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Zukunftsstadt

Zukunftsstadt in Heidelberg von KCAP
Dynamischer Masterplan

Der Heidelberger Gemeinderat bewilligt den dynamischen Masterplan für die Umsetzung der Zukunftsstadt ‚Patrick-Henry-Village‘. Das zweite visionäre Projekt nach der Bahnstadt in Heidelberg soll als ein ökologisches und sozial nachhaltig gestaltetes Musterquartier den Städtebau im 21. Jahrhundert präsentieren.

Während in Stuttgart die Zeiträume für die Bebauung der durch den Bahnhofsumbau frei werdenden Gleisfelder plötzlich in Jahrzehnten gerechnet werden, erhält die Umsetzung der Zukunftsvision für das Patrick-Henry-Village in Heidelberg nach nur 5 Jahren seit der ersten Ideenfindung grünes Licht durch den Gemeinderat Heidelbergs.

Der dynamische Masterplan für eine Zukunftsstadt soll gemeinsam mit Partnern und der Internationalen Bauausstellung (IBA) Heidelberg realisiert werden.

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Der Dynamische Masterplan bildet die Grundlage für die weitere Entwicklung des Patrick-Henry-Village. Foto: IBA Heidelberg/© KCAP

Städte von morgen müssen anders geplant werden

„Städtebau im 21. Jahrhundert muss vielfältiger sowie ökologisch und sozial nachhaltiger gestaltet werden als bisher. Mit der PHVision möchten wir einen Weg weisen, wie das gelingen kann“, so Prof. Michael Braum, geschäftsführender Direktor der IBA Heidelberg, die den Planungsprozess koordiniert.

„Statt einem ‚Höher, Schneller, Weiter, Teurer‘ haben wir im Masterplan wertvolle Ansätze für den Schutz vor Risiken und vor sich wandelnden Rahmenbedingungen herausgearbeitet. Wir freuen uns sehr, dass nun die Realisierung des IBA-Leuchtturmprojektes beginnen kann!“

Rund 10 000 Menschen sollen in der neuen Wissensstadt zukünftig wohnen, 5 000 ihren Arbeitsplatz haben.

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Foto: IBA Heidelberg/© KCAP

Vitaler, heterogener, grüner

Der Leitgedanke des neuen resilienten Stadtteils: vitaler, heterogener, grüner. Auf der 100 Hektar großen Konversionsfläche mit zeitgemäßen Wohn- und Arbeitswelten, innovativen Freiraum- und Mobilitätskonzepten soll mit einer klimaneutralen Energieversorgung sowie dem intelligenten und gesellschaftlich verantwortlichen Einsatz digitaler Technologien Antworten auf drängende Zukunftsfragen gegeben werden.

Fünf Quartierstypen mit unterschiedlichen Identitäten entstanden in der Planung. Oftmals mischen sich Neu- und Bestandsbauten der US-amerikanischen Wohnsiedlung.

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„Vitaler, heterogener, grüner“ ist der Leitgedanke des neuen resilienten Stadtteils. Foto: IBA Heidelberg/© KCAP

Dynamischer Masterplan und ganzheitlicher Ansatz

Um einen zentralen Park mit einem See für das Wassermanagement im Zentrum soll eine Vielfalt in der Architektur und bei der Nutzung von Gebäuden gewährleistet sein. Ziel ist es, die Produktion von Nahrungsmitteln und Energie direkt im Quartier zu generieren. Der öffentliche Raum bleibt stellplatzfrei und fußgängerfreundlich dank der Quartiersgaragen.

Die ehemalige Ringstraße wird als ‘Parkway‘ mehrfach genutzt: als Verkehrsraum und Park zugleich. Auch neuartige sektorenübergreifende städtische Betreibermodelle sind angedacht.

„Unser Ziel war und ist es, einen in allen Belangen nachhaltigen, zukunftsweisenden und lebenswerten Wohn- und Arbeitsort zu entwerfen. Das ist uns dank eines komplexen Innovationsprozesses gelungen, in den ambitionierte Partner aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft eingebunden waren“, fasst Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck zusammen.

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Foto: IBA Heidelberg/© KCAP

Instrumentenbaukasten statt Planung vom Reißbrett

Nach dem Abzug der US-Armee hat sich die Chance ergeben, diesen Stadtteil komplett neu zu entwickeln. Es soll ein einmaliges Ergebnis mit Vorbildcharakter sein. Um das zu erreichen, wurde ein über 120 Seiten langer Bericht erarbeitet. Daran wirkten internationale Expertenteams und unter experimenteller Beteiligung von Verwaltung und Bürgern mit. Das Konzept für die Zukunftsstadt bleibt bewusst offen für die Anforderungen von morgen.

„Neben der Gestaltung von innovativen Gebäudetypologien, Freiraumlösungen und technischen Infrastrukturen befasst sich der Dynamische Masterplan mit Umsetzungsstrategien, Betreibermodellen und Gouvernance-Prozessen. Ziel war es, einen Instrumentenbaukasten zu entwerfen, mit dessen Hilfe ein zukunftsorientierter Stadtteil entwickelt werden kann“, erläutert Anouk Kuitenbrouwer, Partnerin bei KCAP.

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Foto: IBA Heidelberg/© KCAP

Stufenweise zur Zukunftsstadt

Der Masterplan bietet eine stabile städtebauliche Struktur, die übergeordnete Infrastrukturen und zentrale öffentliche Räume vorgibt. Für die Umsetzung ist eine stufenweise Entwicklung des Areals vorgesehen, die auch vorhandene Gebäude und Freiraumstrukturen einbindet.


Projektbeteiligte

Auftraggeberin: Stadt Heidelberg

Steuerung und inhaltliche Begleitung: IBA Heidelberg, Prof. Michael Braum, Carl Zillich, Carla Jung-König und Moritz Bellers

Städtebau und Beratung: KCAP Architects&Planners, Zürich; Prof. em. Kees Christiaanse, Anouk Kuitenbrouwer und Mirjam Züger

Vertiefende Studien: bogevischs buero (Stadtbautypologien und Architektur), initialdesign mit Arup (Programmatische Profilierung und Nutzungsmischung), Ramboll Studio Dreiseitl mit Fraunhofer ISE (Produktive Stadtlandschaft), Urban Standards mit Buro Happold und kcw (Multimobilität), AIT Austrian Institute of Technology (Digitale Stadt)

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