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Neun Möbelentwürfe

Langsames Design: AHEC-Projekt Slow
Neun Möbelentwürfe

Noch bis zum 15. Mai 2022 präsentiert das Kunstgewerbemuseum Berlin in seiner ständigen Sammlung eine besondere Intervention: Das Projekt Slow integriert neun Design-Objekte in die bestehende Ausstellung.

Neun zeitgenössische Entwürfe, die aus amerikanischer Roteiche, Kirsche sowie Hart- und Weichahorn gefertigt sind, repräsentieren junge Stimmen modernen Designs. Sie bringen eine neue Form der Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit und Verantwortlichkeit im Kontext von Design, Produktion und Materialität zum Ausdruck. Die Ausstellung geht nun in die Verlängerung bis zum 15. Mai 2022.

Qualität von Design

So wie die Individualisierung eine Vielfalt an Lebens- und Konsumstilen hervorbringt, so geht sie auch mit einem veränderten Verständnis von Qualität in Bezug auf Design einher. Menschen hinterfragen mehr denn je, was sie kaufen: Sie denken über den Designprozess nach, über die Produktionsprozesse und die verwendeten Materialien sowie die übergeordneten Themen Nachhaltigkeit und Langlebigkeit. Produkte und Objekte, die Materialien möglichst lange in Wertstoffkreisläufen zirkulieren lassen, gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Einfluss des Designs auf Produktionsprozesse

In diesem Kontext stützt sich der Begriff Slow auf einen ganzheitlichen Ansatz für kreatives Denken, Prozesse und Produkte. Er steht für einen erweiterten Bewusstseinszustand, die Verantwortlichkeit für das tägliche Handeln und das Potenzial für eine Bereicherung an Erfahrungen für Einzelpersonen und Gemeinschaften. In der heutigen „schnellen“ Kultur ist ein bewusster Wandel hin zu Objekten zu beobachten, die langlebig sind, sich durch ein zeitloses Design auszeichnen, von hoher Qualität sind und über Generationen hinweg Bestand haben werden. Designer haben heute einen enormen Einfluss darauf, wie Produkte geplant werden, wo, womit und wie sie hergestellt werden.

Plattform für diese neue Generation

Die Zukunft für diese Entwicklung liegt in der nächsten Generation von Designern (sowohl derer, die jetzt noch studieren, als auch derer, die vor kurzem ihr Studium abgeschlossen haben). Das American Hardwood Export Council AHEC-Projekt Slow bietet eine Plattform für diese neue Generation und lädt sie dazu ein, innovative Produkte, Objekte und Ideen zu entwerfen, die eine Bewegung in Richtung „Slow Design“ widerspiegeln.

Slow-Projektteilnehmer

Anna Koppmann, Maximilian Beck, Theo Luvisotto, Clémence Buytaert, Simon Gehring, Hansil Heo, Haus Otto (Patrick Henry Nagel und Nils Körner), Maximilian Rohregger, Sarah Hossli und Lorenz Noelle.

Die Projekteilnehmer wurden gebeten, eines – oder eine Kombination – vier amerikanischer Laubhölzer auszuwählen: Roteiche, Hart- und Weichahorn und Kirsche. Diese Arten machen über 40 % der östlichen US-Laubwälder aus, eine der größten und nachhaltigsten Laubholzressourcen der Welt. Derzeit werden die drei Holzarten in Europa jedoch nur wenig verwendet, obwohl sie in Hinblick auf Nachhaltigkeit, Langlebigkeit, ästhetisches Aussehen und eine einfache Handhabung in der Produktion viele Vorteile bieten.

Aspekte Nachhaltigkeit und Langlebigkeit

Im Rahmen des Projekts werden somit Materialien in den Fokus gerückt, die derzeit weniger beliebt sind als andere, eine nähere Betrachtung aber durchaus verdienen. Jeder Designer hat ein Objekt entworfen, das seine Interpretation des Ausdrucks „Slow design for a fast change“ aufzeigt. Die Ergebnisse verdeutlichen, wie junge Designer ihren Beruf heute neu denken, wenn sie die Aspekte Nachhaltigkeit und Langlebigkeit berücksichtigen und den Fokus auf Qualität legen. Die von der deutschen Werkstatt Holzfreude gefertigten Entwürfe zeigen den Wert präziser Handwerkskunst auf und präsentieren eine Auswahl der besten Nachwuchstalente des Designs, eingebettet in den einzigartigen historischen Kontext des Kunstgewerbemuseums in Berlin.

Klimaneutralität über mehrere Faktoren erreicht

Das Projekt überzeugt nicht nur ästhetisch und theoretisch, sondern veranschaulicht auch einmal mehr, dass erfolgreiches Design nachweislich nachhaltig sein kann. Im gesamten Projektkontext betrachtet sind die neun Slow-Entwürfe in Summe mit einem Äquivalent von minus (-)110 kg Kohlenstoffemissionen besser als kohlenstoffneutral. Dieses Ergebnis hat die für das Projekt angefertigte Lebenszyklusanalyse (LZA) ergeben. Klimaneutralität wird hier über mehrere Faktoren erreicht, die zusammen alle generierten Kohlenstoffemissionen ausgleichen: Das Holz der Entwürfe dient als natürlicher Kohlenstoffspeicher, während bei der Herstellung ein geringer Energieverbrauch erzielt und auf 100% erneuerbare Energie gesetzt wurde. Außerdem nutzte die Werkstatt Holzfreude die angefallenen Prozessabfälle zur Energieerzeugung und es kamen nur kurze Transportwege zustande.


Ausstellung Slow

Ausstellungslaufzeit verlängert bis 15. Mai 2022

Kunstgewerbemuseum Berlin

Matthäikirchplatz, 10785 Berlin

Webseite des Museums


Über AHEC

Seit über 30 Jahren steht der American Hardwood Export Council (AHEC) an der Spitze der Promotion von Holz in Europa und hat erfolgreich eine unverwechselbare und kreative Marke für Laubhölzer aus den USA aufgebaut. Durch innovative Design-Projekte wie Legacy, The Smile und MultiPly für das London Design Festival demonstriert AHEC das Leistungspotenzial dieser nachhaltigen Materialien und liefert wertvolle Inspiration.

AHEC leistete bei der Analyse der Ökobilanz (Life Cycle Assessment/LCA) für Laubhölzer Pionierarbeit – ein Ansatz, der inzwischen auch von anderen Industrien übernommen wurde. LCA misst eine Reihe von Auswirkungen: den Primärenergiebedarf (aus erneuerbaren und nicht erneuerbaren Ressourcen), das globale Erwärmungspotenzial, das Versauerungspotenzial, das Eutrophierungspotenzial und das photochemische Ozonbildungspotenzial.

www.americanhardwood.org

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