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Hybride Mietkonzepte im Apartment

Der Gast als Lebensform

Die am Individuum orientierte Gesellschaft macht Bindungen flexibler. Ziehen Stadtbewohner künftig als Dauernutzer ins Hotel? Manche Apartmentkonzepte erinnern ästhetisch aktualisiert an Fortschrittsversprechen der Moderne.

Autor Thomas Edelmann

Gräbt das private Vermieten à la AirBnb den Hotels Marktanteile ab? Oder behaupten sich neue Lebensformen, halb Zweck-WG, halb bespaßtes Teilzeitwohnen? Wird in den Städten das Mikroapartment zur verbreiteten Daseinsform?

Selbst zu entscheiden, wo man leben möchte, wird immer schwieriger. In der Immobilien-Branche spricht man mittlerweile vom „Lock-in-Effekt“. Menschen geben ihre zu groß gewordene Wohnung lieber nicht auf, da ein Umzug die Miete drastisch verteuern würde.

Da gute Immobilien derzeit Renditen versprechen wie kaum eine andere Anlageform, boomt das, was man gemeinhin den Wohnungsmarkt nennt. Der Knappheitskrise in den Städten entspricht ein Überangebot mit Leerstand in ländlichen Regionen. Stadtmenschen haben andere Probleme: Meist sind es begehrte preiswerte Wohnungen, die durch Neubau, Sanierung oder exklusive Vollausstattung vom Markt verschwinden. Wohnen wird selbst für mittlere Einkommen und Doppelverdiener unerschwinglich.

Für Wohnungssuchende in Ballungsräumen ist Rettung nicht in Sicht. Massiver Zubau neuer Stadtquartiere würde Frischluftschneisen blockieren und Erholungsräume zerstören. Wie sollen Städte für eine Gesellschaft auch aussehen, die sich Waren aller Art per Knopfdruck an die Wohnungstür liefern lässt? Was erwarten wir von der Stadt? Was stellen wir mit dem öffentlichen Raum an? Und vor allem: Wie wollen wir mit weniger Fläche künftig zusammenleben?

An den „Bauwirtschaftsfunktionalismus“ (Heinrich Klotz), den Massenwohnungsbau der 1960er- und 1970er- Jahre anzuknüpfen, verbietet sich von selbst. Wohnhochhäuser als Billigbauten gehen an gegenwärtigen Erwartungen komplett vorbei. Statt großer Lösungen und Patentrezepte bleiben Haupt- und Nebenwege. Mag sein, dass sie eher hübsche Eskapade sind als dass sie eine Lösung bieten, womöglich verlagern sie das Problem.

Schon expandieren in den Ballungsräumen neue hybride Angebotsformen: Arbeiten im Hotel oder hotelförmige Mietbüros – es entstehen Spielarten zwischen isoliertem Einzelapartment und ausgefeilten Dienstleistungen für Langzeitbewohner. Architekten und Stadtplaner nehmen Gedanken auf, wie sie etwa Vitra mit der Durchdringung von Wohn- und Arbeitswelten gestalterisch wiederholt durchspielte.

Gästegemeinschaften

Kehrt womöglich der Gemeinschaftsgedanke ausgerechnet im Zuge einer weiteren Ausdifferenzierung des Marktes zurück? „Es kann gut sein“, sagt Architekt Bernhard Franken, „dass mit neuen Nutzergenerationen neue Verhaltensweisen eintreten.“ Dabei sind es weniger soziale Verpflichtungen als hedonistische Anforderungen, die derzeit zu neuen Angeboten führen.

Wem das Hotel zu unpersönlich ist, wer aber auch die zwangsweise Nähe scheut, die mit dem Wohn-Sharing einhergeht, für den könnten diese Modelle des Zusammenlebens attraktiv sein. Kleine, gut ausgestattete Zimmer werden ergänzt durch groß- zügige Gemeinschaftsräume.

