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Architekturbüro gründen: Drei Dinge, die den Start erleichtern

Kolumne Gründungskompass: Tipps für Bürogründer Teil 2
Drei Dinge, die den Start erleichtern

Bei der Gründung eines Büros muss man nicht nur entscheiden, was man braucht, sondern auch, was man nicht braucht. Der Innenarchitekt Lars-Erik Prokop, Mitbegründer von 12:43 Architekten, blickt auf seine Anfänge zurück und leitet aus seinen Erfahrungen Ratschläge ab.

Wenn man ein Architekturbüro gründet ist ein Ziel, die Kosten so gering wie möglich zu halten. Darum braucht man – erstens – nur eine grundlegende Ausstattung. Ich habe damals von zu Hause aus gearbeitet: Einen Schreibtisch, einen Rechner, eine Maus, einen Scanner und ein Handy, dessen Vertrag dann übers Geschäft lief: Mehr brauchte ich nicht. In der Regel nutzt man auch zunächst sein privates Fahrzeug für die Firma. Es lohnt sich die Disziplin aufzubringen, ein Fahrtenbuch zu führen, denn nur so kann man die Kosten abrechnen.

Kosten sparen dank Steuerberater

Am Anfang hat mich vor allem gewurmt, wie teuer Plotten ist. Heute weiß ich, dass das Nebenkosten sind, die ich beim Bauherrn einreichen kann und sollte, genauso wie Fahrten. Darum braucht man – zweitens – einen Steuerberater und vielleicht sogar eine Abrechnungssoftware. Das habe ich damals anders gesehen, doch mit meinem heutigen Wissen würde ich das Geld investieren.

Lohnt sich ein Steuerberater?

Architekturbüro gründen als Partnerschaft?

Wenn man gemeinsam ein Architekturbüro gründen will, sollte man sich fragen, ob man wirklich eine Partnerschaft eingehen oder sich zunächst gegenseitig als Freelancer Rechnungen stellen will. So haben das mein heutiger Büropartner Steffen Bucher und ich damals gemacht. Wir haben es mit einer Beziehung verglichen: Erst ist man befreundet, dann wird man ein Paar, irgendwann zieht man in eine gemeinsame Wohnung und erst, wenn das alles harmonisiert, heiratet man. Bei uns war es im dritten Jahr so weit, vor allem aus steuerlichen und rechtlichen Gründen. Bis dahin kann man auch als Arbeitsgemeinschaft Projekte annehmen: Die Kammern geben Hinweise, wie das geht.

Warum sich die Kammer lohnt

Deswegen lohnt sich – drittens – die Mitgliedschaft in einer Kammer. Hier findet man Antworten auf alle berufsspezifischen Fragen. Sie hilft, schneller zum Ziel zu kommen. Bis heute rufe ich bei meiner Kammer an, wenn ich etwas nicht weiß. Fazit: „Man muss nicht nur entscheiden, was man braucht, sondern auch, was man nicht braucht.“


Lars-Erik Prokop

ist Mitbegründer des Innenarchitekturbüros 12:43 Architekten. Zusammen mit dem Architekten Steffen Bucher und sechs Mitarbeitern widmet er sich vielfältigen Projekten, das Spezialgebiet sind Arztpraxen.

www.zwoelfdreiundvierzig.de


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