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BAU 2021 als Aufbruchssignal für die Baubranche

BAU 2021
Aufbruchssignal für die Baubranche

Ist die BAU 2021 gefährdet? Nein, sagen die Veranstalter. Aller schlechten Nachrichten zum Trotz stehe die Messe gut da – und werde als positives Aufbruchssignal für die Branche mehr denn je gebraucht.

Noch läuft es einigermaßen rund am Bau. Der Bau-Boom der vergangenen Jahre sorgt für volle Auftragsbücher und eine gute Auslastung der Betriebe.

Doch das könnte sich spätestens 2021 ändern – denn wirtschaftliche Einbrüche wirken sich meist zeitversetzt auf die Baubranche aus.

Das jüngste ifo-Konjunkturbarometer rechnet bereits in den kommenden Monaten mit einem spürbaren Rückgang für das Bauhauptgewerbe. Und auch der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) erwartet, dass „der pandemiebedingte Einbruch noch bevorsteht“.

Alternativen zur Orgatec

„Aufbruchsstimmung erzeugen“

Vor diesem Hintergrund sprechen sich zahlreiche Unternehmen für eine Austragung der BAU 2021 aus. Die BAU, so der Tenor, könne ein starkes Signal setzen und, wie so oft in den vergangenen Jahren, Aufbruchsstimmung erzeugen – auch und erst recht in Corona-Zeiten.

Darauf setzt auch Dieter Schäfer, Vorsitzender des Fachbeirats BAU München. In einem offenen Brief an die Baubranche zieht er Parallelen zur Weltwirtschaftskrise 2008: „Erinnern Sie sich? Damals hatten wir ähnliche Diskussionen betreffend der BAU 2009 – nach dem Motto: Ist das kein Risiko? Kommt dies nicht zu früh? Kommen genügend Besucher?“

Es kam alles ganz anders. „Die Messe war ein voller Erfolg!“, so Schäfer. „Es war unglaublich beeindruckend, welch eine Aufbruchsstimmung bei der BAU 2009 herrschte und welcher Impuls davon ausging. Damit hätte niemand vorher gerechnet.“

Genau diesen Effekt erwartet er sich von der BAU 2021 – „um ein Zeichen zu setzen, dass es mit der Branche weitergeht, dass sie lebt.“

Reduziertes Konzept

„Wir sind dabei“

Trotz einiger Absagen vor allem deutscher Hersteller sei die Buchungslage gut, erklären die Veranstalter. Die 18 Messehallen seien zu drei Vierteln fest gebucht. Die Nachfrage aus dem Ausland sei größer denn je. Und für manche Ausstellungsbereiche sei die Nachfrage sogar größer als die zur Verfügung stehende Fläche – beispielsweise im Bereich Fliesen, Keramik und Bodenbeläge.

„Wir sind auf der BAU 2021 dabei, weil sich diese mittlerweile als wichtigste Fachveranstaltung im europäischen Raum für Fußbodenbeläge etabliert hat“, sagt Ulrich Scheffold, General Manager DE Listone Giordano/Margaritelli s.p.a. Er ist davon überzeugt, dass sich auch im nächsten Jahr das Fachpublikum wieder intensiv über Produktneuheiten informieren wird. „Dies wird vielleicht nicht mit der gleichen Quantität wie die letzten Jahre erfolgen, dafür jedoch mit etwas mehr Tiefgründigkeit.“

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Und auch Vertreter der Türen- und Fensterbranche sprechen sich für die Begegnung vor Ort aus. „Wir sind auf der BAU 2021, weil ein direkter physischer Austausch mit Kunden und Experten nicht ersetzbar ist, denn dabei werden Hirn und Herz angesprochen“, sagt Jürgen Benitz-Wildenburg, Leiter PR & Kommunikation beim ift Rosenheim.

Nur auf der BAU gebe es diesen intensiven Dialog zwischen Herstellern, Verarbeitern, Planern und Architekten. „Das kann keine Videokonferenz und kein virtueller Showroom ersetzen“, so Benitz-Wildenburg. „Das Tragen von Masken und den verantwortungsvollen Umgang mit ‚Social Distance‘ haben wir alle gelernt – und deshalb wird es sicher eine ungewöhnliche, aber dennoch eine erfolgreiche BAU werden.“

www.bau-muenchen.com

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