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Obrist und der Jugendstil

Ausstellungen
Obrist und der Jugendstil

Obrist und der Jugendstil
Obrist studierte in seinen Zeichnungen Natur-Details, aus denen er die abstrakten Formen seiner Entwürfe entwickelte.
Das Lebenswerk von Hermann Obrist stellt einen der wichtigsten Beiträge zur Kunst der Jahrhundertwende dar. In München begründete der gebürtige Schweizer die deutsche Variante der Jugendstil-Bewegung, die das anspruchsvolle Handwerk der angewandten mit den ästhetischen Ansprüchen der freien bildenden Kunst zu verschmelzen suchte. Obrist studierte in seinen Zeichnungen die Natur-Details, aus denen er die abstrakten Formen seiner kunstgewerblichen Entwürfe und seines plastischen Werks entwickelte. Bekannt ist er vor allem als Bildhauer, Gestalter von exquisiten Stickereien und Einzelmöbeln sowie als Mitbegründer der Vereinigten Werkstätten. Ein vielschichtiger Zyklus – monumentale Arbeiten für den Außenraum – blieb dagegen lange unbekannt und unsichtbar. Im Mittelpunkt der Ausstellung ‚Skulptur/Raum/Abstraktion um 1900‘ stehen die im Züricher Nachlass aufbewahrten Gipsmodelle und insbesondere ein Konvolut von über 40 Fotos mit hervorragenden Aufnahmen seiner zwischen 1896 und 1914 entstandenen Brunnen und Grabmäler. Obrists Töchter Louise und Amanranth retteten diesen “Schatz” aus dem vom Krieg bedrohten München und vermachten ihn 1944 der Stadt Zürich, kurz bevor das Wohn- und Atelierhaus ihres Vaters bombardiert wurde. Die Gegenüberstellung früher Stickereien mit Entwürfen seiner späten Monumente zeigt, dass die Verschmelzung des Objekts mit dem Raum in Obrists Werk schon früh angelegt war und im Spätwerk in den monumentalen Grabmälern und Brunnenanlagen zu einem Höhepunkt gelangte. Immer wieder bezieht Obrist die Bedingungen des umliegenden Raums in die Gestaltung mit ein – sei es durch den Einsatz von schimmerndem Gewebe, das explizit auf Lichteinfall reagiert, oder durch die raffinierte plastische Bearbeitung der Steinoberflächen, welche den Kontrast von Licht- und Schattenflächen intensivieren.

Bis 7.6.2009
Museum Bellerive
Höschgasse 3
CH-8008 Zürich
Telefon 0041-43-4464469 www.museum-bellerive.ch

Obrist and Jugendstil
Hermann Obrist’s life work belongs to the most important contributions to the art of the turn of the century. The artist, born in Switzerland, established the German variant of the Jugendstil movement in Munich which tried to fuse the high-grade craftsmanship of applied art and the aesthetic values of the fine arts. In his drawings, Obrist studied details of nature from which he developed the abstract shapes of his drafts for the crafts and for his sculptural work. He has become known, most of all, as a sculptor, designer of exquisite embroideries and unique furniture items and co-founder of Vereinigte Werkstätten. His most comprehensive work, however, monumental works for the outdoors, remained unknown and invisible for a long period of time. In the focus of the ‚Sculpture/Space/Abstraction Around 1900‘ exhibition are plaster models and a compilation of more than 40 excellent photographs of the fountains and tombstones he created between 1896 and 1914; models and photographs that are preserved in the Zurich estate. His daughters Louise and Amanranth salvaged this “treasure” when Munich was threatened by warfare, and bequeathed it to the city of Zurich in 1944, shortly before the private home and studio of their father was bombed. The comparison of the early embroideries and the drafts of his later monuments shows that the fusion of object and space was one of Obrist’s early concerns which, in his late work, in the monumental tombs and fountains, reached its apex. Time and again, Obrist incorporates the conditions of the surrounding space in his design – be it by using gleaming textile weaves that explicitly respond to light incidence or by the refined sculptural processing of the stone surfaces that make the contrast of light and shadow more intense.
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