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Farbe in der Innenarchitektur

Grundlagenwissen und 10 Praxistipps
Farbe in der Innenarchitektur

Der Einsatz von Farbe in der Innenarchitektur ist heikel. Menschen nehmen Farben subjektiv wahr und haben unterschiedliche Assoziationen. Wie Farbe im Innenraum dennoch gelingen kann und was es zu beachten gibt, erklärt die Künstlerin und Farbdesignerin Friederike Tebbe. Mit 10 Praxistipps zum gelungenen Farbeinsatz.

Autorin Friederike Tebbe

Farbwahrnehmung

Sehen und erkennen

Unsere Welt ist eine farbige. Als primäres Wahrnehmungsmerkmal und emotional aufgeladenes Medium prägt Farbe uns und unsere Umgebung. Farben ordnen, inszenieren, orientieren, rhythmisieren und interpretieren. Wir sehen Farben vor Konturen. Unser Sehapparat unterscheidet bis zu elf Mio. Nuancen. Unser Wortschatz hält dafür immerhin 5 000 Begriffe bereit. Dieser Reichtum der Sinneseindrücke schrumpft in unserer bewussten Wahrnehmung auf etwa acht Farbtöne zusammen, die wir einigermaßen treffsicher aus der Erinnerung zu identifizieren vermögen. Dennoch hat jeder zu verschiedenen Farben eigene Vorstellungen und Verbindungen, Vorlieben und Vorbehalte.

Primäres Stilmittel

Farbe ist die sichtbare Oberfläche unserer Welt. Sie schafft Atmosphäre und beeinflusst unsere Bewertung der Dinge. Sie ist damit primäres Stilmittel in der Inszenierung unserer Lebenswelten, sei es im privaten, in der Arbeitswelt oder im öffentlichen Raum. Als ein Medium, das sich ständig verändert, ist sie nur schwer in den Griff zu kriegen.

Foto: Friederike Tebbe

Aufmerksamkeit schärfen

Genaues Hinsehen ist die wichtigste Voraussetzung, um uns in der Farbe zurechtzufinden. Nur wie geht das? Sehen, erkennen, verstehen und beurteilen lernen? Wie können wir uns im Farbenmeer, das uns alltäglich umgibt einen Überblick verschaffen? Es scheint so beliebig, vielfältig, unsortiert, verwirrend, reizvoll und unverständlich. Wie unsere Aufmerksamkeit schärfen und das Unterscheidungsvermögen schulen?

Verhältnis zur Farbe

Wir lieben Farben; nahezu jeder von uns hat eine Lieblingsfarbe und eine, die er oder sie gar nicht leiden kann. Dennoch nehmen wir Farbe nicht wirklich ernst. Anders als ‚kratzig‘ oder ‚laut‘ richtet ‚Blau‘ – vordergründig – keinen Schaden an. Farbigkeit wird in gestalterischen Prozessen oft zuletzt gedacht. Ob eine Hose oder ein Auto rot oder blau ist – diese Frage verblasst neben „wirklich relevanten“ Aspekten wie der Passform oder der Leistungsfähigkeit des Motors.

Welche Farbe die Dinge haben, scheint zunächst nicht im Vordergrund zu stehen. Bis es an die Erweiterung unserer eigenen Garderobe, die Anschaffung eines neuen Autos oder die Neugestaltung unserer Wohnräume geht.

Farbsinn und Bauchgefühl

Plötzlich ändert sich unser Verhältnis zur Farbe und Ratlosigkeit oder gar Verzweiflung machen sich breit: Welche Kombinationen gibt mein Kleiderschrank her? Warum kommt meine Lieblingsfarbe in der Trendpalette der Autoindustrie nicht vor? Und welcher Farbton steht meinem Sofa wohl am besten?

Prompt werden Vorlieben, Vorstellungen und Vorbehalte wach und entschieden vorgetragen. Wir wissen meist nicht, woher sie kommen. Sie sind eher „so ein Bauchgefühl“. Häufig fehlt es uns an Erfahrung im Umgang mit Farbe und an Kenntnis über ihre komplexen Wirkungszusammenhänge. Und das obwohl oder gerade weil sie uns so massenhaft umgibt. Aber unsere Entschiedenheit im Gefühl und gleichzeitige Unentschiedenheit angesichts der überfordernden Auswahl der „idealen“ Farbe aus dem riesigen Spektrum des Angebots macht eines deutlich: Dass es sich keine harmlose Sache handelt.