Bernhard Franken lehrt an der Peter Behrens School of Arts in Düsseldorf „3-D-Kommunikation“, eine Verbindung aus Architektur, Innenarchitektur und Kommunikationsdesign. In Lehre und Entwurfspraxis beschäftigt ihn das Konzept der „Räumlichen Erzählungen“, das er auch auf Wohn- und Hospitalitykonzepte überträgt. Ein besonders anregendes Projekt ist das ‚Libertine Lindenberg‘ mitten im Frankfurter Vergnügungsviertel Alt-Sachsenhausen. Zusammen mit Investor Steen Rothenberger und der Berliner Filmemacherin und Illustratorin Kathi Kæppel entwickelte Franken ein räumliches Szenario für den temporären Wohnort.

Mit 27 meist kompakten Zimmern und großen Gemeinschaftsräumen umfasst das Projekt Hochbau wie Innenarchitektur. Franken sanierte ein mehrgeschossiges Gründerzeithaus und ergänzte es mit einem zweigeschossigen Neubau, der lokale Bautraditionen aufgreift.

Libertine ist eine fiktive Person hinter dem detailversessen und zum Teil überraschend gestalteten Haus. Sie und ihre angenommenen Erlebnisse im Nachkriegs-Frankfurt mit GIs, oder in nahegelegenen Apfelweinlokalen und Musikclubs, bilden den historischen Hintergrund für die Gegenwart einer heutigen Gästegemeinschaft. Die besteht aus festen Bewohnern und solchen, die nur ein paar Tage bleiben. Sie entscheiden, ob sie in der Kochlandschaft im Dachgeschoss selbst kochen oder sich bedienen lassen möchten, ob sie lieber selbst waschen oder ihre frische Wäsche aufs Zimmer bekommen. Auf Wunsch werden sogar Einkäufe erledigt.

Anders als im Hotel, gibt es allerdings keinen Nachtportier, statt Schlüsseln werden Zugangscodes ausgegeben. Angesichts der Lage an einer Partymeile kann es am Wochenende in der Umgebung etwas lauter werden. Womöglich der richtige Zeitpunkt, um einem Konzert mit Live-Mitschnitt zu folgen, wie sie im hauseigenen Tonstudio gelegentlich stattfinden.

Für das ‚Lindenberg Lindley‘, ein weiteres Haus mit nun 100 Betten, das derzeit im Frankfurter Osthafen gebaut wird, entwarf Franken das Gebäude, mit der Ausführung des Innenraum-Konzepts, hat er hier nichts mehr zu tun. Doch konzipierte er einen vertikalen Gemeinschaftsbereich, genannt „Wunderkiste“, mit Konferenz-Kino, Garten und Coworking-Space, die sich zur Straße hin mit großen Fenstern öffnet.

„Durch hybride Nutzungsformen entstehen Dinge, die noch gar nicht greifbar sind“, sagt der in Szenarien denkende Architekt. Womöglich lösen sich Wohnungsgrenzen in Zukunft auf. „Vielleicht spielt die Wohnung als persönliches Territorium in Zukunft eine geringere Rolle. Gemeinschaftlich genutzte Bereiche würden wichtiger, der Individualbereich ist minimalisiert.“ Einen Vorgeschmack darauf bietet ‚Libertine Lindenberg‘ bereits heute.

Vorbilder der Moderne

So gegenwärtig die Ausformungen solcher Boardinghouse- und Sharing-Konzepte auch sind, unter gänzlich anderen Verhältnissen spielten sie bereits für Sozialreformer und Bauavantgardisten zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine große Rolle. Die „Einküchenhaus“-Bewegung sah sich als Emanzipationsprojekt. In großen Wohnanlagen mit gemeinsamer Essenversorgung sollte nicht nur ein neues Lebensgefühl entstehen, sondern Frauen sollten zudem von Hausarbeit entlastet werden.

Bekanntestes Beispiel war der genossenschaftliche „Heimhof“ in Wien mit 270 Ein- und Zweizimmer-Wohnungen, wo ab Anfang der 1920er-Jahre Zentralküche, Speisesaal und Gesellschaftsraum sowie Zentralwäscherei zur Verfügung standen. Wer Individualität vorzog, ließ sich das Essen per Aufzug in die Wohnung schicken. Ein Dienstmädchen pro Stockwerk versah die nötigen Arbeiten. Das Wohnen in „Ledigenheimen“ bildete den Auftakt zu einer selbst bestimmten Lebensweise, die bis dahin bestenfalls Verheirateten oder Familien zugestanden wurde.

