Interview mit Architekt Richard Meier

Richard Meier & Partners Architects

Auf den ersten Blick sieht das Seamarq Hotel aus wie alle Bauten von Richard Meier: hell und weiß. Wer genauer hinsieht erkennt, dass der Pritzker-Preis-Träger von 1984 sehr genau auf Orte reagiert und mit Licht, Topographie und Landschaft arbeitet. Das Hotel ist mit Licht gebaut. Im südkoreanischen Gangneung schuf der Architekt eine Innenarchitektur, die originell und für ihn typisch zugleich ist.

Büro: Richard Meier & Partners Architects

Standort: 475 10th Avenue, 6th Floor. New York, NY 10018
Inhaber: Managing Partner, Architekt Richard Meier
Gründungsjahr: 1963
Mitarbeiter: 75
Arbeitsgebiete: Private Bauten, gewerbliche Bauten, Stadtplanung, kommerzielle Gebäude und private Wohnbauten
Ihre Gestaltungsphilosophie?
Mit diesem Hotel wollen wir etwas Neues und Innovatives schaffen. Die Prinzipien unserer Arbeit wurzeln in der Entwicklung eines zeitlos klassischen Designs im Kontext von Landschaft und natürlichem Licht.
Projekt: Seamarq Hotel
Standort: Gangneung, Südkorea
Bauherr: Hyundai Heavy Industries
Planungsbeginn: 2011
Fertigstellung: 2015
Grundstücksgröße: 52 830 m²
Anzahl Geschosse: 19
Geschossfläche: 39 420 m²
Materialien (Decke Wand Boden): Aluminium, Holz, Glas, photokatalytischer Beton, der organische und anorganische Schadstoffe reduziert.
Möblierung und Textilien: Corian, Flos, Knoll
Beleuchtung: Tobias Grau, Ingo Maurer Modell ‚Golden Ribbon‘
Ein Statement zum Projekt Seamarq Hotel:
Dukho Yeon, Partner bei Richard Meier, kommentiert: „Dies ist für mich persönlich ein besonderes Projekt, weil es das erste in meinem Heimatland ist. Es war eine schwierige Aufgabe für uns wegen der Komplexität, der Subtilität des Programms und der sensiblen Natur des Standorts, aber wir sind sehr stolz auf das Ergebnis, das unsere Erwartungen weit übertrifft.“
Worin bestand die Herausforderung?
„Bei der Gestaltung eines Gebäudes, das so nahe am Wasser steht, hat der Blick nach außen Priorität, so dass alle öffentlichen Räume und alle Wohnräume sich zum Wasser öffnen. Es gibt also eine Beziehung zwischen Offenheit und Geschlossenheit, zwischen Beschattung und Transparenz“, so Richard Meier.
Wunsch / Ziel des Bauherrn. Was sollte das Projekt können?
„Die Architektur des Hotels beschäftigt sich mit der Gestaltung von Raum, nicht mit einem abstrakten Raum, nicht mit dem skalaren Raum, sondern mit dem Raum, dessen Ordnung und Definition mit dem menschlichen Maßstab und der Architekturkultur in Zusammenhang stehen.“