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Verwaltungsgebäude mit modularem Konzept

Verwaltungsgebäude von Testo
New Work in Titisee

Beim Neubau des Messgeräteherstellers Testo SE & Co. KGaA übernehmen Architektur und Bürogestaltung eine wichtige Rolle. Sie bringen eine digitale Arbeitskultur und die Verbundenheit mit der Region unter einen Hut. Hier wird New Work praktiziert

Autorin: Gabriele Benitz

Umgeben von einem idyllischen Bergpanorama präsentieren sich die neuen Verwaltungsgebäude der Testo SE & Co. KGaA modern und selbstbewusst. Die beiden polygonalen, teilweise geknickten und nach außen geneigten Baukörper bilden einen Kontrast zur Landschaft, stellen mit der Kirchheimer Muschelkalkfassade aber eine Verbindung zur Natur her. Entworfen hat das Ensemble das Freiburger Architekturbüro Sacker.

Hightech trifft auf Schwarzwaldidylle

Wäre nicht die grandiose Natur vor den Bürofenstern in Titisee, wähnte man sich in einem urbanen Hightech-Unternehmen. Welchen Anforderungen an die Büroarbeit bestehen, fasst Matthias Gollrad zusammen. „Ich plane seit den 1990er-Jahren die Büros von Testo SE & Co. KGaA, aber in den letzten fünf Jahren haben sich die Anforderungen so radikal verändert, dass wir für das neue Gebäude ein komplett neues, flexibles Bürokonzept im Sinne des New Work erstellt haben.“

Es ist ausgerichtet auf eine digitale und kreative Projektarbeit und damit für eine Arbeitskultur, die Innovationen fördert, den Charakter des Unternehmens widerspiegelt und die Gesundheit der Mitarbeiter sicherstellt, betont der Geschäftsführer des Möbelhauses Gollrad aus Titisee.

Mobiliar für neue Arbeitsformen

In den Räumen, die in Zonen unterteilt sind und offene Durchblicke gewähren, stammen alle Möbelsysteme von König + Neurath. „Das Mobiliar sollte für New Work geeignet und völlig frei miteinander kombinierbar sein“, beschreibt Testos Facility Manager Roman Müller das Konzept.

New Work
Zonen für Kollaboration und Rückzug auf der offenen Fläche. Foto: König + Neurath

Gestaltet wurden drei Arbeitsplatzvarianten: fest zugewiesene Arbeitsplätze, non-territoriale Ansätze und eine Mischform aus beiden Lösungen. „Alle Elemente sind miteinander kombinierbar und machen agiles Arbeiten möglich.“

Naturtöne und warme Farben

Um die Raumgestaltung auf die Bedürfnisse der Belegschaft anzupassen, haben Abteilungsleiter die Planung begleitet und das passende Konzept für New Work ausgesucht. Die Farbwahl des eigenen Bürostuhls wurde allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern selbst überlassen.

So entsteht ein Bild der Vielfalt, das die Arbeitskultur widerspiegelt. „Die Farbwahl generell ist“ so Gollard „eine Referenz an den Schwarzwald – mit Naturtönen, warmen Farben und harmonischen Kombinationen.“

Akustische Maßnahmen

Auch die Akustik spielte eine besondere Rolle: Bauseitig wurden Maßnahmen in Decke, Wänden und Fußboden ergriffen, um die Raumakustik zu optimieren und Geräusche zu dämpfen. Dazu kamen Baffeldecken zum Einsatz – Deckensysteme, deren akustisch wirksame Elemente von der Rohdecke abgehängt werden. Zudem ist die Holzverkleidung der Wände an vielen Stellen perforiert, was den Schall zusätzlich dämpft. Zuletzt wurden im Fußboden unter dem Teppich Tiefenabsorber verbaut.

Möbel verbessern Raumakustik

Das Mobiliar von König + Neurath trägt ebenfalls zur Optimierung der Raumakustik bei. So wurden perforierte Schiebetüren in den Stauraumelementen ‚Acta.Plus‘ einsetzt. Stoffbespannte, akustisch wirksame ‚Flyby‘-Paneele zwischen den Schreibtischen reduzieren die Schallübertragung und verbessern die akustische Feinabstimmung am Arbeitsplatz. Des Weiteren schirmen seitliche, stoffbespannte Paneele an den Schreibtischen zu den Laufwegen ab.

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Die Wände der Polsterelemente des Soft-Seating-Programms ‚Net.Work.Place Organic‘ dienen neben der akustischen Wirksamkeit als Sichtschutz. Foto: König + Neurath

In den Kommunikationsbereichen stehen Polsterelemente des Soft-Seating-Programms ‚Net.Work.Place Organic‘ und Lounge-Chairs ‚Net.Work.Place‘. Sie absorbieren besonders gut mittlere und hohe Frequenzen und tragen zur Senkung des allgemeinen Geräuschpegels bei. Die Polsterwände dienen neben der akustischen Wirksamkeit als Sicht- und Lärmschutz.

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Die Lounge-Chairs ‚Net.Work.Place‘ im Testo-Neubau absorbieren besonders gut mittlere und hohe Frequenzen. Foto: König + Neurath

Konzentrierte Denkarbeit

Deshalb eignen sich diese Lounge-Chairs für konzentrierte Denkarbeit im Open Space. Bei Testo sind diese kokonartigen Arbeitsplätze im Sinne des New Work häufig vor den großen Panoramafenstern mit Blick ins Grüne platziert. Roman Müller dazu: „Hier kann ich wahlweise arbeiten, entspannen oder kommunizieren – und gerade diese vielfältige Nutzung möchten wir fördern.“

Fakten:
Projekt: Neubau des Messgeräteherstellers Testo SE & Co. KGaA
Standort: Celsiusstraße 2, 79822 Titisee-Neustadt
Architekt: Architekturbüro Sacker, Freiburg
Bauaufgabe: Verwaltungsgebäude mit einer 3500 m² großen Büro- und einer 1400 m² umfassenden Ausstellungsfläche. Ebenso ist darin ein 930 m² großes Konferenzzentrum untergebracht.
Produkte: Stauraumelemente ‚Acta.Plus‘, akustisch wirksame ‚Flyby‘-Paneele, ,Soft-Seating-Elemente ‚Net.Work.Place Organic‘ und Lounge-Chairs ‚Net.Work.Place‘.

Zur Website von König + Neurath
Projekt Testo mit Feco-Trennwandsystemen auf md-mag.com

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