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Neue Iberia-Firmenzentrale in Madrid

Kombination aus Alt- und Neubau
Neue Iberia-Firmenzentrale in Madrid

Für ihren neuen Firmensitz bevorzugte die Fluggesellschaft Iberia eine individuelle Innenausstattung. Deshalb entstand ein Großteil des Mobiliars als Sonderanfertigung.

Iberia, die größte private Luftfahrtgesellschaft Spaniens, hat alle nationalen Büros in der neuen Hauptverwaltung in Madrid zentralisiert. Das neue Verwaltungsgebäude ist auch als Martínez Villergas Business Park bekannt und liegt direkt an der Ringstraße M30 mit Anbindung an die Autobahn Richtung Barcelona. Die neuen Büros beherbergen rund 1000 Mitarbeiter, die vorher in verschieden Büros in ganz Madrid ansässig waren. Die Büroräume von Iberia befinden sich im Hauptgebäude, das vormals vom Elektronikkonzern Philips als madrilenische Niederlassung genutzt wurde und daher auch als Edificio Philips bekannt ist. Der Bau ist das Werk des renommierten Architekten Gabriel Allende, der mit der Renovierung des 13- geschossigen Bestandsgebäudes und einem Neubau nebenan beauftragt wurde. Besonderheit des Komplexes ist die Kombination von offenen Räumen, mediterranem Garten und Sporteinrichtungen, darunter jeweils zwei Tennisplätze und Golf-Übungsplätze. Im Gebäude selbst schlägt sich ein Konzept aus unterschiedlichen Arbeitsorten wie Besprechungsräumen, offen Räumen, Direktionsbüros und operativen Arbeitsplätzen nieder. Iberia hatte sich eine moderne und neuartige Einrichtung gewünscht, mit einer Vielzahl spezieller Eigenschaften, die im Vorhinein definiert wurden. Unter anderem sollte es eine verdeckte und nicht sichtbare Kabelführung, Konnektivität und punktuelle Lichtverteilung an jedem Arbeitsplatz geben. Weiß sollte bei den Möbeln die dominante Farbe sein, in Szene gesetzt durch gezielte Farbakzente gemäß eines neuen CI-Farbkonzepts. Um alle Vorgaben nach Kundenwunsch zu erfüllen, wurde der größte Teil der Möbel als maßgeschneiderte Sonderanfertigung hergestellt. Der erste Stock kombiniert große offene Räume mit einem Cafeteria-Bereich, abgetrennten Besprechungsräumen, Direktionsbüros und Sanitäterräumen. Gemäß den definierten Vorgaben sollte trotz des offenen Raums eine gewisse Intimität des einzelnen Großraumarbeitsplatzes erhalten werden. Somit wurden die Arbeitsplätze in Vierergruppen angeordnet. Sie verfügen über ein Elektrifizierungssystem, das eine äußerlich nicht sichtbare Kabelführung ermöglicht und gleichzeitig einen einfachen Zugang durch verschiebbare Tischplatten gewährleistet. Das dezente Weiß der Tische wird durch Trennwände in den Unternehmensfarben akzentuiert. Auf diese Weise werden funktional intimere Arbeitsräume geschaffen und gleichzeitig mit den Farben Rot, Granat und Beige der Aufenthalt am Arbeitsplatz visuell angenehm gestaltet.
Die operativen Büroräumlichkeiten sind mit projektspezifischen Wertschließfächern und Aktenschränken nach Maß ausgestattet. Für diese Bereiche war die Vorgabe, ein modulares System als Lösung mit maximaler Funktionalität zu präsentieren. Es sollte sich perfekt an den jeweiligen Raum anpassen lassen, leicht zu bedienen und zu reinigen sein. Das Ergebnis sind Wertschließfächer in den verschieden Unternehmensfarben mit integriertem Griff in Form eines Briefschlitzes, der auch für Postzustellungen an die einzelnen Mitarbeiter genutzt werden kann. Die Schranksysteme sind mit geräuscharmen Schiebetüren ausgestattet. Hierbei wurden die Höhen an die einzelnen Büroräume, sowie die Materialwahl an das jeweilige Einrichtungskonzept des Raumes angepasst. Alle Schränke verfügen über Zahlenschlösser, um auf den Gebrauch von Schlüsseln verzichten zu können. Die Büros umfassen Besprechungsräume für unterschiedlich große Personenzahlen, spezielle Bereiche für die Unternehmensführung und einen Silent Room, der für den konzentrationsfördernden Aufenthalt schallisoliert ausgebaut wurde. Für die obere Führungsetage und den Verwaltungsrat hat man für den Hauptsitzungssaal zwei speziell angefertigte Besprechungstische für 18 Personen entwickelt, die über besondere technische Merkmale verfügen. Im Unterbau des Tisches befinden sich verdeckte, leicht zugängliche Stauräume. Optisch sind beide Tische im Eiche Dekor gehalten. Für die begleitende Bestuhlung beider Tische kamen Stühle in elegantem schwarzem Leder zum Einsatz.

Fakten:

Projekt: Umbau und Neubau Verwaltungsgebäude Iberia
Standort: C/ Martínez Villergas, 49, 28027 Madrid, Spanien
Bauherr: Immobiliengesellschaft Colonial
Nutzer: IBERIA LAE SA
Architekt: Gabriel Allende, Allende Arquitectos, Madrid
bebaute Gesamtfläche: 24.000 Quadratmeter
Mobiliar (Auswahl): Tischprogramm Vital Plus ST und Bürodrehstühle "TNK A500 in den Großraumbüros, Tischsystem Cool sowie Stühle R200 und Urban Plus 30 mit Polsterung in der Unternehmensfarbe Gelb in den Silent Rooms, Besprechungstische für 18 Personen und Stühle TNKA500 in den Besprechungsräumen – alles von Actiu
Fotos: Actiu, Allende Arquitectos
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