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Spyce Restaurant in Boston

Roboterküche

Roboterküche oder automatisierter Kochprozess – wie auch immer man den dreiminütigen Kochvorgang im Spyce Restaurant in Boston nennen will, ungewöhnlich ist er allemal.

Roboter können noch kein Soufflé backen oder einen Burrito falten, aber sie können Gemüse und Getreide kochen und diese in eine Schüssel füllen – genau das tut die Roboterküche in einem neuen Fast-Casual-Restaurant in Boston.

Roboterküche
Drei Minuten oder weniger benötigt die Roboterküche, um ein Gericht zu kochen. Das Interior des Spyce erinnert konsequenterweise an ein Fast-Food-Restaurant. Foto: Spyce Restaurant, Boston

Essen per Touch-Screen wählen

Spyce ist das weltweit erste Restaurant mit einer Roboterküche, die komplexe Mahlzeiten auf Bestellung zubereitet. An einem Computerterminal mit Touch-Screen können sich Gäste ihr Menu zusammenstellen und haben die Wahl zwischen zwischen veganen, vegetarischen und anderen Varianten.

Frisch, automatisiert, schnell und günstig

Das Restaurant wurde von vier ehemaligen MIT-Klassenkameraden gegründet, die mit dem Sternekoch Daniel Boulud zusammenarbeiteten. Ihre Vision: das Casual-Dining neu zu erfinden. Im Spyce werden frisch, automatisiert, schnell – in drei Minuten oder weniger –, gesunde und wohlschmeckende Mahlzeiten gekocht und zu einem fairen Preis von 7,50 US-Dollar angeboten.

Roboterküche
Acht Roboterarme, acht Töpfe, acht Speisen können zeitgleich zubereitet werden. Foto: Spyce Restaurant, Boston

Magnetische Induktion erhitzt die Zutaten

Sieben autonom drehende Kochtöpfe summen hinter der Theke bei Spyce. Nachdem die einzelnen Zutaten im Topf gelandet sind, erhitzt dieser das Essen mittels magnetischer Induktion. Wasserstrahlen spülen Reste aus, bevor eine neue Bestellung zubereitet wird. Die Gründer von Spyces haben sich für eine einfache Art von Zubereitung entschieden – Kornschüsseln – und vermieden, Roboterarme zu benutzen. Mit jedem Gelenk oder einer Achse, könnten mehr Dinge mit den Maschinen schiefgehen, sagten sie.

Ohne Menschen funktioniert die Roboterküche nicht

Ganz ohne Menschen funktioniert die Roboterküche allerdings nicht. Es ist Personal nötig, um Vorbereitungsarbeiten zu erledigen: Reis kochen, Gemüse putzen und schneiden, Fleisch schneiden und Saucen anzurühren. Das Restaurant beschäftigt auch eine Handvoll Leute für den Kundendienst und um die vom Roboter gekochten Mischungen mit frischen Belägen zu garnieren.

Dennoch: die Maschine, die mit Dutzenden von Motoren, Sensoren und beweglichen Teilen ausgestattet ist, bleibt die wahre Attraktion.

Roboterküche
Sam Benson (links im Bild) und Daniel Boulud kreierten gemeinsam die Gerichte, die die Roboterküche kocht.
Foto: Spyce Restaurant, Boston

Die Roboterküche wird nicht krank

Die Automatisierung in der Lebensmittelindustrie ist nicht gerade neu, obwohl sie von den Kunden oft nicht wahrgenommen wird. Aber während Nahrungsmittelmaschinen für ihre Schnelligkeit und Hygiene geschätzt werden – „unser Roboter wird nicht krank“ –, haben sie es schwerer, mit der Komplexität frischer Lebensmittel umzugehen.

Genau hier setzt das Spyce an und nahm sich viel Zeit, um wohlschmeckend, aufeinander abgestimmte Kompositionen zu erdenken, die funktionieren, gerade in einer Roboterküche.

Das Enigma in Barcelona setzt auf genau das gegenteilige Konzept der Roboterküche – Gäste können den Köchen über die Schulter schauen. Zum Projekt

Enigma Barcelona


Fakten

Projekt: Roboterrestaurant Spyce, www.spyce.com

Standort: 241 Washington Street,  Boston, MA 02201, USA

Eröffnung: Mai 2018

Architektur: Joe The Architect, www.joethearchitect.com

Fotos: ©Spyce

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