Interview mit Managing Director

Sarah Henry, La Manufacture Cogolin

Sarah Henry, Managing Director von La Manufacture Cogolin, im md-Kurzinterview zum Thema handwerklich gefertigte Teppiche.

Kommt das Handwerk zurück?

In Frankreich gibt es eine lange Tradition des Handwerks. Das Savoir-faire ist Teil unseres kulturellen Erbes. Wir  haben das Glück, neben Japan und Korea eines der drei Länder zu sein, in denen das Handwerk vom Staat gefördert wird. Auch global gesehen suchen die Menschen vermehrt nach einzigartigen Produkten und interessieren sich dafür, wie Dinge hergestellt werden. Der „French Touch“ ist sehr gesucht.

Was macht die Teppiche der La Manfacture Cogolin so besonders?

Die Archivbestände der Manufaktur sind bemerkenswert. Cogolin hat mit bedeutenden Künstlern und Gestaltern des 20. Jahrhunderts zusammengearbeitet: Christian Bérard, Jean-Michel Frank oder André Arbus. Diese Kollektionen legen wir unter dem Label Cogolin et les mains du monde wieder auf.

Was bedeutet Luxus für Sie?

Heute geht es vor allem um Zeit. Es braucht Zeit, ein Handwerk zu erlernen, einen Teppich herzustellen oder ein gutes Essen zuzubereiten. Natürlich dreht es sich beim Thema Luxus auch um außergewöhnliche Materialien, Erfahrung und Handwerkskönnen. Die Verbindung zwischen allen aber ist: die Zeit.

Sarah Henry hat Interiordesign in Chicago studiert und ist seit zehn Jahren für das Teppichunternehmen House of Tai Ping tätig, zu dem auch das Label Cogolin gehört. Seit 2014 leitet die 44-jährige Amerikanerin die Manufaktur.

Das Kurzinterview führte Claudia Simone Hoff.

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