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Futurium

Ausstellungs- und Veranstaltungsgebäude von Richter Musikowski
Futurium

Sieht so die Zukunft aus? Das Berliner Architekturbüro Richter Musikowski entwarf für das Futurium einen Baukörper mit schmetterlingsförmiger Auffaltung. Es soll ein Ort für den Dialog zwischen Forschung und Entwicklung sein.

Die Zukunft liegt in Berlin – zwischen dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, Hauptbahnhof, Spreebogen und Humboldthafen sowie dem Gelände der Charité.

Futurium, Richter Musikowski Architekten
Die Lage des Futuriums aus der Luft – eingebettet zwischen dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, Spreebogen und Humboldthafen, Hauptbahnhof und Gelände der Charité. Foto: Schnepp Renou, Futurium

Futurium stellt die Zukunft aus

Das Futurium, ein Ausstellungs- und Veranstaltungsgebäude, schmiegt sich an das Spreeufer und soll als Ort für Präsentationen und zur Förderung des Dialogs zwischen Forschung und Entwicklung dienen. Im Futurium sollen zukunftsorientierte Entwicklungen von nationaler und internationaler Bedeutung sichtbar gemacht werden.

Das Futurium ist als Plusenergiegebäude konzipiert und erreicht in der Nachhaltigkeitsbewertung den Status BNB-Gold. Bis zu 18 Meter kragen die Vordächer über die beiden großen Vorplätze vor dem Gebäude und dienen als geschützter, öffentlicher Aufenthaltsbereich.

Futurium, Richter Musikowski Architekten
Eigenständige skulpturale Form: das Futurium fügt sich städtebaulich gut ein. Foto: Dacian Groza, Futurium

Der Haut eines Reptil gleicht die Fassadenhaut des Futuriums aus mehr als 8000 Kassettenelementen, die ihre Umgebung reflektieren. Die jeweils 70×70 cm großen Elemente bestehen aus unterschiedlich gefalteten Metall-Reflektoren und keramisch bedrucktem Gussglas.

Futurium, Richter Musikowski Architekten
Das Plusenergiegebäude erreicht in der Nachhaltigkeitsbewertung den Status BNB-Gold. Foto: Dacian Groza, Futurium

Foyer als zentraler Ort der Zusammenkunft

Zwei Eingangsbereiche führen in das Foyer; hier kreuzen sich alle Wege und das komplette Gebäude wird von hier aus erschlossen. Das Foyer ist als zentraler Ort der Zusammenkunft gedacht.

Durch mobile Trennwände und intelligente Haustechnik können die Veranstaltungsflächen im Erdgeschoss von 50 bis zu 670 qm konfiguriert werden. Tageslicht und akustisch aktive Oberflächen sorgen für ein angnehmes Raumklima. Mehrere ausfahrbare Projektionsmedien helfen zur Verständigung über die Welt von Morgen.

Futurium, Richter Musikowski Architekten
Über eine zentrale Treppe oder den Besucheraufzug gelangt man vom Erdgeschoss zum Ausstellungsbereich im Obergeschoss. Foto: Schnepp Renou, Futurium

Wie spannend Zukunftsforschung sein kann, sollen Besucher im Untergeschoss des Gebäudes auf 600 qm erfahren. Der Fensterlose sechs Meter hohe Raum, komplett dunkel gehalten durch eingefärbten Sichtbeton und den schwarzen Gussasphaltboden, wird mit ein Deckenraster aus 126 Leuchtschirmen erhellt.

Futurium, Richter Musikowski Architekten
Besondere Atmosphäre: die Ausstellungsfläche im Untergeschoss ist dunkel inszeniert. Foto: Schnepp Renou, Futurium

Zukunftsräume in Kontext zur Stadt

Über eine zentrale Treppe oder den Besucheraufzug gelangt man vom Erdgeschoss zum Ausstellungsbereich im Obergeschoss. Die 3000 qm große Ausstellungsfläche ist in drei große Räume gegliedert, die sich mit unserem künftigen Verhältnis zur Technik, zur Natur und zu uns selbst beschäftigen.

Futurium, Richter Musikowski Architekten
Fenster mit Ausblick auf das Bundeskanzleramt und den Spreebogen. Foto: Schnepp Renou, Futurium

Auf dieser Ebene bieten zwei große Glasflächen mit Ausmaßen von 8 x 28 m im Süden und 11 x 28 m im Norden spektakuläre Ausblicke und stellen die ausgestellten Zukunftsräume in Kontext zum gegenwärtigen Stadtraum.

Futurium, Richter Musikowski Architekten
Eine zusammenhängende Fläche auf 3000 qm steht im Obergeschoß als Ausstellungsfläche zur Verfügung. Foto: Schnepp Renou, Futurium

Das Dach ist fast vollständig mit solaren Energiekollektoren für Photovoltaik (Strom) und Solarthermie (Wärme) belegt. Zudem befindet sich auf dem Dach ein öffentlich zugänglicher Skywalk der einmal um das komplette Dach läuft. Von hier aus hat der Besucher eine spannenden Rundumblick auf den Berliner Stadthorizont.

Futurium, Richter Musikowski Architekten
Ein Punktmuster überzieht die komplette Platzfläche. Bepflanzte Rundbänke bilden einen Treffpunkt an zentraler Stelle auf dem Platz. Foto: Schnepp Renou, Futurium

Fakten

Projekt: Haus der Zukunft / Futurium Berlin – Veranstaltungs- und Ausstellungsräume

Standort: Alexanderufer 2, Berlin Mitte

Bauherr: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben

Architektur: Richter Musikowski, www.richtermusikowski.com

Projektteam: Christoph Richter, Jan Musikowski, Sebastian Haufe, Elke Sparmann, Martina Huber, Nele Gessner, Daniel Eckert, Domenico Foti, Yvo Coseriu, Christine Dorn, Elisabetta Vito, Johann Schulz-Greve, Phillip Rohé

Fertigstellung: 2017

Nutzfläche: 8000 m2

Nutzfläche: 8000 m2

Freianlagen: JUCA architektur + landschaftsarchitektur, www.jucastudio.de

Kunstlichtplanung: Realities United, realities-united.com

Hersteller/Produkte:

Fassadensystem: Schüco Jansen Stahlsysteme, www.schueco.com

Fassadengläser: Saint Gobain Glas, https://de.saint-gobain-building-glass.com

Metalldecken: Durlum, www.durlum.com

Fliesen: Mosa, www.mosa.com

Schalter/Taster: JUNG, www.jung.de

Sanitärausstattunge: Grohe, www.grohe.de

Fußboden: Sitek, www.sitekinsulation.de

Veranstaltungsbestuhlung: Brunner, www.brunner-group.com

Leuchtmittel: Trilux, www.trilux.com

Wandfarben: Brillux Sensocryl, www.brillux.de; Caparol, www.caparol.de

WC-Trennwände: Schäfer Trennwandsysteme, www.schaefer-trennwandsysteme.de

Mineralwerkstoff: Corian, www.dupont.de

Waschtische: Rockhausen Varicor, www.mineralwerkstoff.de

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