisch organisierten Planstadt Freudenstadt, deren Bild von historischen, spitzgiebligen Häuserzeilen geprägt ist. Weniger traditionell: Die Fassade aus Holzlamellen – und die großzügige Verglasung des Giebels, die tiefe Aus- und Einblicke ermöglicht. Das von innen strahlende, behagliche Licht gibt der strengen Kubatur Wärme.

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Foto: © Fotografie Frei, Ostfildern

Unter einem Dach

Für ihr Büro schufen w:architekten im Ober- und Dachgeschoss offene, inspirierende Raumstrukturen. Herzstück ist ein imposanter Galerieraum: Seine voll verglaste Westfront sorgt für natürliche Beleuchtung und eine Sichtverbindung mit der Außenwelt. Die Raumzonen, die nach den unterschiedlichen Anforderungen heutiger Büroarbeit gegliedert und beleuchtet sind, bilden ein fließendes Kontinuum.

w:architekten
Zeichnung: w:architekten
w:architekten
Zeichnung: w:architekten

Schnitt Dach

Grundrisse und Längsschnitt verdeutlichen, wie die Dachform vom Sattel- zum Flachdach übergeht. Aus der Schnittfläche bildet sich als weitere Attraktion des Gebäudes der großzügige Dachgarten. Im Keller ist eine Tiefgarage untergebracht, im Erdgeschoss die Büros einer Krankenkasse. Der Ostteil des Obergeschosses beherbergt weitere Büros und Praxen, der Westteil das Büro von w:architekten.

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Foto: © Fotografie Frei, Ostfildern

w:architekten: Transparenz fürs Team

Ein Farbkonzept mit einheitlich dunkelgrauen Einbauten, Verkleidungen und Details lässt einzelne Elemente in naturfarbenem Holz umso klarer hervortreten. Auch die Beleuchtung ist sparsam, aber akzentuiert: An der Küchenzeile des Besprechungsraums übernehmen Strahler die Grundbeleuchtung.

Der Besprechungstisch selbst wird von zwei Ringleuchten erhellt. Ihr indirekter Lichtanteil hellt die Decke auf und mildert Kontraste. Die Glasfront zur Dachterrasse lässt Tageslicht in den Besprechungsraum und durch transparente Trennwände bis tief in das Gebäude strömen.

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Foto: © Steffen Schrægle Photography, Hallwangen

Unter freiem Himmel

Ihren ganzen Zauber als erweiterter Arbeits- und Lebensraum für das Team von w:architekten entfaltet die Dachterrasse bei Dunkelheit: Mit einer professionell geplanten Mehrkomponentenbeleuchtung. Die Wände werden als Raumgrenzen illuminiert, Bodeneinbauleuchten beleuchten Pflanzen und Büsche, Streiflicht setzt die Rasenfläche in Szene.

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Foto: © Fotografie Frei, Ostfildern

Licht modelliert Beton

Treppenhäuser und Erschließungsflure sind wiederum in Sichtbeton und dunkelgrauen Verkleidungen ausgeführt. Hier dient das gerichtete Licht von Strahlern an Punktauslässen dazu, die Tektonik der Betonelemente zu modellieren und ihre Oberflächen zum Leben zu erwecken. Im Luftraum zieht eine ringförmige Pendelleuchte den Blick auf sich. An dem Ring montierte Punktstrahler setzen effektvolle Akzente.

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Foto: © Fotografie Frei, Ostfildern

Rhythmus für die Wand

Das ansonsten schmucklose Treppenhaus entfaltet seine Raumwirkung rein durch seine Proportionen und eine Beleuchtung, die den kubischen Formen mit ihren Lichtkegelanschnitten eine organische Rhythmik hinzufügt. Hier wie überall im Gebäude reflektiert und streut der helle Betonboden das Licht – das sorgt für ausreichend diffuse Grundhelligkeit.

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Foto: © Fotografie Frei, Ostfildern

Spot auf mutige Farbakzente

Der Verzicht auf eine klassische Allgemeinbeleuchtung erleichtert es, einzelne Zonen oder Objekte im Raum mit Licht hervorzuheben – so wie diesen textilen Farbtupfer in Gestalt eines raumakustisch wirksamen Sitzmöbels für informelle Besprechungen bei w:architekten. Die eingesetzten Strahlerleuchten bieten hohen Blendschutz, zugleich ermöglichen sie, flexibel auf Veränderungen im Bürolayout zu reagieren.

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Foto: © Fotografie Frei, Ostfildern

Boden als Reflektor

Auch im Besprechungsraum wirkt der durchgängige helle Betonboden wie ein diffuser Reflektor der direkten Beleuchtung. Die erfolgt hier durch zwei Komponenten: zum einen die dekorative, abgependelte Ringleuchte direkt über dem Tisch, zum anderen die kompakten, in das Akustiksegel integrierten Einbaustrahler zur Beleuchtung der Raumperipherie.

Fakten

Bauherr: w:immobilien, Freudenstadt

Architektur: w:architekten, Freudenstadt

Leuchten: Delta Light GmbH, Übach-Palenberg

Standort: Freudenstadt, Hindenburgstraße

Gesamtnutzfläche: 3 000 m²

Fertigstellung: 2019

Produkte: Strahler ‚Boxy‘, Strahler ‚Spy On‘, Pendelleuchte ‚Superloop‘, Pendelleuchte ‚Super-OH!‘, Einbaustrahler ‚Diro‘, Wandstrahler ‚Kix‘, Würfelleuchte ‚Striper‘: alle Delta Lighting.

www.warchitekten.de

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