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Theatralische Inszenierung

Ausstellungen
Theatralische Inszenierung

Am Anfang war das Theater der Ort der Mode: Was man bei Hofe trug, zeigte man zu Zeiten Marie Antoinettes im Theater. Auf der Bühne. Im Publikum. Ihre Hofschneiderin Rose Bertin stattete dann hölzerne Modepuppen in halber Lebensgröße mit verkleinerten Versionen der neuesten Kleider und Accessoires aus, und ließ sie in luxuriösen Kutschen an die verschiedenen europäischen Höfe fahren. Der Vorläufer des Catwalk. Heute ist Mode Theater, Spektakel, Inszenierung. Der Catwalk ist die eigentliche, bildschöpfende Leistung der Modemacher, und die Mode definiert sich in diesem Kontext als Raumkunst. Der spektakuläre Catwalk markiert somit einen Paradigmenwechsel der Mode und wird zu einem der kulturellen “Leitmedien” des 21. Jahrhunderts. Er bezeichnet den Wechsel zur Konzeptionalisierung der Mode, die Abkehr vom Outfit, und krönt sich versuchsweise in jenen Räumen, die die Mode-Industrie heute selber schafft, um Raum und Zeit ihrer Performance total zu definieren. Provokativ fragen die Ausstellungsmacher: “Gehört die Mode selbst ins Geschichtsmuseum? Und der Catwalk ins Museum für Zeitgenössische Kultur?”

Bis 1.11.2009
NRW-Forum Kultur und Wirtschaft
Ehrenhof 2
D-40479 Düsseldorf
Telefon +49-(0)211-8926690

Theatrical Enactment
In the beginning, the theatre was the place where fashion happened. In Marie Antoinette’s time, what was being worn at court was shown at the theatre. On stage. In the audience. It was the queen’s dressmaker Rose Bertin who used half-sized wooden mannequins to try on smaller versions of her latest garments and accessories and had them then driven to diverse European courts in luxurious coaches. The forerunner of the catwalk was born. Today, fashion is theatre, spectacle and enactment all at once. The catwalk is, in actual fact, an image-creating achievement of the creators of fashion, and fashion defines itself in this context as an art of interior design. Thus the spectacular catwalk marks a paradigm shift of design and turns into one of the key cultural media of the 21st century. It describes the change toward a conceptualisation of fashion, a turning away from the outfit, crowning itself tentatively in exactly those expanses that today are created by the fashion industry itself in order to totally define space and time of its performance. The exhibition’s organisers pose the provocative question: “Should fashion as such be banished to the historical museum? And the catwalk to the museum of contemporary culture?”
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