Foto: Friederike Tebbe

Wille und Wirklichkeit

Gelungene Farbgestaltung und dabei der Wunsch, jeden Geschmack zu treffen ist eine Herausforderung, der sich viele lieber gar nicht erst stellen. Nicht ganz zu Unrecht. Wille und Wirklichkeit liegen bisweilen weit auseinander und wir neigen dazu, Farbe auf der Basis von Konventionen zu wählen. Fehlendes Geschick und Unkenntnis der Wirkungszusammenhänge führen gelegentlich auf Abwege, die erst sichtbar werden, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist.

So schmerzhaft die Erfahrung einer misslungenen Farbgestaltung sein kann, so überrascht stellen wir fest, wie gut eine Farbe aussehen kann, die uns eigentlich gar nicht gefällt. Das Grau der Wände, das uns in einer eleganten Lobby gerade noch edel erschien, mag uns in einem anderen, weniger ansprechenden Zusammenhang womöglich als armselig vorkommen.

Farbe in der Innenarchitektur
Foto: Friederike Tebbe

Erkennen, verstehen, ausblenden

Wie wir einen Farbton empfinden, hängt zunächst einmal ab von seiner unmittelbaren Einbettung: farbliche Nachbarschaft, räumliche Umgebung, Licht und Oberfläche. Auch mittelbare Faktoren wie der kulturelle Kontext und individuelle Diposition, Zeit und Ort spielen bei der Einschätzung und Bewertung von Farben eine entscheidende Rolle.

Wo, wann und wie habe ich die Farbe, die mir gerade vorschwebt, gesehen? Im letzten Urlaub, ausgeruht und aufnahmebereit in einem malerischen Setting auf Mallorca? Oder in Detmold, bei schlechtem Wetter, unentspannt, dafür aber hungrig?

Foto: Friederike Tebbe

Farbe im Kontext

Visuelle Wahrnehmung ist immer kontextabhängig. Wir sehen Dinge im Kunstzusammenhang oder auf Reisen deutlich unvoreingenommener als in unserer alltäglichen Umgebung. Wir entdecken Farben und Formen, die uns an anderer Stelle gar nicht auffallen würden. Oder wir bewundern Farbkombinationen in Mode- und Interiormagazinen und wählen mit Bedacht aus einem ansprechend gestalteten Farbfächer Schattierungen und Kombinationen, die uns woanders nicht eines Blickes würdig erscheinen.

Versuchen Sie den Kontext auszublenden und sich auf die Farbigkeit zu konzentrieren. Schauen Sie genau hin, egal, ob Hochglanzmagazin oder Grabbeltisch.

Das Sehen beobachten

Versuchen Sie das eigene Sehen zu beobachten und die Welt mit den Augen eines Malers zu betrachten. Betrachten Sie die Umgebung wie Gemäldeausschnitte. Konzentrieren Sie sich allein auf die Farbigkeit. Coole Farben und Farbkombinationen finden sich überall. Versuchen Sie, die Dinge bedeutungs- und wertfrei zu betrachten. Das ist schwieriger als angenommen und erfordert eine gewisse Distanz. Diese Vorgehensweise eröffnet Ihnen einen wahren Farbfundus und weitet Ihren Blick. Wechseln Sie die Perspektive und stellen Sie sich vor, Sie sähen die Dinge zum ersten Mal. Konzentrieren Sie sich allein auf Farbe und Form.

Foto: Friederike Tebbe

Farbarchiv anlegen

Sammeln Sie Farbschnipsel, Abbildungen, Fotos – alles was Ihnen auf- oder in die Hände fällt. Sammeln Sie Farbeindrücke, speichern Sie sie in Ihrem inneren Farbarchiv und versuchen Sie diese Erinnerung bei Bedarf abzurufen. Legen Sie einen inneren Farbfundus an, versuchen sie Farbnuancen zu erfassen und möglichst spezifisch zu beschreiben.

