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Bürogestaltung

Bürofachplaner Kirsch & Lütjohann
Bürogestaltung

Bürofachplaner müssen sich ein Alleinstellungsmerkmal erarbeiten, um mit anderen Anbietern im Planungssektor mithalten zu können. So auch Kirsch & Lütjohann in Hamburg. Die Hanseaten verstehen sich als Prozess- und Diskursspezialisten.

Autor Ulrich Texter

In Abwandlung eines berühmten jüdischen Bonmots über die Allwissenheit Gottes könnte man über die florierende Beraterzunft sagen: Unternehmen wissen zwar alles über sich, aber ihre Berater auch, nur ein bisschen besser. Von dieser Haltung ist der Bürofachplaner und Objekteinrichter Kirsch & Lütjohann weit entfernt. Das sagt jedenfalls Geschäftsführer Henning Köppchen, der die Prozess- und Diskurskompetenz als die originäre Stärke des Objekteinrichters bezeichnet. Bewusst versteht man sich nicht als Büroeinrichter, sondern als multifunktionellen Bürogestalter.

Ein gutes Beispiel dafür ist die Einrichtung der Hamburger Niederlassung des IT-Projekthauses Inovex. Hier ist es dem Objekteinrichter gelungen, die Kompetenz und den „Inovex Spirit“ zu einem Gesamtkonzept zu synthetisieren.

Das Beste aus zwei Welten

Das 1999 in Pforzheim gegründete IT-Projekthaus Inovex mit bundesweit sechs Niederlassungen unterstützt Unternehmen bei der Digitalisierung ihres Kerngeschäfts und Realisierung von neuen Wertschöpfungsmodellen. Es ist nach Units gegliedert, die technologische Schwerpunkte abdecken. Je nach Aufgabe arbeiten diese Einheiten über Standorte hinweg zusammen und bilden eigene Teams. Seit jeher setzt man auf agile Methoden, um Kunden schnell greifbare Erfolge zu garantieren. Das Unternehmen zählt zu den familienfreundlichsten Arbeitgebern in Deutschland. Eine Kernarbeitszeit gibt es nicht. Die Arbeit wird durch eigenverantwortliche Absprachen der Projektteams bewältigt. New Work – bereits Alltag bei Inovex.

Vom Aussehen der Arbeitsplätze am neuen Hamburger Standort in der ehemaligen „Marzipanfabrik“ hatte das Unternehmen von Anfang an klare Vorstellungen. „Die planerische Grundüberlegung des Kunden ging von Arbeitsplätzen im Open Space und in Zellenbereichen aus“, so Köppchen. „Gleichzeitig sollte mit Lounges und individuellen Möbeln wie den Fahrradgaragen ein cooler Charakter entstehen, um den Community-Gedanken zu fördern.“ Seit Jahren treibt Christin Kaldma, Inneneinrichterin bei Inovex, die strategische Expansion durch ihre konzeptionellen Vorstellungen und eigene Entwürfe voran. „Die Büro- und Eventflächen aller Standorte“, sagt sie, „sollen durch Mitarbeiter und Stakeholder als etwas Besonderes wahrgenommen werden, die Integration von Technik gut unterstützen und Innovation fördern.“

Bürofachplaner als Mediator

Entstanden sind auf 665 m² Bürofläche 30 hochmoderne Arbeitsplätze. Die Planung und die Wahl des Interieurs folgen dabei einem Gesamtkonzept: Zum einen sollen sich Kunden hier wiederfinden, zum anderen Mitarbeiter stimuliert fühlen, Ideen für neue Produkte zu entwickeln – eine Aufgabe, die schwer zu definieren ist. Wie schafft man es dennoch, ein innovationsfreundliches Klima zu kreieren, das Neues hervorbringt? Die Herausforderung lag für Köppchen weniger in der Konzeption der Arbeitsplätze als in der gemeinsamen Decodierung des „Activity Codes“ von Inovex und der Wahl des Interieurs. „Solche begleitenden kommunikativen Prozesse zeichnen uns aus, denn ich glaube, dass der Fachhandel mehr denn je unterschiedliche Rollen spielen muss, um überlebensfähig zu bleiben.“

Das Ergebnis sind sowohl großzügige Gemeinschaftsarbeitsplätze im Hauptraum als auch klassische Einzelbüros für Vieltelefonierer. Hinzu kommen Team Spaces mit „Idea Walls“ und andere inspirierende Tools für Brainstormings und Workshops. „Die Arbeitsplätze im Open Space“, sagt Kaldma, „stehen den Mitarbeitern nach eigener freier Entscheidung zur Verfügung“. Alle Arbeitsplätze und Meeting-räume sind technisch state of the art. Für Arbeitspausen und den Small Talk am Coffee Point steht ein multifunktionaler Aufenthaltsbereich zur Verfügung, mit Kühlschrank, Küche und Sitzgelegenheiten und einem Billardtisch.

Auf einer der Dachterrassen lockt der Reiz des Archaischen, ein Gasgrill – laut inoffiziellen Meldungen ganzjährig in Betrieb. Alle Arbeitsplätze verfügen über elektromotorisch höhenverstellbare Steh-Sitz-Arbeitsplätze. Insgesamt lädt die Gestaltung der Arbeitsumgebung zu Bewegung im Raum ein. „Es gibt bei Inovex ein ganzes Set von Maßnahmen, damit die Mitarbeiter in eine dauerhafte Bewegung kommen“, sagt Köppchen. Jetzt dürfte dem Inovex-Spirit nichts mehr im Wege stehen.

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Unternehmensprofil

Firmierung: Kirsch & Lütjohann GmbH & Co. KG

Adresse: Große Elbstraße 68 (Stilwerk)

Webadresse: www.kirsch-luetjohann.de

Gesellschafterstruktur: Susanne Metzger, Mitgeschäftsführerin (51 %), GBK Beteiligungen AG (49 %)

Gründungsjahr: 1956

Mitarbeiter: 30

Besonderheit: 2700 m² Logistikzentrum

Aktivitäten: Quality Office zertifiziert

Portfolio (Auszug): Artemide, Assmann, Brunner, Carpet Concept, Ceka, C+P, Dauphin, Humanscale, Interstuhl, Kinnarps, Steelcase

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