Nicht am Bauhaus, sondern in der Breslauer Werkbund-Ausstellung „Wohnung und Werkraum“ (1929), realisierte Hans Scharoun sein Ledigenheim mit kompakten Maisonette-Wohnungen und Adolf Rading ein „Kollektivhaus“. Rading wollte „Familien aus ihrer Vereinzelung herauslösen und zu gemeinsamen Aktivitäten anregen“, schrieb Lieselotte Ungers 1993 in ihrer Bestandsaufnahme über die Siedlungen der Zwanzigerjahre.

Sharing à La Narkomfin

Beide Architekten kombinierten großzügige Gemeinschafts- und Service-Einrichtungen mit kompakten Rückzugsräumen. In Moskau schufen die konstruktivistischen Architekten Moissei Ginsburg und Ignatii Milinis zwischen 1928 und 1930 das ‚NarKomFin‘-Kommunehaus für Mitarbeiter des Finanzministeriums.

Dessen Apartments waren bewusst klein gehalten, um die Räume vor späterer Aufteilung und Verwandlung in Mehrfamilien-Kommunalkas zu bewahren. Der einst als Beispielbau zur Propagierung einer sozialistischen Lebensweise konzipierte Komplex enthielt Wohnungen mit Kleinstküchen und sollte dazu dienen, den Bewohnern eine bourgeoise, patriarchale Lebensweise abzutrainieren.

Das unter Denkmalschutz stehende, lange verfallende Gebäude wird seit 2017 von Aleksey Ginsburg, dem Enkel des Erbauers, saniert. Bereits wiederhergestellt ist das ‚Isokon‘-Apartmentgebäude, die ‚Lawn Road Flats‘, die Architekt Wells Coats für den Unternehmer Jack C. Pritchard entwarf.

Kaum fertiggestellt, wurde das Apartmenthaus zum ersten Wohnort für Architekten und Gestalter wie Walter und Ise Gropius, Arthur Korn, Lázló Moholy-Nagy und Marcel Breuer auf ihrem Weg weg aus Deutschland. Auch Spanien-Flüchtlinge und Intellektuelle genossen den ungewöhnlichen Service, der eine Gemeinschaftsküche und einen Butler pro Flur vorsah, um etwa „Turkish Kebab“ oder Flusskrebse zu kredenzen.

Breuer gestaltete später für Pritchard die Isokon-Bar des Hauses sowie seine bekannte Kollektion von Schichtholz-Möbeln. Schon in den späten Zwanziger- und frühen Dreißigerjahren hatten sich Modernisten für Apartmentkonzepte begeistert. So zeigten Gropius und Breuer in der Ausstellung des Deutschen Werkbunds in Paris 1930 Ausschnitte aus Apartmenthochhäusern, möbliert mit zeitgenössischen Stahlrohrmöbeln.

Insbesondere Gropius widmete sich dabei Gemeinschaftsräumen zum Lesen und für Vorträge oder Bars und Dachterrassen. Bei der Bauausstellung „Die Wohnung unserer Zeit“ in Berlin 1931, gerieten vor allem Architekten und Gestalter wie Mies van der Rohe und Lilly Reich in die Kritik, da sie Apartments für kinderlose Ehepaare zeigten, gestaltet mit edlen Materialien und reduzierten Formen – aber eben nicht den aktuellen Nöten der Zeit entsprechend.

In seiner klugen kunsthistorischen Dissertation über die deutsche Entwicklung der Weimarer Zeit „Vom Ledigenheim zum Boardinghouse“ zieht Markus Eisen eine kritische Bilanz. Die schön und leidenschaftlich gestalteten Entwürfe der Moderne hätten falsche Zukunftshoffnungen beschworen, wenn auch in bester Absicht. Auch daher habe sich ihre visionäre, auf Befreiung abzielende Wohnweise nicht durchsetzen können. Hoffen wir, dass den marktgetriebenen Erneuerern alternativer Lebensweisen eine ähnliche Bilanz erspart bleibt.

