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Bermüller + Niemeyer: Fließende Übergange im Restaurant Fuji Yama

Fließende Übergange im Restaurant Fuji Yama in Nürnberg
Raumskulptur aus Holzlamellen

Die Architekturwerkstatt Bermüller + Niemeyer realisierte für das Restaurant Fuji Yama im Nürnberger Zentrum ein außergewöhnliches Interior-Konzept, das durch einen fließenden Übergang von der Decke zur Wand und weiter in die Möbel hinein überzeugt.

Über 2400 individuell CNC-gefräste Holzlamellen wurden im Gastraum des Nürnberger Restaurants Fuji Yama zu einem Gesamtwerk zusammengefügt.

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Foto: Simeon Johnke

Fichtenholzlamellen in natürlicher Optik

Die Architekturwerkstatt Bermüller + Niemeyer hat eine lebendige Raumskulptur aus Fichtenholzlamellen- und Filzelementen entwickelt und dabei bewusst auf regionale Fichtenleimholzplatten gesetzt.

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Foto: Simeon Johnke

Diese wurden nur minimal bearbeitet, lediglich geschliffen und mit Klarlack versehen, um die natürliche Optik und angenehme Haptik des Holzes zu wahren.

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Foto: Simeon Johnke

Von der Decke über die Wände bis zum Boden

Im Restaurant ergibt sich so ein lebendiges Bild der Symbiose aus Holzelementen und Akustikobjekten. Gemeinsam entwickeln diese eine fließende Sitzlandschaft, die sich von der Decke über die Wände bis teilweise zum Boden des Restaurants zieht und dort wieder als Sitzmöbel emporhebt.

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Foto: Simeon Johnke

Tropfenskulptur

Links vom Eingangsbereich wurde eine der massiven Stützen im Gastraum in das fließende Design miteinbezogen und bildet dort eine Art Tropfenskulptur mit mehreren Vertiefungen, in denen nun ausgewählte Sake-Flaschen zur Geltung kommen. 

„Unser Ziel ist es, den Gast in den Mittelpunkt innerhalb der begehbaren Skulptur zu setzen“, so die Architekten.

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Foto: Simeon Johnke

Design mit nachhaltigem Konzept

Die zu den Holzlamellen parallel verlaufenden Akustik-Paneele sorgen nicht nur für eine gute Raumakustik. Viel mehr leisten sie, durch einen smarten Upcycling-Prozess aus PET-Flaschen einen Beitrag zum nachhaltigen Design und tragen so ganz nebenbei durch ihre feuchteregulierenden Eigenschaften auch zum Wohlfühlklima im Restaurant bei. 

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Foto: Simeon Johnke

Kontraste im Innenraum

Für den Innenraum wählten Bermüller + Niemeyer einen schieferfarbenen flügelgeglätteten Estrich und hielten die Möblierung in seiner Farbigkeit überwiegend dunkel. So wird das helle Fichtenholz in seiner Präsenz und Wirkung verstärkt. 

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Foto: Simeon Johnke

Lichtkonzept folgt der Wellenstruktur

Teil des Interior-Konzepts ist auch die Lichtplanung. Zwischen der Lamellen-Struktur befinden sich LED-Leuchten, die der wellenartigen Struktur folgen. Schwarze zylindrische Pendelleuchten in reduziertem Design über den Tischen sorgen für angenehme Akzente.

Die goldfarbenen Pendelleuchten bilden in Kombination mit der Designtapete mit floralen Strukturen japanischer Kirschblüten im Hintergrund einen reizvollen Kontrast zu den dunklen Tönen.

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(v. l. n. r.): Janina Weissmann (Planung+Bauleitung bei B+N), Gastronomin Yongqiao Wu, Stefan Struller von (Invesco) Tassio Meyer zu Düttingdorf (Planung bei B+N), Adrian Flück  (Invesco), Matthias Niemeyer (Geschäftsführung B + N) Sophie Bermüller  (Geschäftsführung B + N) Foto: Simeon Johnke

Fakten

Projekt: Restaurant Fuji Yama, www.fujiyama-nuernberg.de

Standort: Dr.-Kurt-Schumacher-Straße 1, 90402 Nürnberg

Fertigstellung: Frühjahr 2020

Architektur/Innenarchitektur: Bermüller + Niemeyer Architekturwerkstatt, Webseite des Büros

Team: Sophie Bermüller, Matthias Niemeyer, Janina Weissmann, Tassio Meyer zu Düttingdorf

Tischlerarbeiten: Schreinerei Bloß, Hans Süß, Kontakt: suess@schreiner-blos.de

CNC-Fräser: Georg Schrepfer GmbH, Thomas Zubnar

Akustik: acousticcologne, Andreas Aretz, Kontakt: andreas.aretz@acousticcologne.com

Details zum Projekt:

– einzigartiges Interior Design mit fließender Wellenstruktur aus Holz und Filz
– Raumskulptur und Einbausitzmöbel zugleich
– über 2400 CNC-gefräste Fichtenholzlamellen
– nachhaltige Filzlamellen aus PET-Flaschen

Fotos: Simeon Johnke, www.simeonjohnke.de

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