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ManufakTour

Hinter den Kulissen der Hersteller

Hautnah die Produktionsprozesse renommierter Hersteller erleben, das konnten 40 Architekten auf einer zweitägigen Reise ManufakTour durch Ostwestfalen.

“Ich schaue meinen Türgriff, meine Badewanne, mein Sofa und meine Beschläge mit anderen Augen an und das nach nur zwei Tagen!”, fasst Uwe Frick, von Frick.Reichert Architekten aus Frankfurt zusammen. 40 Architekten, vier Hersteller, zwei Tage – die erste ManufakTOUR war eine gelungene Veranstaltung für alle Beteiligten.

Wie viel Handarbeit und wie viele Produktionsschritte notwendig sind, bis zum Beispiel der Klassiker unter den Türdrückern, die Nummer 1076, versandfertig ist, konnten die Teilnehmer bei FSB in Brakel erleben. Faszinierend für die Teilnehmer war dabei der Grad der Automatisierung und gleichzeitig der hohe Anteil an Handarbeit. Bis eine Klinke das Werk in Brakel verlässt, sind unzählige Arbeitsschritte notwendig.
Bei Bette in Delbrück erlebten die Teilnehmer nicht nur riesige, imposante Stahlpressen bei der Arbeit. Im Baulabor demonstrierte man zudem sehr anschaulich die extreme Strapazierfähigkeit der Oberfläche der Bade- und Duschwannen aus Stahl-Emaille. Weder Nagellack, Feuer noch Hammerschläge konnten der Oberfläche etwas anhaben. Beim gemeinsamen Abendessen ergaben sich bei weiteren Gesprächen mit Firmenvertretern als auch Kollegen aus anderen Architekturbüros viele neue Kontakte. Jan Kampshoff vom Architekturbüro modulorbeat aus Münster bot mit seinem kurzweiligen Vortrag über temporäre Prototypen zusätzlich Gesprächsstoff.
Am zweiten Tag durften die Teilnehmer bei COR live dabei sein, wie beispielsweise der Sofaklassiker Conseta entsteht. Alle Möbel werden vollständig in Rheda-Wiedenbrück produziert und unterliegen strengen Qualitätskontrollen. Neben individuellen Maßen ist aber auch die Verwendung eigener Stoffe möglich, sollte die Auswahl von 600 Stoffen und 300 Ledern nicht ausreichen. Die Firma MWE in Everswinkel überzeugte die Architekten durch ihre Kompetenz im Bereich der Edelstahlverarbeitung. Kleinserien und Sonderanfertigungen sind das Spezialgebiet der noch jungen Firma.
Das Fazit der Teilnehmer und der Firmenvertreter war durchweg positiv. “Mit den Einblicken hinter die Kulissen lokaler Manufakturen kann ich deren Produkte nun noch zielgerichteter in unserer Architektur einsetzen”, schrieb Hinrich Fromme von Kohl & Fromme. Zum einen bot sich also die Gelegenheit hautnah mitzuerleben, wie gegossen, gestanzt, lackiert, poliert und kontrolliert wird. Zum anderen konnte man das Netzwerk untereinander und zu den Firmen ausbauen und viele neue Kontakte knüpfen.
Eine Veranstaltung der Konradin Architektur. Weitere manufakTOURen folgen 2016.

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