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Über das Interiorkonzept des Lindley Lindenberg in Frankfurt/M

Aberja – Juliane Maier, Robin Heather

Das Interior des Hotels ist so vielschichtig wie das Serviceangebot. Den Architekten Juliane Maier und Robin Heather von Aberja gelingt es, den eigenwilligen Charakter des Lindley Lindenberg zu unterstreichen. Es ist ein exzentrischer und herzlicher Place to be.

Interview Adeline Seidel

Bitte beschreiben Sie Ihre Gestaltungsphilosophie: Wie finden Sie Inspiration?

Aberja: Inspiration suchen und finden wir in den täglichen Dingen. Der Weg ins Designstudio, der Sport am Abend oder der Ausflug am Wochenende. Unser Ziel ist es, für jedes Projekt und jede Herausforderung eine individuelle Lösung zu erarbeiten. Alte Materialien neu interpretieren, neue Materialien traditionell verarbeiten und behandeln.

Wie beim Kochen gilt es in der Gestaltung unterschiedliche Materialien und Fertigkeiten auf neue Weise zu kombinieren. Im Vordergrund stehen hier in erster Linie die Qualität und Integrität der einzelnen Komponenten.

Inspiration für das Lindley Lindenberg fanden wir buchstäblich auf der Straße: der Lindley Straße. William Lindley, eine spannende Persönlichkeit und das Lindley Lindenberg eine Hommage an die Ingenieurskunst und den Geist des späten 19Jahrhunderts in Architektur, Mode und Design.

Worin bestand die Herausforderung für den Innenausbau des Lindley Lindenberg in Frankfurt am Main?

Aberja: Die größte Herausforderung bestand darin, beteiligten Planern und Gewerken unser Verständnis für authentisches Material zu vermitteln.

Kupfer darf Patina haben, Walnussholz hat Astlöcher und ein Anröchter Dolomit wird als Arbeitsplatte genutzt und darf Weinflecken erhalten. So what? Das Material lebt, altert mit Würde und erzählt Geschichten.

Wunsch/Ziel des Bauherrn. Was sollte das Hotelprojekt können?

Aberja: Das Lindenberg versteht sich als Gästegemeinschaft, nicht als klassisches Hotel. Diesen Unterschied in der Nutzung galt es in der Designsprache zu transformieren. Der Gast fühlt sich im Zimmer wohl und geborgen: Ein bequemes Bett, eine heiße Dusche, warme und wertige Materialien.

Möchte er in Kontakt mit anderen Lindenbergern treten, so findet er viele Flächen zur gemeinschaftlichen Nutzung. Besonders beim Kochen und gemeinsamen Essen finden sich immer schnell verbindende Gesprächsthemen und es wird philosophiert und gelacht… meistens über das beste Rezept für Penne Arrabiata.


Die Architekten Juliane Maier, Robin Heather gründeten 2016 das Frankfurter Planungsbüro Aberja. Mit 5 Mitarbeitern erarbeiten sie Konzepte für Architektur, Interior und Fassadendesign.

www.aberja.net


Factsheet zum Projekt

Projekt: Lindley Lindenberg

Standort: Lindley Strasse 17, 60314 Frankfurt

Bauaufgabe/Innenarchitektur: Interiordesign/ Fassadendesign eines Hotels
Architekten: Franken Architekten Group, www.franken-architekten.de
Fertigstellung: 2019
Geschosse: 7
Nutzfläche: 2850 m²

Materialien (Decke, Wand, Boden): Gussasphalt, Massivholzparkett Walnuss, Fliesen von Keramik Kaufmann, Tapeten von Arte und in Eigenentwicklung, umfassende Farbgestaltung nach Farbleitplanung von Aberja

Möblierung/Sanitär/Beleuchtung/Hauskommunikation: Raumtrenner und Möbel nach Entwurf von Aberja

Umsetzung: Innenausbau Biermann, Gebrüder Jung, Arthur Z, Tatcraft, Objektleuchten, Klemm Vivendi

Weitere Ausstattung: Thonet, e15, Fennobed, Thonet Vienna, Kvadrat/Kinnasand, Fashion for Floors, Frank Landau, Creation Baumann, Rossittis

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