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Zeitbezüge

Sonderausstellung „Learning from the Bauhaus“ auf dem Wilkhahn-Campus
Zeitbezüge

Die Sonderausstellung von Wilkhahn zeigt Transformationen wesentlicher Ideen und Impulse aus dem Bauhaus über die Zusammenarbeit mit der HfG Ulm ins Heute und Morgen. Zudem werden die Ergebnisse des studentischen Ideenwettbewerbs ‚Zeit.Bezüge‘ im Textilen Atelier der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur an der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe präsentiert.

Bald sind die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum, der Geburtstag der legendären Gestaltungsschule Bauhaus, fertig gefeiert. In Bad Münder eröffnete man noch Ende November eine Sonderausstellung, um zu zeigen, wie der Büromöbelhersteller Wilkhahn sich direkt nach dem zweiten Weltkrieg der Weiterentwicklung der Gestaltungsideen der Moderne verschrieben hatte.

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Im Vordergrund: A-Stapler von Roland Rainer im Hintergrund: Bürodrehstuhl und Freischwinger FS-Linie, Design: Klaus Franck, Werner Sauer. Foto: Wilkhahn

Gestaltungsideen der Moderne

Mit dem Bauhaus-Schüler Herbert Hirche wurden nicht nur zahlreiche Möbelentwürfe, sondern auch das Verwaltungs- und Ausstellungsgebäude realisiert. In enger Zusammenarbeit mit der deutschen „Nachfolgeschule“, der Hochschule für Gestaltung in Ulm (1953–1968), entstanden bei Wilkhahn die Grundlagen für die ganzheitliche Weiterentwicklung des Unternehmens, die frühzeitig auch die ökologische Verantwortung einschloss: von der Produktgestaltung über das Corporate Design bis zur Campus-Bebauung mit Frei Otto und Thomas Herzog.

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Tafel zur Wilkhahn-Sonderausstellung „Learning from the Bauhaus“, Foto: Wilfried Dechau

Studentischer Wettbewerb ‚Zeit.Bezüge‘

An diese Zusammenarbeit knüpfte man mit dem studentischen Wettbewerb ‚Zeit.Bezüge‘ an, dessen Ergebnisse in der Ausstellung noch bis zum 27. März zu sehen sind.

md-Chefredakteurin Susanne Tamborini-Liebenberg war in der Jury dabei, die den ersten Preis einstimmig an Swenja Fleur Fabian für ihren Entwurf „serape“ vergab: Er verbindet die Freischwinger-Idee Marcel Breuers vom Sitzen auf einer „Luftsäule“ mit einem „fliegenden Teppich“ als Sitzfläche und einem hussenartigen Überwurf der Rücken- und Seitenlehnen.

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Die Jury bei der Preisübergabe an Swenja Fleur Fabian für den Siegerentwurf Serape. Foto: Wilkhahn

Der Name des Entwurfs ist Programm: Denn ähnlich der multifunktionalen Decke aus Mexiko kann der legere Bezug bei kühleren Temperaturen als Poncho genutzt werden, während er im Sommer griffgünstige Taschen für persönliche Utensilien bietet, die gerne dicht am Körper verstaut werden wie etwa ein Mobiltelefon.

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Winterzeit: In der kühlen Jahreszeit lassen sich die per Druckknöpfe gebildeten Taschen öffnen und von beiden Seiten wie eine Decke über die Beine legen. Freischwinger-Metrik mit Bezug „serape“. Foto: Wilkhahn

Transformation der Moderne

Wie bei Wilkhahn die Transformation der Moderne in die Zukunft erfolgt, zeigen insgesamt neun „Paarungen“, in denen historische Meilensteine den zeitgenössischen Äquivalenten gegenübergestellt werden. Entwürfe von Herbert Hirche, Roland Rainer, Walter Papst, Georg Leowald, Delta-Design, Nick Roericht und Klaus Franck treffen hier auf aktuelle Wilkhahn-Produkte von RSW, Wolfgang C.R. Mezger, Jehs & Laub, Phoenix Design, Andreas Störiko, Thorsten Franck, White ID und der Wilkhahn-Designabteilung: abstrakt gestaltete Sitzobjekte für Haltungswechsel und Bewegungsförderung, vielseitige Kombinationen aus Kunststoffschalen mit unterschiedlichen Stuhlgestellen, A-Stapler und Kufenstühle, Chefsessel und synchron bewegliche Bürostühle.

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„Paarungen“ in der Ausstellung. Schalenstuhl von Georg Leowald mit Occo. Design: Jehs + Laub. Foto: Wilkhahn

Paarbildungen

Die Paarbildungen zeigen, wie hier einerseits neue Materialien und neue Fertigungstechnologien zu neuen Funktions- und Ausdrucksformen führen – und dass andererseits die damals entwickelten Prinzipien und Typologien noch heute hochaktuell sind.

Besonders spannend ist die Präsentation der Herstellung des PrintStool One (Design Thorsten Franck), eines im 3-D-Druckverfahren hergestellten Hockers, im Kontext der ursprünglichen Bauhaus-Ideen: Industrie und Handwerk, Theorie und Praxis, Design und Build, Kunde und Hersteller können in den zukunftsweisenden digitalen Produktionsverfahren wieder ganz nah zusammenfinden.

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Im Vordergrund: Schalenstuhl von Georg Leowald und A-Stapler Aula, Design: Wolfgang C.R.Mezger; im Hintergrund links: Drehstuhlmodell aus dem Programm Occo, Design: Jehs & Laub; rechts: Drehstuhlmodell von Georg Leowald. Foto: Wilkhahn

Ausstellung „Learning from the Bauhaus“: Zeit.Bezüge – vom Bauhaus über die HfG Ulm ins Heute

Wilkhahn-Campus

Fritz-Hahne-Straße 8

31848 Bad Münder (Ortsteil Eimbeckhausen)

Webseite des Herstellers

Gegen Voranmeldung zu besichtigen. Anmeldungen bitte ebenfalls unter gisela.hahne@wilkhahn.de

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