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Materialpreis 2017 für einen Neubau aus Waschbeton.md-mag

Smart Materials
Haus aus Waschbeton

Der Neubau aus Waschbeton sollte sich durch formale Zurückhaltung in das bestehende Wohnquartier einfügen. So einfach der Monolith auf den ersten Blick wirkt, so komplex ist die Ausführung der Materialwahl. Prägendes Element ist derber Waschbeton. Dessen typische optische und haptische Anmutung entsteht, weil durch das Entfernen der äußersten Zementschicht die Gesteinskörnung sichtbar wird. Dadurch lässt sich das Konglomerat der verwendeten Zuschläge erkennen, ähnlich wie bei einem Nagelfluhfelsen.

Die Formensprache bleibt auch im Innenraum konsequent monolithisch und wird durch die homogene Materialität deutlich verstärkt. Mit passgenauen Einbauten aus Holz wirken die Elemente extrem reduziert, schon fast skulptural. Das uralte Material Beton ist bei diesem Projekt als Ortbeton ausgeführt und nach dem Ausschalen gezielt ausgewaschen. Dass dies im Zusammenspiel mit kompetenten Planern und Verarbeitern seine ganz eigenen Reize entwickeln kann, lässt sich hier eindrucksvoll ablesen.

Weitere Materialentwicklungen und -anwendungen finden Sie hier


Factsheet

Projekt: Betonhaus

Architekt: Wespi de Meuron Romeo Architekten BSA, Caviano mit Weberbuess Architekten, Basel/Schweiz

Standort: Oberer Rainweg 20, 4414 Füllinsdorf /Schweiz

Bauaufgabe: Neubau Wohnhaus

Fertigstellung: 2015

Materialien: gewaschener Beton, Verputz, Holz

Hersteller: Bauunternehmung Huber Straub AG, 4051 Basel/Schweiz

Gipser: Regenass AG, 4434 Hölstein/Schweiz

Schreiner: Hunziker Schreinerei AG, 5040 Schöftland/Schweiz

Das Projekt wurde mit dem ‚Materialpreis 2017‘ in der Kategorie Materialeinsatz ausgezeichnet.


Kolumnist Hannes Bäuerle

ist Inhaber der Materialagentur Raumprobe in Stuttgart und Kooperationspartner von md.

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