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Henkai Architekten: Aussichtsplattformen für Wanderer im Naturpark

Aussichtsplattformen im Naturpark von Henkai Architekten
Wanderpfade mit Schutz

Ein verlassener Steinbruch, ein abfallendes Gelände, wilde Natur: Henkai Architekten schufen attraktive Rastorte und Pfade in der Natur, die Wanderer zum Verweilen einladen.

Der Aussichtspunkt auf dem verlassenen Steinbruchhügel befindet sich im Landschaftsschutzgebiet Beskiden, einem Gebirgszug in Polen. Der bewaldete Hügel erhebt sich am linken Ufer des Wasserreservoirs eines Dorfes, das vom Fluss Rožnovská Bečva gespeist wird, und ist von einer Reihe verstreuter Einfamilienhäuser und Erholungsgrundstücke umgeben. Eine freiliegende, teilweise instabile Steinbruchwand bildet den südlichen Rand des Geländes. Der Steinbruch Horní Bečva ist auch eine wichtige Referenzlokalität für den Ciężkowice-Sandstein.

Aussichtsplattformen von Henkai Architekten

Ziel war es, einen Fußgängerzugang zum obersten Teil des Hügels zu schaffen. Henkai Architekten gestalteten eine Reihe von neuen Fußwegen, die dem abfallenden Gelände auf natürliche Weise folgen. Dabei versuchten die Gestalter, die Qualitäten der vorhandenen Umgebung – die Felsen, die Wälder und den Steinbruch selbst – herauszuarbeiten und zu ergänzen. Drei  landschaftlich reizvolle Wanderwege führen nun die Besucher die Hänge hinauf und auf den Gipfel des Steinbruchhügels. Sie bilden zusammen einen Rundweg, der alle wichtigen Aussichtspunkte, eine nahe gelegene Straße und einen Parkplatz miteinander verbindet.

Plattform für Picknick

Von den drei Wegen schlängelt sich der sanftere durch einen frisch gepflanzten Hain aus einheimischen Baumarten. Wenn der Weg den Sattel unter dem felsigen Gipfel des Hügels erreicht, findet man eine kleine Picknickplattform mit Aussicht vor. Bei der Form ließen sich Henkai Architekten von den bröckelnden und überwucherten Fundamenten verlassener Häuser inspirieren. Sie sind überall in den Beskiden zu finden und zeugen davon, dass Menschen schon immer auch an den entlegensten Orten siedelten und Landwirtschaft betrieben. Niedrige Trockenmauern (Hausfundamente) erheben sich aus dem Boden und bilden die Basis des Aussichtspunkts. Die Mauern bieten auch eine zusätzliche Sitzgelegenheit. Von hier aus bietet sich ein Blick nach Westen auf das Bečva-Tal und den Stausee.

Aussicht vom Steinbruch aus genießen

Der steilere Weg führt über den Kamm des Steinbruchs. Der Boden ist hier stabil. In der Mitte des Aufstiegs ragt eine Brücke aus Metallgittern aus der Steinbruchwand heraus – wenn man darüberläuft, kann man die Aussicht noch besser genießen. Sie ist ein Rastplatz von Henkai Architekten auf halber Höhe des Steilhangs und bietet außerdem die einmalige Gelegenheit, die Steinbruchwand aus der Nähe zu betrachten, in der sich die natürliche Sukzession vollzieht.

Leere Würfelrahmen

Das endgültige Ziel ist der oberste Teil des Hügels. Drei Aussichtspunkte – leere Würfelrahmen – ergänzen die dramatische Naturkulisse. Sie sind sorgfältig zwischen den Felsen und Blöcken des zerklüfteten Geländes platziert und sollen nicht stören. Die leeren, architektonisch definierten Räume sollen den Besucher zum Innehalten und Ausruhen inmitten des Waldes einladen. Der Hauptaussichtspunkt auf dem Gipfel des Hügels bietet einen Blick über die Steinbruchwand und in die umliegende Landschaft mit ihren Hügeln und Wiesen. Die beiden anderen Bauwerke sind Ruhepunkte, die sich am besten dazu eignen, den Wald zu beobachten, der auf der einen Seite aus Fichten und auf der anderen Seite aus Kiefern besteht.

Dächer mit Begrünung

Als Material für die Wege und Mauern verwendeten Henkai Architekten hauptsächlich Steine und Kies aus dem Steinbruch. Die Wege sind von Eichenbänken gesäumt. Aus Sicherheitsgründen verwendete das Büro aus Tschechien einen Seilzaun mit Eichenpfählen und sicherten so den Rand des Steinbruchs. Die Aussichtspunkte entstanden aus verzinkten Stahlprofilen, die mit einem schwarzen Schutzanstrich versehen wurden, und Holzplatten für Böden und Decken. Die flachen Vegetationsdächer legten Henkai Architekten als Dachgärten an.


Fakten

Projekt: Aussichts- und Ruheplattformen im Zahrada Park Krajina

Standort: Lom Horní Bečva, Tschechien

Fertigstellung: 2021

Bauhherr: Gemeinde Horní Bečva, www.hornibecva.cz

Architektur: Henkai Architekti, Webseite der Architekten, Tschechien

Statik: Josef Pacula

Grafikdesign: Jaroslav Juráček

Fotos: BoysPlayNice, www.boysplaynice.com

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