Weitere Beiträge zum Thema Wohnen finden Sie hier

https://www.md-mag.com/interior-architecture/fachbeitraege/opinion/hotel-2/

Hybrid rental concepts

The guest as a form of life

A society geared towards individuals makes social ties more flexible. In future, will urban dwellers move into hotels as permanent residents? New apartment concepts, updated aesthetically, are reminiscent of the progress promises of modernity.

Author: Thomas Edelmann

With their new service and furnishing concepts somewhere between community and individuality, landlords advance into the cities. The pioneers of modernity already used apartments as a Utopian, free form of life.

Will private accommodation like Airbnb snatch away market shares from hotels? Or will new forms of living, halfway between conveniently shared apartments and amusing part-time dwellings, hold their ground? Will living in micro-apartments become the predominant form of existence in cities? Individuals find it increasingly difficult to decide where they want to live.

The real-estate market has coined a new term, talking about the lock-in effect. People living in apartments that have become too big for them don‘t want to give them up because moving would lead to a drastically higher rent.

Considering appealing properties currently promise profits like hardly any other form of investment, the segment commonly known as the housing market is booming.

The critical shortage of living space in cities is juxtaposed by a surplus and vacancies in rural areas. Urban dwellers face different problems. In most cases, coveted, affordable apartments will disappear from the market to be replaced by new buildings, renovations or exclusive, fully furnished units. Even for the middle class and people with two incomes living becomes unaffordable. But there‘s help in sight for apartment seekers in conurbations.

Massive developments in new city quarters would block up fresh-air corridors and destroy recreational areas. What are cities intended to look like in a society that has products of all kind delivered to the front door at the touch of a button? What do we expect from the city? What do we do with public spaces? But the key issue is how we want to live together in times to come in which there is less available space?

We can rule out repeating an economically oriented functionalism in building (Heinrich Klotz) and mass housing like in the 1960s and 70s.

Cheaply constructed residential tower blocks completely disregard current expectations. Instead of large-scale solutions and one-size-fits-all solutions we should be exploring other alternatives. Quite possible that they are a rather nice-looking caprice and don‘t offer a solution, yet they potentially shift the problem. In conurbations we are already witnessing an expansion of hybrid offers. Working in a hotel or in rented offices similar to hotels – new forms come into being between isolated single apartments and sophisticated services for long-term residents. Architects and urban planners take up ideas like the one Vitra repeatedly acted out by creatively pervading domestic and working worlds.

Guest communities

Is it possible that the community idea returns, now (of all times) when the market is faced with further segmentation? Architect Bernhard Franken says: “it may well be that new user generations will entail new behavioral patters.” However, the reasons for the current creation of new offers are not so much social responsibilities but hedonistic demands.

If you feel hotels are too impersonal and you also dread the compulsive proximity of co-habiting, these models of living together could be appealing to you. Small, well equipped rooms that are complemented by generous community facilities. Bernhard Franken teaches “3D communication” at Peter Behrens School of Arts in Düsseldorf, a combination of architecture, interior design and communication design. He deals with the concept of “narrative spaces” both in his teaching and designing capacity, which he also transfers to domestic and hospitality concepts.

“Libertine Lindenberg” is a particularly stimulating project at the heart of Frankfurt’s entertainment district of Alt-Sachsenhausen. In co-operation with investor Steen Rothenberger and Berlin movie maker and illustrator Kathi Kaeppel, Franken developed the spatial scenario for a temporary domicile. The project comprises high-rise building and interior design, featuring 27 mostly compact rooms and large community facilities. Franken restructured a multi-storey, turn-of-the-century house and complemented it with a two-storey new building that picks up on local building traditions. Libertine is a fictitious person at the core of this house that has been planned down to the last detail and offers more than one surprise.

She and her assumptive experience with GIs in post-war Frankfurt or in nearby apple-cider pubs and music clubs provide the historical background for the present-day guest community. This community comprises long-term residents and guests staying only for a few days. They decide for themselves whether they want to prepare their meals in the kitchen space on the top floor or want to be served, whether they prefer to do their laundry personally or take advantage of the laundry service.

