1 Monat GRATIS testen, danach für nur 6,90€/Monat!
Home » Projekte » Büros, Objektbauten »

Hans Maréchal von M+R gestaltet Richemont-Gebäude

Richemont-Gebäude in Amsterdam von Hans Maréchal, M+R
Starke Marken, luxuriöses Interieur

Das monumentale Gebäude in der Herengracht von Amsterdam beherbergt die Firmenzentrale des Schweizer Luxusgüterkonzerns Richemont. Für die Renovierung wurde das Büro M+R aus Eindhoven beauftragt, den geschichtsträchtigen Bau angemessen an deren Firmenphilosophie zu realisieren.

Bekannte Marken aus den Bereichen Schmuck, Mode, Uhren und Accessoires wie Cartier, Dunhill, Ralph Lauren, Piaget oder Montblanc gehören zum Portfolio von Richemont. Für die Restaurierung durch die Innenarchitekten von M+R lag der Fokus besonders auf hoher Qualität und Authentizität. Die passende Atmosphäre, Handwerkskunst auf hohem Niveau, ein Auge fürs Besondere sowie die Auswahl an hochwertigen Materialien gehören wie selbstverständlich zum Standard der Luxusgüter.

Insofern soll und darf dieser hohe Standard auch gerne auf die Räumlichkeiten der Firmenzentrale angewendet werden. Schließlich spiegelt das Richemont-Gebäude auch die Außenerscheinung des Luxusgüterkonzerns wider. Im Vorfeld gab Architekt Hans Maréchal eine farbhistorische Bestandsaufnahme in Auftrag, um authentische Farbtöne und Materialen im neuen Konzept miteinzubeziehen.

Sorgsamer Umgang

„Die Herausforderung bestand darin, ein Konzept zu entwickeln, das zu den verschiedenen starken Luxusmarken passt und gleichzeitig einheitlich und flexibel ist. Organisationen verändern sich, die Zusammensetzung der Teams für die verschiedenen Marken ist dynamisch und das Gebäude muss in der Lage sein, diese Veränderungen aufzunehmen“, sagt Hans Maréchal, Architekt und Inhaber M+R.

„Wichtig dabei war auch, die monumentale Qualität zu sichern und gegebenenfalls zu reparieren und restaurieren. Der Hauptsitz von Richemont ist in drei Kanalhäusern untergebracht, die in den 1950er Jahren hinter der prachtvollen Fassade zu einem Bürogebäude umgebaut wurden. Für uns war es elementar, sorgsam mit diesem historischen Erbe umzugehen“.

Das Bürogebäude von 1953 verfügt über sieben Stockwerke, von denen das oberste zu einer Konferenz- und Restaurantlounge mit eindrucksvollem Blick auf die Altstadt von Amsterdam umgebaut wurde. Die Einrichtung basiert auf warmen und natürlichen Beigetönen. Eine Auswahl an hochwertigen Möbeln, gefertigt aus Holz, Messing und Marmor, rundet das feine Interieur ab.

Geschichte und Zukunft

Die Grachtenhäuser mit dem Interieur aus dem 18. Jahrhundert tragen eine deutliche Handschrift. In den fünfziger Jahren wurden die drei Immobilien durch umfangreiche Umbauten hinter den Fassaden miteinander verbunden. Während eines Umbaus im Jahre 2000 überzog man einen Großteil der historischen Farbgebung von Wänden und Decken kurzerhand mit einem weißen Einheitsfarbton.

Natürliche und neutrale Farbgebung

„Die farbhistorische Recherche und Suche nach dem Mobiliar aus dem 18. Jahrhundert half uns, eine Farb- und Materialpalette zusammenzustellen, die neutral ist und dem ursprünglichen Charakter entspricht. Die natürliche und neutrale Farbgebung fügt sich gut in die Umgebung ein, ohne mit ihr zu konkurrieren. Eine wilde Farbgebung würde die Beschaffenheit der Räumlichkeiten verletzen.

