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MAX45: Junge Architekten in Norddeutschland

Junge Architekten in Norddeutschland
MAX45

Welches Potenzial in den Projekten von jungen Architekturbüros in Norddeutschland steckt, zeigen die prämierten Bauten des Architekturpreises ‚MAX45 – Junge Architekten‘.

Das Spektrum der Prämierungen reicht vom kleinen Wohnhaus an der Ostsee bis zum Gewerbebau in Bremerhaven, vom Wohn- und Geschäftshaus in Bremen bis zur Erweiterung eines Schullandheims in der Nähe von Hameln.

Junge Architekten in Norddeutschland

Teilnahmeberechtigt waren alle Architekten und Stadtplaner, die freischaffende Mitglieder der Architektenkammern in Bremen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern oder Schleswig-Holstein sind und einen Geschäftssitz in einem dieser norddeutschen Bundesländer haben. Der Name ist Programm: Teilnehmer dürfen bis Ende 2021 maximal 45 Jahre alt sein. Von insgesamt 21 eingereichten Arbeiten hatte das Preisgericht in seiner Sitzung Anfang Juni nach gewissenhafter Diskussion 18 Arbeiten in die Wertung genommen. Am Ende vergab die Jury fünf gleichwertige Preise und nahm zwei Arbeiten in die Engere Wahl.

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MZH Riepenburg, Erweiterungsbau eines Schullandheims von KUBIK Architektur aus Hannover. Foto: Benjamin Zweig

Die Preisträger im Details

Einen Preis erhielt der Erweiterungsbau des Schullandheims im niedersächsischen Aerzen bei Hameln. Frank Lindner und Elias Fuchs von Kubik Architektur aus Hannover schufen einen Neubau in landschaftlich spannungsvoller Lage, der zwei historische Bettenhäuser miteinander verbindet. Die Jury urteilt, „Die sorgfältige Materialisierung und Detaillierung machen den Neubau zu einer wertvollen Ergänzung des Vorhandenen. Seine Orientierung, die Durchlässigkeit in die Landschaft und die Erweiterung durch das Atrium verbinden außen und innen äußerst wirkungsvoll. Einfach und angemessen und dennoch ein Raumwunder.“

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Wohn- und Geschäftshaus Hulsbergspitze von Wirth Architekten aus Bremen. Foto: Caspar Sessler

MAX45 – Urbaner Baustein

Ein weiterer Preis befindet sich in Bremen: Das sechsgeschossige Wohn- und Geschäftshaus Hulsbergspitze der jungen Architekten Jan und Benjamin Wirth steht auf einem spitz zulaufenden Grundstück an einer belebten Straßenkreuzung, an der fünf Straßen mit sehr unterschiedlicher Bebauung aufeinandertreffen. Die Jury betont, dass der „Solitär ohne Rückseite“ städtebaulich geschickt eingefügt ist und die Fassadenabwicklung mit den vielgestaltigen Balkonen sowie die polygonalen, aber dennoch klaren Grundrisse gut nutzbare Wohnungen erwarten lassen. Ein gelungener urbaner Baustein mit skulpturalen Qualitäten.

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Kita Sonnenblume in Geestland von Schultz Sievers Architektur aus Bremerhave. Foto: Archimage, Meike Hansen

Klare Struktur für ländlichen Standort

Eine Kita für 65 Kinder planten die Architektinnen Cathrin Schultz und Kathrin Sievers von Schultz Sievers Architektur aus Bremerhaven. Der Neubau in Geestland begegnet dem schmalen Grundstück mit einem lang gestreckten Gebäude, das aus zwei Riegeln mit geneigten Dächern zusammengesetzt ist. „Die Kita überzeugt durch eine klare Struktur, die passend zum ländlichen Standort an eine Scheune erinnert und als Sonderbau eine gute städtebauliche Einbindung in das geplante Einfamilienhausquartier verspricht“, meint das Preisgericht. „Eine simple, unaufgeregte Lösung mit großer Wirkung.“

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Neubau eines Bürogebäudes mit Lagerhalle von Schultz Sievers Architektur aus Bremerhaven. Foto: Archimage, Meike Hansen

Einfache Kubatur

Auch der Neubau eines Bürogebäudes mit Ausstellungsflächen und Lagerhalle für die Elektro Sasse GmbH in Bremerhaven stammt von den beiden Architektinnen, die sich somit über zwei Preise freuen können. Der zweigeschossige Neubau hebt sich mit seiner geradlinigen einfachen Kubatur und der prägnanten Fassadengestaltung aus schwarzem Trapezblech in dem Gewerbegebiet ab. „Die sorgfältig proportionierte Fassade und die Konzentration auf die Farben Schwarz, Weiß und Grau scheinen der Identität des Unternehmens angemessen. Dass sich innen ein zweigeschossiger Raum mit Empore und Ausstellung verbirgt, ist nicht selbstverständlich. Ein bemerkenswerter Beitrag für einen Gewerbebau“, erklärt die Jury.

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Haus B in Timmendorfer Strand von Henrik Becker. Foto: Lisa Winter

Zeitgenössisches Reetdach

Der fünfte Preis MAX45 geht nach Schleswig-Holstein. Henrik Becker erhält ihn für das „Haus B“ in Timmendorfer Strand. Das Haus mit dem markanten Reetdach ist entlang der Firstlinie in zwei separate Wohnungen aufgeteilt. So urteilt das Preisgericht: „Das Haus transformiert die Typologie des Reetdachhauses ins Zeitgenössische. Seine große, ruhige Dachfläche stülpt sich wie ein Hut übers Haus. Die Räume sind klar strukturiert, fein detailliert und konsequent materialisiert. Seien es die beiden Eingänge unter den tiefen Gaupen, die mutigen, konstruktiven Übereckverglasungen, der gerahmte Blick durchs Dach oder die Galerie mit den Oberlichtern. Ein Haus mit individuellen und ungewohnten Raumsituationen.“

Das Ergebnis wurde offiziell bei der Preisverleihung am 14. Oktober 2021 im Foyer der VHV in Hannover bekanntgegeben. Nicht nur die prämierten Arbeiten sondern auch die übrigen von der Jury in die Wertung genommenen Projekte sind in einer Ausstellung vertreten, die nun durch Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern wandern wird.

Die erste öffentliche Ausstellung ist vom 1. – 29. November 2021 im Foyer (1. OG) der Bauverwaltung der Landeshauptstadt Hannover, Rudolf-Hillebrecht-Platz 1 (Öffnungszeiten: Mo-Fr jeweils von 8 – 18 Uhr). Es gelten die aktuellen Hygienebedingungen. Zur Ausstellung ist eine Broschüre erschienen, die über das BDA-Landessekretariat zu beziehen ist. Weitere Informationen, auch zu den Ausstellungsstationen, finden Sie unter www.bda-niedersachsen.de und auf den Internetseiten der anderen beteiligten BDA-Landesverbände.

„Die Jungen bilden die Zukunft, wortwörtlich“, betont der Juryvorsitzende Prof. Dan Schürch in der Ausstellungsbroschüre und fordert alle institutionellen und öffentlichen Bauträger nachdrücklich dazu auf, die Junge Architekten als wichtige Akteure der Baupolitik anzuerkennen und als regulären Bestandteil aktiv in alle strategischen Maßnahmen der planerischen Überlegungen mit einzubeziehen. „Denn sicher ist, dass die unter 45-jährigen Architekten definitiv viel zu sagen haben.“

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