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Designpreis: Preisträger des Focus Open 2021 stehen fest

Preisträger des Focus Open 2021 stehen fest
Internationaler Designpreis

Auch 2021 belohnt der Focus Open wieder zukunftsweisendes Design. Design schafft Mehrwert, Design ist Wettbewerbsvorsprung. Einige Preisträger stellen wir hier genauer vor.

Der Designpreis Focus Open ist einer der wenigen nichtkommerziellen Designpreise mit internationaler Ausrichtung in Deutschland. Focus Open, der Staatspreis des Landes Baden-Württemberg zeigt, was in Sachen Gestaltung, Innovation und Nachhaltigkeit State-of-the-Art ist – jährlich und transparent. Auch 2021 belohnt der Focus Open die Innovations- und Designqualität neuer Produkte, Services und Konzepte.

Die unabhängige Jury hat sich für ihre Favouriten entschieden und die Auszeichnung des Focus Open in Gold, Silver, Meta und Special Mention vergeben. md hat sich einige Preisträger des Designpreises herausgepickt und stellt diese vor.

Kategorie Materials & Surfaces

Kettwirkware des Herstellers Rökona Textilwerke GmbH & Co KG

Design Inhouse

www.roekona.de

Nur sortenreine Materialien sind wirtschaftlich recycelbar, das ist hinreichend bekannt. Doch Mono-Materialien stellen Entwickler*innen vor große Herausforderungen, spätestens dann, wenn es um die Kombination verschiedener Eigenschaften geht. Das beginnt bereits bei der farblichen Anmutung – wird sie mittels einer zusätzlichen Applikation realisiert, entsteht wieder ein Verbundmaterial. Dass es auch anders geht, zeigen die beiden im Wirkverfahren produzierten Textilien für das Interieur von Fahrzeugen, speziell für die Beschattung von Panoramadächern.

Der Glanzgrad der Textilien hängt von der Art ab, wie die einzelnen Fäden gelegt wurden. Je nach Lichteinfall reflektieren die Oberflächen unterschiedlich – bei starkem Licht wirkt die Fläche glänzend, bei wenig Licht ausgesprochen matt. Die metallische Optik entsteht ohne zusätzliche Bedampfung, das Material bleibt komplett metallfrei. Der Wirkprozess lässt sich variieren und bringt verschiedene, metallische Farben hervor.

Urteil der Jury

Eine Materialentwicklung, die in die richtige Richtung weist und zeigt, dass Verbundmaterialien durchaus verzichtbar sind. Hier knüpft die intelligente Veränderung von Prozessen an die Forderung nach zeitgemäßem Design und Kreislaufwirtschaft an. Obwohl für die Autobranche konzipiert, sollten die Textilien ihren Weg auch in andere Bereiche finden.

Kategorie Public Design, Urban Design

Jüdisches Museum Göppingen Ausstellungskonzeption

Ranger Design und Karl-Heinz Rueß

www.ranger-design.com

Das Museum widmet sich der Geschichte der jüdischen Bevölkerung des Göppinger Teilortes Jebenhausen und fand bereits 1992 in der dortigen ehemaligen evangelischen Kirche seinen Platz. Präsentierte das Museum zunächst die Zeitspanne von 1777 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs, so steuert die Aktualisierung 2019 neue Erkenntnisse bei, widmet sich zusätzlich der Erinnerungskultur und wagt einen Blick in die Zukunft. Erstfassung und Update wurden vom gleichen Büro gestaltet. Das primär auf Wissensvermittlung ausgelegte Konzept geht behutsam mit der historischen Sakralarchitektur um, verdichtet und weitet sich, ähnelt einer zweiten, über der Bausubstanz liegenden Geschichtsebene. Die Neugestaltung versteht sich als Weiterentwicklung, die vorhandenen Einbauten und Vitrinen wurden modifiziert und weitestgehend übernommen.

Urteil der Jury

Allein schon die Kombination von Ort und Thema ist spannend. Die Ausstellung integriert sich sehr gut in den Kirchenraum und respektiert dessen eigene Rolle. Dennoch ist die Schau sehr prägnant gestaltet, sie zeigt sich sachlich mit gut gelöster, typografischer Ausarbeitung.

Kategorie Licht

Leuchtenfamilie Q Four der Nimbus Group GmbH

Design Inhouse: Dietrich Brennenstuhl, Hannes Roeder, Moritz Merkel

www.nimbus-lighting.com

Speziell entwickelte Linsen ermöglichen es, das LED-Licht fast ohne Streulicht zu fokussieren. Zugleich sorgen der kleine Lichtaustritt und die Entblendung dafür, dass die vier LED-Lichtquellen nicht wirklich erkennbar sind. Der Lichtstrom scheint also direkt aus einer Blackbox zu kommen und wirkt als präzise gesetzter Hellwert auf den zu illuminierenden Flächen, die damit besonders brillant anmuten. Die Entblendung verleiht der Innenbeleuchtung gläserner Architektur eine neue Qualität, da sie Reflektionen auf den Scheiben ausschließt.

Die Leuchtenfamilie umfasst insgesamt vier Modelle: ein Aufbau-Downlight, die Einbauversion, die dreh- und schwenkbare Aufbauvariante sowie die Stromschienen-Version. Damit lassen sich verschiedenste Lichtszenarien mit einem Leuchten-Grundtypus realisieren. Abmessungen und Radien nehmen überdies Bezug auf das Modul Q 36, einen über zehn Jahre alten Klassiker des Unternehmens.

Urteil der Jury

Ein herausragendes Beispiel für Invisible Light, für Licht also, das seine Quelle zunächst nicht offenbart, weil diese keine Streuung produziert. Mit seinen vier formal absolut reduzierten Varianten bleibt das System überschaubar, bietet aber ausreichend Optionen für unterschiedliche Szenarien.

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