Ein Baumaterial als Ausdrucksmittel der Architektur

Dem Sichtbeton auf der Spur

Den Sichtbeton zwischen puristischer Ästhetik und artifizieller Herstellung untersucht Martin Lehnen an Bauten der Moderne.

Opus Moderne

Martin Lehnen
Mit dem Begriff ‚Opus Moderne‘ adelte Le Corbusier einst die glatt geschalte Sichtbetonwand, deren Oberfläche nur durch die Spuren ihrer Herstellung geprägt wird. Martin Lehnen untersucht die künstlerischen und technologischen Umstände der Entstehung solcher Flächen am Beispiel dreier Ikonen des Betonbaus: Le Corbusiers Carpenter Center for Visual Arts, Louis Kahns Salk Institute und Tadao Andos Langen Foundation. Dafür rekonstruierte er die Planungs- und Herstellungsprozesse, sammelte Beiträge von Planungsarchitekten, Bauingenieuren und Baufirmen, ohne deren Zutun diese Architektur nicht hätte entstehen können. Zudem nutzt Lehnen bauarchäologische Forschungsmethoden – und kann so aufzeigen, dass trotz ihrer ähnlichen Ästhetik die Sichtbetonoberflächen der drei Beispiele völlig unterschiedlichen Intentionen folgen.
Wasmuth Verlag, 2016
  • 212 Seiten
  • 80 Abbildungen
  • 35 Euro