If you wish, even your shopping will be done for you. However, in contrast to hotels there is no night porter, and instead of keys you receive an access code. The building is located in the party district, so that on weekends the noise level may reach boiling point. This is probably the best time to witness live concert recordings that occasionally take place at the in-house recording studio.

“Lindenberg Lindley” is another such building with 100 beds that is currently under construction at Frankfurt‘s Osthafen. Franken designed the building, yet in this case he has nothing to do with the interior concept. However, he conceived a vertical common area called “Wunderkiste” complete with conference cinema, garden and co-working space with large windows opening out toward the street.

The architect thinks in scenarios and says: “through hybrid forms of use things come into being that are not yet tangible.” Perhaps there will no longer be limits in dwellings to come. “It is possible that apartments in the sense of a personal space will only play a less important role in the future. Shared areas would gain important, individual areas marginalized.” “Libertine Lindenberg” offers a first impression already today.

Models for modernity

As contemporary as the forms of such boarding-house and sharing concepts may seem, they played a big role already at the beginning of the 20th century in the visions of social reformers and construction avant-gardists. The “one-kitchen-house” movement regarded itself as an emancipation project. Large residential buildings with communal kitchen facilities were intended not only to create a new attitude to life, but women were also to be relieved of domestic chores.

The best known example was the “Heimhof” co-operative in Vienna with its 270 one and two bedroom apartments, dating back to the 1920s. The development featured a central kitchen, dining hall, shared meeting lounge and a central laundry available to every resident. Anyone preferring individuality had their food delivered to the apartment via a lift. One maidservant per storey carried out necessary chores.

Living in a home for unmarried persons was the beginning of an autonomous way of life that had up to then at best been a privilege of married people or families. Hans Scharoun realized his “home for the unmarried” with its compact maisonette apartments and Adolf Rading brought to life his “collective house” not in the context of the Bauhaus movement but in the “Wohnung und Werkraum” (dwelling and working space) Werkbund exhibition in Wrocław (1929). Rading‘s aim was to “extract families from their isolation and encourage joint activities”, as Lieselotte Ungers wrote in 1933 in her analysis of the 1920s housing estates.

Sharing à la NarKomFin

Both architects combined generously laid-out communal and service facilities with compact, individual retreats. In Moscow, constructivist architects Moisei Ginsburg and Ignaty Milinis created “NarKomFin” between 1928 and 1930, a collective building for the employees of the Ministry of Finance. The individual apartments were deliberately kept small to prevent them from being subdivided and transformed into multi-family “kommunalkas” (communal apartments). The development, originally conceived as a paragon for propagating a socialist way of life, included apartments with miniature kitchens and was meant to wean inhabitants away from a bourgeois, patriarchal lifestyle.

Since 2017, the listed building that had been derelict for many years has been undergoing renovation under the management of Aleksey Ginsburg, the grandson of the man who built it. In contrast, the ‘Isokon’ project ‘Lawn Road Flats’ apartment building, has already been restored; it had been designed by architect Wells Coates for the entrepreneur Jack C. Pritchard.

Immediately after completion the apartment building became the first home for architects and designers like Walter and Ise Gropius, Arthur Korn, Lázló Moholy-Nagy and Marcel Breuer on their way out of Germany. Fugitives from Spain and intellectuals, too, enjoyed the unusual service provided by a shared kitchen and one butler per corridor who, for instance, served them ‘Turkish kebab’ or crayfish. Later on, Marcel Breuer designed the Isokon building‘s bar and his well-known collection of laminated-wood furniture. As early as the late 1920s and 30s, modernists had been enthusiastic about apartment concepts. Gropius and Breuer, for instance, presented sections of high-rise apartment buildings, furnished with contemporary tubular-steel furniture, at the exhibition of Deutscher Werkbund in Paris in 1930.

It was Gropius, first and foremost, who was dedicated to shared facilities for reading and lectures or bars and roof terraces. 1931, at Deutsche Bauausstellung in Berlin, saw the staging of ‘Die Wohnung unserer Zeit’ exhibition (The Home for Our Age).

Most of all architects and designers like Mies van der Rohe and Lilly Reich were criticized because they showed apartments for couples without children, styled with elegant materials and reduced shapes that did not comply with the needs of the time.


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