Da der Bauherr für bekannte Luxusmarken für höchste Qualität steht, war es uns wichtig, dass die Einrichtungskomponenten aus langlebigen und hochwertigen Materialien bestehen. Das optimale Ergebnis in Sachen Nachhaltigkeit ist, dass das Gebäude und der Innenraum zeitlos sind und enorm lange halten können. Die ausgewählten Produkte tun ihr Übriges“, erläutert Hans Maréchal seine Herangehensweise zum Farbkonzept sowie der Möbel- und Materialauswahl.

Räume zum Arbeiten

„Die Wände, Böden und Decken rahmen den Innenraum ein. Neben den Grundregeln, die ein Gebäude in Bezug auf Klima, Akustik und Atmosphäre erfüllen muss, suchen wir immer nach der besten Lösung in Wand- und Deckensystemen. Systemwände und Trennwände sind nicht die erste offensichtliche Wahl für die Umsetzung in einem historischen Gebäude. Aber da dieses Projekt als Bürofläche dient, haben wir uns für ein solches System entschieden“, so der Architekt Hans Maréchal.

Klimainseln sorgen für optimale Raumtemperatur und Belüftung. Die Systemwände bestehen aus Messing und begünstigen eine bestmögliche akustische Qualität. Durch die Schaffung einer geschwungenen Landschaft, den abwechselnd geschlossenen und offenen Räume, konnten die Architekten die erforderliche Anzahl an Arbeitsplätzen realisieren. Die geschlossenen Räume dienen als Beratungs- und Konzentrationsbereich, die offenen Flächen fördern die Kommunikation.

Ruhe und Behaglichkeit

Zum Büroambiente passend, wurden sowohl die Altbauten als auch die Räume aus den Fifties mit den zeitlosen Tischen und Bürostühlen von Wilkhahn ausgestattet. Zum Einsatz kam der modulare Konferenztisch ‚Versa‘ sowie der Bürostuhl ‚AT Mesh‘. Das gesamte Interieur strahlt eine Ruhe und Behaglichkeit aus. Der Umbau wurde so gestaltet, dass er über viele Jahrzehnte Bestand haben kann.


M+R interior architecture | Hans Maréchal

Im Jahr 2000 wurde das international tätige Innenarchitekturbüro von Hans Maréchal gegründet. M+R interior architecture verfolgt die Vision möglichst nachhaltiger Projekte. Die Gestaltung soll sich an die Bedürfnisse der Nutzer anpassen und dabei gleichermaßen so zeitlos wie möglich sein.

Webseite des Büros


Fakten

Projekt: HQ Richemont Amsterdam, Webseite des Unternehmens

Standort: Herengracht 434; 436; 438, Amsterdam, Niederlande

Fertigstellung: November 2021

Bauherrn: Richemont International SA, Benoit Pierrecy; Danièle Charbonnet; Ingrid Boon

Architektur | Innenarchitektur | Lichtplanung: Hans Maréchal von M+R Innenarchitektur bna bni, Webseite des Büros

Tischlerei: Smeulders | RTR-Interieur

Produkte (Hersteller): Möbel von Wilkhahn, Zeitraum, Vitra, Muuto und Arco; Bodenbelag von Tarkett; Wandbekleidung von Vescom; Möbelstoffe, Teppiche und Vorhänge von Kvadrat; Leuchten von Sattler, Tom Dixon, Luceplan, Kartell, IIII-light, Giopato & Coombes, &Tradition, Occhio, Ross Gardam; Deckensysteme von Ecophon; Akustik-Paneele von Plectere/Studio Petra Vonk

Fotos: Herman de Winter

Produktfoto: © Wilkhahn, Webseite des Herstellers

Weitere Projekte finden Sie hier

Anzeige
Top-Thema
Anzeige

Neueste Beiträge
Titelbild md 12
Ausgabe
12.2022 kaufen
EINZELHEFT
ABO

Architektur Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Architektur-Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Medien GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum arcguide Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des arcguide Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de