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alexander brenner

Interview über Dogmen, Dauerhaftigkeit und die Liebe zum Detail
Alexander Brenner

Der Stuttgarter Architekt Alexander Brenner hat sich ein eigenes Haus entworfen, das in seiner Materialität und Ausstrahlung sehr ungewöhnlich geworden ist. Seine Liebe zum Detail ist unübersehbar.

Wie finden Sie Inspiration?

Alexander Brenner: Mir ist es wichtig, eine unabhängige Haltung einzunehmen, die sich nicht zwischen Ismen und Dogmen, zwischen Moden und Denkverboten einrichtet.

Der charismatische Freidenker Luigi Snozzi, aber auch Architekten wie Lois Welzenbacher und Rudolph Schindler gehören zu meinen Leitfiguren. Auch die Baukunst Carlo Scarpas fasziniert mich.

Welches Projekt war das wichtigste für die Entwicklung des Büros – und warum?

Alexander Brenner: Mein erstes Projekt, die Bar Centrale in Stuttgart am Erwin-Schöttle-Platz. Trotz eines überschaubaren Raumes und einem kleinen Budget konnte ich dort meine bis heute bevorzugte Arbeitsweise realisieren, vom Konzept über alle Belange des Raums, bis hin zum Detail.

Woraus bestand beim Projekt Brenner Research House PR39 die Herausforderung?

Alexander Brenner: Beim gesamten Projekt sollte, wie auch bei allen zum Einsatz kommenden Materialien, die Dauerhaftigkeit, Sinnfälligkeit und Natürlichkeit im Vordergrund stehen.

Das Brenner Research House PR39 steht für einen erweiterten Nachhaltigkeitsbegriff – Nachhaltigkeit, neben ökologischen Aspekten auch durch eine solide und dauerhafte Konstruktion, die gut funktioniert und im Alltag dienlich ist.

Alles sollte für eine lange Nutzungsdauer gut konstruiert sein, damit es bleiben kann, denn ich glaube, dass es das Nachhaltigste ist, wenn man es einmal „richtig macht“ und es deshalb nicht ersetzt werden muss und wieder weitere wertvolle Ressourcen verbrauchen würde.

Wir stellen uns hier der Beliebigkeit und Vielfältigkeit der teilweise heute angebotenen Bauprodukte entgegen, die auf eine Erstellung in hoher Geschwindigkeit durch Fachunkundige ausgelegt sind und dies oft auf kurze Nutzungsdauer.

Gab es positive oder negative Überraschungen bei der Realisierung?

Alexander Brenner: Überraschend war für uns, wie gut Konstruktionen und Bauweisen außerhalb der gängigen Vorschriften und Normen funktionieren.

Eine Analyse des Projekts finden Sie hier

Architekt: Alexander Brenner

Büro: Alexander Brenner Architects

www.alexanderbrenner.de

Gründungsjahr: 1990

Mitarbeiter: ca. 20

Projekt: Brenner Research House PR39

Standort: Stuttgart

Bauaufgabe: Wohngebäude

Fertigstellung: 2019

Geschosse: 5

Materialien: Parkett ‚Betweeen‘ von Listone Giordano Mobile, Wandfarben von Keimfarben

Möblierung: individuelle Eigenanfertigungen, Küchenarmatur ‚Tara Ultra Pivot‘ von Dornbracht, Wandleuchten ‚Half Big Brigg‘ von Steng, Sprechanlage von Siedle (Technik), optisch sichtbare Teile handgefertigt.

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