Euroluce

Mailand ist Design ist Kommerz – Teil II

Während bei den Möbelherstellern die Zukunft vielfach immer noch in der Vergangenheit gesucht wird, hält bei den Unternehmen der Leuchtenbranche das Innovationsfieber an. Mit der kontinuierlichen Verbesserung der technischen Qualität der LED eröffnen sich auch für die Designer neue Möglichkeiten für die Formgebung. So entstehen neben großformatigen Leuchten mit skulpturalem Charakter handliche Lichtspender, die sich als mobile Begleiter empfehlen.

Autor Jörg Zimmermann

Neue Formen für das Licht
Die spannendsten Entdeckungen des Salone del Mobile waren also in den Hallen der Euroluce zu machen. Endlich wird der Einfluss der LED-Technik wirklich signifikant. Flos, seit je her für anspruchsvolle wie unterhaltsame Installationen bekannt, hat in diesem Jahr noch einmal drauf gelegt. Besonders treten das System „Noctambule“ von Konstantin Grcic, die Hängeleuchte „Famiglia Verticale“ von Ronan und Erwan Bouroullec sowie „WireRing“ von Formafantasma hervor. Ungewöhnlich ist die Falttechnik der tragbaren Leuchte „Cri Cri“ von Studio Natural für Foscarini. Bei Viabia stellt Stefan Diez den Leuchtenzylinder „Guise“ vor. Alfredo Häberli hat für Astep mit „Nox“ eine Akku-betriebene, jedoch nicht leichtgewichtige Tischleuchte entwickelt. „Tempio“ (Arteminde) von Atelier Oi empfiehlt sich als elegante Tischleuchte mit Touchsteuerung.