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Mini-Luminale

Drei Hochschulen zeigen ihre Lichtinstallationen am Frankfurter Historischen Museum
Mini-Luminale

Mini-Luminale: Drei Hochschulen zeigten ihre Lichtinstallationen im Rahmen der Netzwerkversanstaltung  ‚innenarchitektur offen‘ des bdia bund deutscher innenarchitekten, Landesverband Hessen im Historischen Museum Frankfurt.

Wenige Stunden vor dem Startschuss der Luminale wurde das Event abgesagt, nicht ohne Bedauern. Der bdia Hessen beschloss nach einigem Abwägen dennoch, seine Veranstaltung am Donnerstag, den 12. März 2020 abzuhalten. Zahlreiche Gäste folgten der Einladung in den Leopold-Sonnemann-Saal im Historischen Museum Frankfurt.

Dazu hatte der bdia Hessen den Innenarchitektur-Nachwuchs dreier Hochschulen (Darmstadt, Wiesbaden und Mainz) eingeladen, sich mit dem Thema Licht im Kontext von Zeit, Ort, Raum und Mensch unter einem Leitmotiv „Ans Licht bringen“ auseinanderzusetzen. Fünf Lichtinstallationen sollten zur Luminale an der Fassade, im Eingangsbereich und im Stauferhafen des Historischen Museums Frankfurt zu sehen sein.

Hochschule Darmstadt – der alte Hafen

Während der Sanierung des Historischen Museums Frankfurt fand man den historischen Anleger des Frankfurter Stauferhafens. Was man als Besucher(in) der Ausgrabungsstätte sieht, sind Mauerfragmente und ein feuchter Eichenbalken. Um einen besseren Transfer der Geschichte zu erreichen, beschreiben die Innenarchitekten der Hochschule Darmstadt den Ort plakativ, nach dem Motto: Es steht drauf, was drin ist. Frankenfort. Historie. Eichenbalken. Stauferzeit.

Die Worte bringen eine längst vergangene Zeit ans Licht. Groß und plakativ, die Örtlichkeit beschreibend oder klein und transluzent, den ehemaligen Hafen mit positiven Gedanken, Träumen und Wünschen füllend.

Hochschule Darmstadt, Fine Hüneke und Marie Radotic; Leitung: Prof. Matthias Friedrich unterstützt durch den bdia Hessen und das HMF

Luminale
Hochschule Darmstadt, Fine Hüneke und Marie Radotic

Hochschule Mainz – Linked

Die Licht- und Klanginstallation ‚Linked‘ schlägt eine Brücke zwischen der analogen und der virtuellen Welt. Die Installation im Innen- und Außenraum des Historischen Museums Frankfurt besteht aus zwei an einer Membran gespiegelten Teilen: eine offene Stabstruktur auf dem Museumsplatz und ein geschlossener Baukörper im Foyer des Museums, in dem Besucher*innen mithilfe einer VR-Brille eine virtuelle Welt betreten können.

Vernetzung und Fremdsteuerung sind so auf unterschiedlichen Wahrnehmungsebenen wechselseitig zu erfahren. Auf dem Museumsplatz kann durch Berührung der Stabstruktur ein leuchtendes Netzwerk aktiviert werden, parallel erzeugt die Person Töne.

Hochschule Mainz, Studenten der Innenarchitektur unter der Leitung von Prof. Klaus Teltenkötter, Prof. Holger Reckter und Prof. Wolf Gutjahr in Kooperation mit der Kompositionsklasse der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt unter der Leitung von Prof. Orm Finnendahl, unterstützt durch den bdia Hessen und das HMF.

Hochschule RheinMain – Aufriss

Wer ist nicht neugierig? Genau diesem menschlichen Trieb, der Neugierde, widmet sich die Lichtinstallation ‚Aufriss‘ von Anne Schymura. Ihre Projektion an der Fassade des neuen Ausstellungshauses am Museumsplatz des Historischen Museums Frankfurt zeigt eine Aufnahme von Händen, die Schicht für Schicht Papier aufreißen. Die nächste Ebene erscheint.

Analog dazu kann man sich vorstellen, wie man zu den tiefer liegenden Schichten des Gebäudes gelangt.

Luminale
Hochschule RheinMain, to bee or not … von Veronika Staub.

Hochschule RheinMain – to bee or not

Im Leopold-Sonnemann-Saal verknüpft die Studentin Veronika Staub in einer skulpturalen Rauminstallation die gesellschaftlichen Aufgaben der Innenarchitektur mit der Organisation und dem strukturellen Aufbau eines Bienenstocks. to bee, or not … thematisiert damit die Funktion von Innenarchitektur und ihre Fähigkeit zur sozialen Mitgestaltung. Dabei stellt die Installation bewusst die Frage nach Verantwortung und verantwortungsvollem Handeln.

Hochschule RheinMain, Prof. Reiner Wiesemes, Anne Schymura, Maren Maidhof, Veronika Staub

Interior goes Green – zwischen Hype und Notwendigkeit

16 Mitglieder des bdia Hessen waren die Gastgeber des Abends und stellten ihre Arbeiten sowie ihre Arbeitsphilosophie vor. Unter dem Titel „Interior goes Green – zwischen Hype und Notwendigkeit“ ging man der Frage nach, was Innenarchitekten ganz konkret bei ihrer Arbeit tun können, um nachhaltig und ökologisch sinnvoll zu agieren.

Für Impulse und unterhaltsame bis nachdenklich stimmende Momente sorgte Dr. Michael Kopatz, Soziologe, Umweltwissenschaftler, Autor und Projektleiter am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie.

Eine Erkenntnis: bildet WG’s. Mehr Wohnfläche für den Einzelnen ist jedenfalls keine Lösung. Bauen im Bestand ist eine Lösung.

Bauen im Bestand – Weimarer Erklärung

Für den Klimaschutz hat Bauen im Bestand eine hohe Bedeutung und hier sind Innenarchitekt(inn)en die Experten: intelligente Umnutzungen und Revitalisierungen, Erweiterungen und Aufstockungen, nutzerspezifische Raumorganisationen und die Beziehung von Räumen untereinander.

Regionale Produktkreisläufe und die Verhältnismäßigkeit der eingesetzten Materialien zu beachten, gehört zu unserer Kernkompetenz. So schaffen Innenarchitekt(inn)en einen essenziellen Beitrag zum nachhaltigen Dreiklang aus Suffizienz, Konsistenz und Effizienz.

Um die Verantwortung für eine klima- und umweltschonende Planung und Umsetzung von Bauprojekten fächerübergreifend wahrzunehmen und in der Öffentlichkeit zu unterstreichen, haben die Mitglieder des bund deutscher innenarchitekten (bdia) am 30. November 2019 die Weimarer Erklärung verabschiedet.

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