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The Mountain Refuge - Tiny House mit Grips. Prototyp aus Italien

The Mountain Refuge - Tiny House mit Grips
Klein und modular

Das Tiny House ist mystisch, geheimnisvoll, einsam und zu schön, um wahr zu sein. Das Mountain Refuge des Start-up-Duos Gnocchi + Danesi Architects existiert bisher nur als Rendering. Die italienischen Architekten arbeiten an der Realisierung des Prototyps.

The Mountain Refuge ist ein junges Start-up, gegründet von den italienischen Architekten Massimo Gnocchi und Paolo Danesi. Ihr erstes Projekt, das Tiny House, soll mit seiner Erscheinung ein Gleichgewicht zwischen Nachhaltigkeit und Design finden. Es will weder ein Designgegenstand noch hochtechnologisches Bausystem sein.

The Mountain Refuge soll „eine räumliche Zuflucht oder ein Rückzugsort sein“. Die kleine Holzhütte soll weltweit zu wettbewerbsfähigen Preisen geliefert werden können. Noch ist sie jedoch ein Prototyp.

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Das Mountain Refuge des Start-up-Duos Massimo Gnocchi und Paolo Danesi existiert bisher nur als Rendering. Renderings: The Mountain Refuge, Massimo Gnocchi

Design angelehnt an den Archetypen der Hütte

Die Berghütte ist von traditionellen Archetypen inspiriert und soll ein Raum sein, in dem die Verbindung des Menschen mit der Natur und seiner Geschichte wiedererlebt werden kann. Vorbild und Ideengeber für die Architektur sind traditionelle Berghütten in den Alpen. Der Innenraum besticht durch seine reduzierte Ausstattung.

Die Kabine besteht aus zwei Modulen, die versetzt (spiegelverkehrt) zueinander stehen. Die Holzkonstruktion bildet dabei einen Raum mit einer Gesamtgröße von ca. 25 m2. Ein weiteres Modul von 12,5 m2 erweitert auf Wunsch das Raumvolumen auf 37 m2. Die Standard-Abmessungen mit 2 Modulen betragen 7,40 x 3,75 m.

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Renderings: The Mountain Refuge, Massimo Gnocchi

Ohne Fundament mit vorgefertigten Elementen

The Mountain Refuge, hergestellt aus Sperrholz, benötigt keine speziellen Fundamentarbeiten. Das Modul soll mit vorgefertigten Elementen direkt auf dem Boden platziert werden. Es ist kein gegossener Beton erforderlich, allerdings schlagen die Architekten abhängig vom Standort eine dünne Betonplatte vor.

Die Oberflächen aus Sperrholz erhalten an der Außenhaut eine Beschichtung aus schwarzem Kiefernteer. Dieser prägt das schwarz-warme Erscheinungsbild und schützt vor Wasser. „Wir recherchieren nach weiteren potenziellen Materialien für die Oberflächen.“

Eine 3,20 x 4,10 m große – idealerweise einzelne – Glasscheibe gibt den Blick auf die umliegende Landschaft frei. Aufgrund der geringen Größe ist der Innenraum meist ein offener Raum. Vorschläge für die Innenausstattung und Zonierung sind Teil der Architektenleistung. Die Elemente Feuer, Licht und Wasser spielen eine optisch prägende Rolle.

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Renderings: The Mountain Refuge, Massimo Gnocchi

Energie- und Wasserversorgung

Das Heizsystem, die Wasser- und Stromversorgung und Isolierung hängen in der Ausführung von den Bedürfnissen des Kunden, den Umwelteigenschaften und den verfügbaren Anschlüssen vor Ort ab. Der Kunde hat verschiedene Möglichkeiten.

Die Hütte kann netzunabhängig aufgestellt werden, man kann außerhalb des Stromnetzes leben. Als Zielgruppe nennen die beiden Architekten Menschen, die ihr Gleichgewicht finden und sich wieder mit der Natur verbinden wollen. Dennoch soll ein Mindeststandard an Komfort gewährleistet sein. The Mountain Refuge soll weder ein Designgegenstand noch ein extrem technologisches Schweizer Messer symbolisieren.

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Back to Basic: Ob man dauerhaft hier wohnen kann, gilt es noch zu prüfen. Renderings: The Mountain Refuge, Massimo Gnocchi

Leben außerhalb des Stromnetzes

Hier sind einige kurze Hinweise für den Fall, dass Personen an einer Platzierung außerhalb des Stromnetzes interessiert sind. Wir wollen keine Verwechslung zwischen „Leben außerhalb des Stromnetzes“ und „Wunsch nach einem Manhattan-Loft außerhalb des Stromnetzes“ hervorrufen.

Moderne Technologien ermöglichen es, dass Regenwasser in einem Wassertank unter Deck gesammelt, gefiltert und verteilt wird, „so wie es Menschen seit Jahrtausenden machen“, erklärt Massimo Gnocchi. Auf dem geneigten Dach sollen Photovoltaik-Module Strom bereitsstellen, auch für die Warmwassergewinnung. Batterien unterhalb des Doppelbodens der Hütte, speichern Energiereserven.  Für den Sanitärbereich haben die Architekten auch eine Antwort: „Chemietoiletten sind eine Option, aber auch die Natur.“

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Für die Innenraumausstattung geben die Architekten gern Hinweise. Renderings: The Mountain Refuge, Massimo Gnocchi

Angebote und aktueller Status

Das Architektenduo spricht mit Fertigbauunternehmen aus den USA, Europa, Kanada, Neuseeland und Australien, um die Zuflucht zu wettbewerbsfähigen Preisen bauen und liefern zu können. „Wir sind ein kleines Startup und geben unser Bestes.“ Eine erste Schätzung der Baukosten für 2 Module beträgt ungefähr 40.000 bis 50.000 €, ohne Variablen wie Innenausstattung, Fundamentarbeiten (falls erforderlich), Serviceanschlüsse vor Ort und Vermessungen.

Weitere Informationen unter www.themountainrefuge.com

Weitere Projekte finden Sie hier

Hier finden Sie ein Video zu The Mountain Refuge


Fakten

Projekt: The Mountain Refuge

Standort: mobil, Prototyp

Entwurf: 2019/2020

Architektur: Gnocchi + Danesi Architects (Massimo Gnocchi und Paolo Danesi), www.themountainrefuge.com

Bauaufgabe: Weder Design-Item, noch Haus von der Stange, sondern Prototyp, der Erfahrungswerte bei der Materialverarbeitung von Holz mit nachhaltiger Energieversorgung verbindet.

Renderings: The Mountain Refuge, Massimo Gnocchi

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