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Grundschule in Milicz von Port Architekten - Design und Ästhetik

Grundschule in Milicz, Polen, von Port Architekten
Design und Ästhetik fördern

Port Architekten strukturierten die Räume der Grundschule im polnischen Milicz klar, hell und übersichtlich. Sie versahen die Grundschule mit starken Farben. Ergänzend wählte Katarzyna Świętek, Kuratorin für Gebrauchsdesign, vertraute Elemente aus Design und Gestaltung und implementierte diese.

Die umgebaute Grundschule in Milicz ist ein Teil der alten Bombenfabrik. Port Architekten hatten sich zum Ziel gesetzt, die Gebäudehistorie zu erhalten und gleichzeitig kindgerechte Schulräume zu gestalten. Dabei sollten Architektur und Design ein pädagogisches Element sein.

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Vor der Welt stehen die Hocker ‚Plopp‘ des polnischen Designers Oskar Zięta. Foto: Port Architekten, Stan Zajączkowski

Details der Fabrik bleiben erhalten

Die vorhandenen Strukturen und Räume blieben weitestgehend erhalten. Beispielsweise dient das erneuerte, über Putz zu sehende Rohrsystem in verschiedener Weise:  als Sitz,  als Aufhänger, als Ort der Präsentation für Arbeiten der Schüler oder für Ausstellungen und Experimente.

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Liebevolle Details wie der hölzene Hirsch bringen eine spielerische Komponente in die Grundschule ein. Foto: Port Architekten, Stan Zajączkowski

Wände aus Glas – ein Zitat des ehemaligen Industrieglases – versorgen die Gänge mit ausreichend Tageslicht. Das kräftige Gelb setzt dazu farbliche Akzente und leuchtet im Kontrast zu den schwarzen Flächen.

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Times New Roman. Gestalterische Details aus dem Bereich der Typografie sind Ergebnis aus der Zusammenarbeit mit Katarzyna Świętek. Foto: Port Architekten, Stan Zajączkowski

Gemeinschaftsräume

Die Gemeinschaftsräume sollen den Kontakt zwischen den Schülern fördern und die Schulgemeinschaft aufbauen. Es gibt verschiedene, locker verteilte Sitzmöglichkeiten. Kinder brauchen Rückzugsräume genauso wie Treffpunkte im Laufe eines Schultages.

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Foto: Port Architekten, Stan Zajączkowski

Kantine als Treffpunkt

So hat die Mensa der Grundschule, als Kantine konzipiert, verschiedene Funktionen. Sie ist ein Ort, an dem man miteinander reden, sich selbst versorgen, Hausaufgaben erledigen oder einfach nur essen kann.

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Die Mensa als Treffpunkt zum Essen, Reden und Hausaufgaben machen. Foto: Port Architekten, Stan Zajączkowski

Sporthalle grenzt an die offene Gemeinschaftszone

Die sogenannte laute Zone befindet sich als Zwischenebene im ersten Stock. Große Öffnungen in der Wand, mit einem Metallgewebe versehen, trennen diesen Bereich von der danebenliegenden Sporthalle. Spannende Blickachsen ergeben sich hier.

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Ein Treffpunkt für die Schüler, mit freiem Blick in die danebenliegende Sporthalle. Foto: Port Architekten, Stan Zajączkowski

Die Bibliothek funktioniert als Medienbibliothek – ein multifunktionaler Raum, der zum Flur hin offen ist und in den Pausen als Ort der Ruhe und Kreativität genutzt wird.

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Foto: Port Architekten, Stan Zajączkowski

Gestalterische Details

Der Entwurfsprozess fand in enger Zusammenarbeit mit dem Investor, der KOM Stiftung, statt. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit beinhaltete auch die Arbeit mit Kindern, den zukünftigen Schülern der Schule, die in Meetings und Workshops ihre Schule mit Geschichten, Skizzen und Spielen gestalteten.

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An der Wand: Der ‚Modular‘ von Le Corbusier veranschaulicht den Kindern die Proportionen des menschlichen Körpers. Filzkugeln laden zum pausieren ein. Foto: Port Architekten, Stan Zajączkowski

Möbel polnischer Designer

Ein wichtiger Aspekt war die Implementierung gestalterischer Details aus dem Bereich Architektur und Design. Dafür arbeiteten Port Architekten mit Katarzyna Świętek, Kuratorin für Gebrauchsdesign, Direktorin der Marke Deftrans, zusammen. Sie stattete die Schule mit Möbeln polnischer Designer aus und brachte Elemente ein, die gutes Design und Ästhetik fördern.

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Der Pantone-Farbfächer als Gestaltungselement im Sanitärbereich. Foto: Port Architekten, Stan Zajączkowski

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Fakten

Projekt: Grundschule

Standort: Milicz, Polen

Fertigstellung: 2017

Innenarchitektur und Raumplanung: Port Architekten, (Józef Franczok, Marcin Kolanus) www.portinfo.pl

Bauherr: KOM Stiftung

Gebäudefläche: 2280 m2

Produkte: ‚Plopp‘ von Oskar Zieta, Marta Krupińska (Meble Vox), Alicja Patanowska, Magda Gazur, Mariana Grabiński/Fameg (Barhocker in der Kantine), Karol Starczewski und Michał Dumin (nowymodel.org), Katarzyna Okińczyc (Sitzbälle), Tomek Rygalik/Noti (Sessel im Lehrerzimmer), Tomek Rygalik/Not, weitere Einbauten von Port Architekten (Tische und Stühle in der Kantine, Container in Klassenräumen, ‚Animal‘-Bank im Flur)

Fotos: Stan Zajączkowski für Port Architekten

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