Farbe in der Anwendung

Let’s talk about color

Für die angewandte Arbeit, für die Farbe in der Innenarchitektur, ist die Verständigung über diese im Vorfeld elementar. Wo soll die Reise hingehen? Welche Vorstellungen und Erwartungen sind an eine bestimmte Farbe geknüpft? Welche Atmosphäre verspreche ich mir von einer bestimmten Farbigkeit?

Zwar ist Farbe in Wellenlängen messbar und als Körperfarbe in ihre Mischbestandteile zerlegbar – es gibt jede Menge Farbbezeichnungen und Codierungen –, aber solange Sie über keine konkrete Farbvorlage verfügen, sind Sie in der Kommunikation den unendlichen Weiten der Vorstellung verwiesen und können eine Farbe nur vor Ihrem inneren Auge erahnen.

Aufgefächert

Wie kann man sich über eine solche Vorstellung verständigen? Unterscheidungen wie hell oder dunkel sowie Allgemeinplätze wie sonnengelb oder himmelblau, mausgrau oder betongrau helfen bedingt weiter. Die Verständigung über Farbe geschieht überwiegend über Analogien. Dabei helfen Geschmacksempfindungen, Referenzen aus Haptik und Einbettung wie auch allgemein bekannte Orts- und Sachverweise.

Ein emotional aufgeladenes Medium

Da Farbe aber ein emotional aufgeladenes Medium ist, funktionieren auch subjektive Assoziationen gut, so lange man die Referenz teilt, man das gleiche erfahren oder gesehen hat. So wie man in der Musik einen Ton zum Schwingen bringt, kann man auch die Vorstellung eines Farbtons beleben, indem man einen Farbeindruck mit Eigenschaften der Sinneseindrücke und mit Bildern füttert.

Eine Farbe kann laut oder leise, weich oder kratzig, rund oder kantig, ja sogar als freundlich empfunden und entsprechend wiedergegeben werden. Ein Beispiel: Ein freundliches Gelb wird sich in Ihrer Vorstellung deutlich von einem giftigen Gelb unterscheiden. Allerdings stellt die Farbe Gelb eines der größten Missverständnisse in der Farbgestaltung dar. Wie viele Wände und Fassaden wurden gelb gestrichen mit der Intention Freundlichkeit auszustrahlen und für ein sonniges Gemüt? Und wie oft wurde dabei übersehen, dass Gelb extrem empfindlich auf die Umgebung reagiert?

Klar ist: Man kann sich einem Farbton nur annähern. Denn Farben lassen sich nur schlecht aus der Erinnerung identifizieren. Meist geht es in der Verständigung über Farbe nicht darum, einen präzisen Farbton zu identifizieren, sondern herauszufinden, wie sich die gewünschte Anmutung erzeugen lässt.

Foto: Friederike Tebbe

Berlin ist nicht Bari

So schlägt regelmäßig die Stunde von Terrakotta, wenn es darum geht, malerische südeuropäische Stimmung in mitteldeutsche Stadt- und Wohnlandschaften zu bringen. Besser gesagt, die Idee von Terrakotta. Kaum ein anderer Farbton dient so häufig als Platzhalter für eine Erinnerung an und Vorstellung von Sonne, Wärme und Wohlergehen in südlichen Gefilden. Diesem Zusammenhang entrissen, zeigt sich bei anderem Licht und veränderter Umgebung ein anderes Gesicht: Terrakotta ist braun und wirkt in Berlin plötzlich ganz anders als in Bari.

Übersetzungsleistung

Ein Farbton lässt sich nicht ohne Weiteres von A nach B übertragen. Neben Licht, Himmelsrichtung, Oberfläche und Ausdehnung entscheiden auch Raumgefüge, Temperatur und Akustik darüber, wie eine Umgebung – und damit auch ihre Farbigkeit – auf uns wirkt. Um die Atmosphäre des sonnendurchfluteten Badezimmers in der Toskana in einem kleinen Bad mit Nordlichtluke in Berlin zu erzeugen, ist eine gewisse Übersetzungsleistung vonnöten. Sie kann zu einer ganz anderen Farbigkeit führen als zunächst anvisiert, um den gewünschten Effekt zu erzielen.

