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Formafatal: Entwurf für eine Klinik für Naturheilkunde

Wellness-Einrichtung von Formafatal in Prag
Buntes Glas als Hauptdarsteller

Rot wie Lava, Blau wie Eis und Grau wie der Wind: So die farblichen Beschreibungen für die finnische Sauna, Kryosauna und die Luftstromtherapie. All das gehört zum MPP Cellularium, ein Spa mitten in Prag. Der Entwurf stammt vom tschechischen Formafatal-Studio um Gründerin Dagmar Štěpánová.

Kreisrunde Zellen prägen den Grundriss der Gesundheits- und Wellness-Einrichtung. Auf einer Fläche von rund 150 m² verbergen sich neben den Behandlungsräumen und Umkleiden auch eine Rezeption sowie ein Praxisbereich. Die beiden Architektinnen Dagmar Štěpánová und Martina Homolková gaben ihr seine funktionale Identität und machten es zu einem Platz der Entspannung.

Aufgemalter Farbverlauf auf Glasstäben

„Der gesamte Raum und das Vorhaben wurden von Kundenseite her klar definiert. Trotzdem gab es Platz für Kreativität, obwohl uns ein begrenztes Budget zur Verfügung stand. Die ursprüngliche Idee, maßgefertigte Glasstäbe zu verbauen, bei denen der Farbverlauf direkt eingearbeitet ist, konnte aus diesem Grunde nicht realisiert werden. Aber wir wollten diese Idee nicht aufgeben und entschieden uns deshalb für einen aufgemalten Farbverlauf auf Klarglas. Das Ergebnis ist sicherlich nicht dasselbe, aber es ist der ursprünglichen Idee sehr ähnlich“, sagt Dagmar Štěpánová überzeugt.

Warme Atmosphäre

Bei den Oberflächen wurden Optik, Haptik und Ästhetik beachtet: „Für die Wände fiel die Wahl hauptsächlich auf Estrich und Keramik, auch wegen der einfachen Pflege. Der Boden musste sowohl rutschfest als auch tauglich für Fußbodenheizung sein. Aus diesem Grunde haben wir uns für Steinplatten entschieden, die unaufdringlich und anspruchsvoll zugleich aussehen. Die dunklen Töne verleihen den Räumen eine warme Atmosphäre die gemütlich sind und zum Entspannen geeignet.

Es war keine leichte Aufgabe den Raum mit einem Layout zu gestalten bei dem alle Wände rund sind, insgesamt ein komplizierter Raum mit schrägen und tragenden Betonsäulen. Während dem Bau hat mich am meisten die präzise Arbeit der ausführenden Gewerke beeindruckt. Sie konnten gut mit den komplexen Details umgehen und das Ergebnis ist eine wirklich saubere Arbeit“, schwärmt Štěpánová.

„Das die bunten Glasstäbe im Beton verschwinden ist gestalterisch wohl das prägendste Element beim MPP Cellularium. Und einzigartig. Gleichzeitig beschreiben diese farbigen Wände die Funktion der einzelnen Therapien, sie sind quasi eine Art Navigationssystem und definieren, was sich in den zylindrischen Formen befindet. Die finnische Sauna ist rot wie Lava, die Kryosauna hingegen blau wie Eis und die Luftstromtheraphie ist so grau wie der Wind.

Italienisches Design

Bei den Sanitärelementen entschieden sich die Gestalterinnen für den italienischen Hersteller Artceram. „Die Formen sind sauber, elegant und wunderschön im Detail verarbeitet. Das gilt sowohl für die Waschbecken als auch für die Toiletten und es gibt eine breite Palette an Farbmöglichkeiten.

Parallel zum MPP Cellularium haben wir für unseren Kunden noch ein weiteres Interieur konzipiert. Bei beiden wählten wir Produkte desselben Herstellers, nur in unterschiedlichen Farben“, erzählt die Architektin. Und auch bei den Leuchten wurden mit der Pendel- und Stehleuchte „Gregg“ von Foscarini ein weiteres Designelement aus Italien gewählt.

Individuelle Schönheit

Es sind wohl eher einzelne Elemente, die das MPP Cellularium so besonders machen, wie etwa der Trinkbrunnen in einer der Entspannungszone oder ein Lichteffekt in einem der Ankleidezimmer, der dadurch erreicht wurde, als ein Spiegel hinterleuchtet wurde.

Das Element mit der höchsten Aufmerksamkeit ist sicherlich die Glasverkleidung. Je nach Farbgebung ist sie mal leiser, mal lauter. Wie bei einem Puzzle fügen sich im Prager SPA die separaten Teile zu einem stimmigen Bild zusammen, gemeinsam bilden sie das Interieur-Konzept von Formafatal. Auch die präzisen Vorgaben des Auftraggebers ermutigten Dagmar Štěpánová und Martina Homolková zu einer sehr exakten und präzisen Konzeptidee, die sehr viel Wert auf eine saubere Verarbeitung legte. Ein Ziel, dass die beiden bei der Ausführung mit Bravour gemeistert haben.

Beim MPP Cellularium in Prag befolgte Formafatal die klaren Wünsche des Auftraggebers und setzte durch die Umsetzung trotzdem einen eigenen, kreativen Fußabdruck. Die hochwertige Auswahl bei Sanitärelementen und der Inneneinrichtung machen das SPA zu einem exklusiven Wellnessbereich.

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Fakten

Projekt: MPP Cellularium

Standort: Main Point Pankrác, Prague 4, Tschechien

Fertigstellung: 2020

Bauaufgabe: Klinik für Naturheilkunde

Innenarchitektur: Formafatal, Webseite des Büros

Lichtplanung: Bulb, www.bulb.cz

Produkte/Hersteller: Pendelleuchten ‚String Light Sphere‘ von Flos,  www.flos.com; Stühle ‚AAC 26‘ von Hay, www.hay.dk; Hänge- und Bodenleuchte ‚Gregg‘ von Foscarini, www.foscarini.com; Waschbecken und WC ‚Cognac 35‘ und ‚Vaso File 2.0‘ von Artceram, www.artceram.it


Formafatal Studio

Dagmar Štěpánová ist die Gründerin der inzwischen neunköpfigen Studio-Familie, deren Fokus auf Architektur, Innenarchitektur, Installationen und Produktdesign liegt. Formafatal realisiert sowohl Projekte in Tschechien sowie auf der ganzen Welt.

Das Studio Formafatal erhielt 2020 im internationalen Wettbewerb DEZEEN die Auszeichnung in der Kategorie „Interior Designer of the year“ für ein Villa Projekt in Costa Rica. Dieses Projekt beschreibt die Architektin Dagmar Štěpánová als das bisher wichtigste Projekt und außerdem fand sie dabei auch eine neue Heimat in Costa Rica.

Webseite des Büros

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