Sicher ist es nie die Farbigkeit allein. Versuchen Sie, die gewünschte Anmutung zu analysieren: Was verbinden Sie damit? Welche Stilelemente sind dabei tragend? Welche Farbe könnte anders kombiniert einen ähnlichen Effekt haben? Probieren Sie aus, was zu den vorhandenen Rahmenbedingungen und örtlichen Gegebenheiten passt.

Teil: Farbpraxis

Licht, Lichtfarbe, Lichteinfallswinkel

Wenn man sich daran macht, Räume farbig zu gestalten, sollte man sich mit der Architektur des Raumes und seiner Nutzung befassen. Prüfen Sie Proportion, Wegeführung und Blickbeziehung, und denken Sie besonders an das Licht. Letzteres unterscheidet sich nach Temperatur und Intensität, nach Tages- oder Kunstlicht und ist für die Wirkung einer Farbe ausschlaggebend.

Foto: Friederike Tebbe

Im Museum misst man weniger Lux als im Fitnessstudio. Es gibt weißes und gelbes Licht, Neonröhren, Halogenleuchten, LED, Glühbirnen – alle erzeugen unterschiedliche Lichtfarben. Im Innenraum herrscht häufig Mischlicht. Selbst Tageslicht ist nicht gleich Tageslicht, denn dieses verändert sich im Tagesverlauf.

Große Muster helfen

Neben der Temperatur des Lichts verändert auch der Lichteinfall die Wirkung einer Farbe deutlich: ob Horizontale oder Vertikale, ob Wand oder Boden – all das macht einen großen Unterschied. Hier empfiehlt sich die flexible Bemusterung: Arbeiten Sie mit größeren Musterplatten. Die können Sie – im Unterschied zu Wandanstrichen – herumtragen, miteinander kombinieren und an verschiedenen Stellen des Raums auf ihre Wirkung prüfen.

Lang lebe die Wandfarbe

Farben verändern sich im Miteinander

Anders als bei der zweidimensionalen Gestaltung, bei der die Farben nebeneinander liegen und sie damit derselbe Lichteinfall trifft, verhalten und verändern sich Farben im Raum zueinander. Zarte Tönungen verdichten sich im Winkel gerne derart, dass ein leichter Sandton plötzlich rosa zu flimmern scheint. Stark farbige Flächen werfen je nach Lichteinfall und Ausdehnung farbiges Licht zurück, was sich in schmalen Räumen und auf sie umgebende weiße Flächen abzeichnet.

Moodboards nur für den Überblick

Moodboards geben einen ersten Eindruck der Farbigkeit, aber sie sind mit Vorsicht zu betrachten, denn sie bilden eine andere Wirklichkeit bzw. Wirkung ab. Zwar geben sie einen guten Überblick über die jeweilige Farbzusammenstellung und sehen oft schick aus, aber sie ersetzen keine Bemusterung. Denn sie lassen wichtige Aspekte wie Lichteinfall, Ausdehnung und Nachbarschaft unberücksichtigt.

Foto: Friederike Tebbe

Die farbigen Elemente, die im schlimmsten Fall auf einem Tisch im Büro unter einer Neonbeleuchtung liegen und möglicherweise durch die Farbe des Untergrunds fein säuberlich voneinander getrennt, haben mit dem späteren Ergebnis nicht viel gemein.

Volumina, Raumtiefe, Wechselwirkungen, Blickachsen und Lichteinfallswinkel – alles für die Wirkung farbiger Eingriffe entscheidend – können so nicht abgebildet werden.

Bemusterung am Objekt

Neben dem Licht ist die Oberfläche für die Wirkung eines Farbtons entscheidend. Sie können allein über die Textur, ob matt oder glänzend, glatt oder strukturiert, die Modulation innerhalb eines Farbraums deutlich erweitern.

Wie berücksichtigt man die Aspekte der Farbgestaltung in der Praxis? Durch die Bemusterung vor Objekt, in der entsprechenden Oberfläche und im richtigen Licht. Dem geht eine Abstimmung als Vorauswahl voraus, zunächst anhand kleinerer Papiermuster, Farbfächer und Materialmuster. Greifen Sie wenn möglich zu Bildbeispielen, die die beabsichtigte Stimmung und die damit verbundene Anmutung vermitteln und veranschaulichen.

Monochromie im Interior

Trends

Das Bedürfnis nach Abwechslung

Beim Thema Farbe und Gestaltung kommt auch die Frage nach aktuellen Farbtrends auf. Diese werden alljährlich neu ausgerufen. Es ist vermutlich niemand ganz frei von aktuellen Moden und Trends – schließlich spiegeln diese unsere Sehgewohnheiten und unser Bedürfnis nach Abwechslung. Gleichzeitig ist ein Trend keiner mehr, sobald er als solcher offiziell ausgerufen wird und Verbreitung findet.

Stete Erneuerung beschränkt die Palette

Ich persönlich tue mich mit diesem Thema eher schwer, denn es beinhaltet eine gewisse Flüchtigkeit, die mir im Bereich Interiordesign unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit nicht optimal erscheint. Wenn es nur Wandfarben beträfe, wäre das ein Thema. Wände sind schnell anders gestrichen, ohne dass man sie austauschen müsste. Zu einem stimmigen Design gehört aber mehr als die Farbe der Wände und ein Trend betrifft auch die Ausstattung, die Stoffe und Möblierungen umfasst.

Foto: Friederike Tebbe

Hier wird es problematisch. Diese Dinge sollten idealerweise länger Bestand haben. Wenn die Intervalle der Erneuerung immer kürzer werden, führt das zu mehr Müll und unterscheidet sich nicht sehr von der Fast-Fashion-Industrie.

Durch diese stete Erneuerung sind bestimmte Farben nicht mehr erhältlich. Das bedaure ich sehr, weil es meine Palette beschränkt. Andererseits erscheinen so wieder Farben, die zuvor noch out waren. Trends sind vielleicht ein bisschen wie die Astrologie: Mal ist Maigrün die Antwort auf ein vermeintlich kollektives Bedürfnis nach Geborgenheit. Zwei Jahre später ist die Antwort ein warmes Orange oder sogar „ein Gelb, das beim Denken hilft“.

Zusammenfassung

Allgemeines zu Farbe in der Innenarchitektur

  1. Farbe ist ein primäres Stilmittel
  2. Farbgestaltung: Wille und Wirklichkeit liegen bisweilen weit auseinander
  3. Visuelle Wahrnehmung ist immer kontextabhängig. Einflussfaktoren sind:
    • farbliche Nachbarschaft
    • räumliche Umgebung
    • Licht
    • Oberfläche
    • kultureller Kontext
    • individuelle Diposition
    • Zeit
    • Ort
  1. Die Verständigung über Farbe im Vorfeld eines Projektes ist elementar und funkioniert über Analogien
  2. Farben lassen sich nur schlecht aus der Erinnerung identifizieren
  3. Ein Farbton lässt sich nicht ohne Weiteres von A nach B übertragen. Einflussfaktoren sind:
    • Licht
    • Himmelsrichtung
    • Oberfläche
    • Ausdehnung
    • Raumgefüge
    • Temperatur
    • Einbettung
  1. Es geht weniger um einen präzisen Farbton, eher um eine gewünschte Anmutung
  2. Farben verändern sich im Miteinander
  3. Ein Trend ist keiner mehr, sobald er als solcher offiziell ausgerufen wird

10 Praxistipps für die Anwendung von Farbe in der Innenarchitektur

  1. Genaues Hinsehen: Dinge bedeutungs- und wertfrei betrachten
  2. Farbwahrnehmung: Aufmerksamkeit schärfen und das Unterscheidungsvermögen schulen
  3. Eigenes Archiv anlegen: Farbschnipsel, Abbildungen, Fotos, Farbeindrücke sammeln
  4. Objekt der Gestaltung: Architektur und die Funktion des Raumes erfassen
  5. Einflüsse der Innenarchitektur: Proportionen, Wegeführung und Blickbeziehungen prüfen
  6. Tages- und Kunstlicht in die Planung einbeziehen
  7. Moodboards für den ersten Eindruck der Farbigkeit verwenden
  8. Mit Papiermustern, Farbfächer und Materialmuster die Vorauswahl abstimmen
  9. Objekte in der entsprechenden Oberfläche mit großen Musterplatten und im richtigen Licht bemustern
  10. Bildbeispiele verwenden, die die gewünschte Stimmung abbilden

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Monochromie in der Innenarchitektur

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